Fenster auf, Fenster zu - die richtige Balance für ein angenehmes und angemessenes Raumklima zu finden ist zumindest während der kalten Jahreszeit ein sensibles Thema: Durch Dauerdurchzug verpufft zu viel kostbare Heizenergie zum Fenster hinaus. Bleiben Öffnungen dagegen hermetisch abgeriegelt, treiben Ausdünstungen, abgestandene Luft und Feuchtigkeit auf Dauer ihr Unwesen. Die Folge sind dicke Luft, gesundheitliche Beschwerden und nicht selten Schimmelbefall in den Wohnräumen. Folgende Tipps sind hilfreich, um drinnen die richtige Luft und Laune zu verbreiteten:
Für frischen Sauerstoff sorgen
Mit der Atmung wandeln Lebewesen Sauerstoff in Kohlendioxid um. Ist die Luft in einem Raum vom Gefühl her abgestanden, liegt vermutlich eine erhöhte Kohlendioxid-Konzentration vor. Diese ist zwar in der Regel nicht giftig, akuter Sauerstoffmangel trägt aber trotzdem zu Konzentrationsmängeln und Ermüdungserscheinungen bei. Regelmäßiges, kurzes Stoßlüften sorgt jedoch für die nötige Frischluftzufuhr.
Feuchtigkeit vertreiben
In einem Vier-Personen-Haushalt werden pro Tag zwischen acht und zehn Liter Wasser produziert. Diese Feuchtigkeit ist ein idealer Nährboden für Schimmelpilze, wenn sie sich aus der Raumluft an kühlen Oberflächen der Wohnung niederschlägt. Um zu verhindern, dass sich unliebsame Mikroorganismen häuslich niederlassen, sollten Sie mehrmals täglich die Fenster weit öffnen, damit die Luft schnell ausgetauscht wird. Auch wenn beim Duschen, Baden oder Kochen größere Dampfmengen entstehen, sollten Sie diese möglichst sofort per Luftzug "verscheuchen".
Im Winter ist weniger mehr
Während des Lüftens wird die warme feuchte Innenraumluft gegen die kühlere, trockenere Außenluft ausgetauscht. Somit reduziert sich nach dem Erwärmen der Luft die relative Luftfeuchte im Innenraum und sie hat wieder Platz, neue Feuchtigkeit aufzunehmen. Im Winter sollten Sie Ihre Wohnung mindestens 3-4 mal täglich kurz gut durchlüften. Je wärmer es draußen wird, umso länger müssen Fenster und Türen offen stehen, um für den gewünschten Luftaustausch zu sorgen. Eine Dauerlüftung durch gekippte Fenster sollten Sie in der kalten Jahreszeit aber unbedingt vermeiden. Denn dadurch geht viel Heizenergie verloren. Zudem kühlt das Mauerwerk im Fensterbereich stark ab, was zur Bildung von Tauwasser und Schimmel führen kann.
Maschinelle Lüftung ersetzt eiserne Disziplin
Wer nicht über die Zeit und Gelegenheit verfügt, regelmäßig und mehrmals am Tag die Fenster aufzureißen, sollte die Investition in eine Lüftungsanlage bedenken. Die technische Stütze übernimmt nach bestimmten Vorgaben die Kontrolle über den Luftaustausch. Durch gleichmäßigen und kontrollierten Luftaustausch reduziert die Anlage die Konzentration von Kohlendioxid und Feuchtigkeit in der Raumluft, schützt die Räume vor Schäden und Schimmel und hilft zudem kräftig beim Energiesparen. Je nach Bedarf können beim Umstieg auf eine maschinelle Lösung unterschiedliche technische Systeme in Frage kommen. Eine Dauerlüftung durch gekippte Fenster sollte in der kalten Jahreszeit aber unbedingt vermieden werden. Denn dadurch geht viel Heizenergie verloren. Zudem kühlt das Mauerwerk im Fensterbereich stark ab. Dadurch können sich Tauwasser und Schimmel bilden.


