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Regenwassernutzung: Gewinn für Umwelt und Portemonnaie

Sauberes Wasser wird zunehmend zum kostbaren Gut. Das zeigen auch die steigenden Kosten für Trinkwasser und Kanalnutzung. Sorgsamer und sparsamer Wassergebrauch gehört deshalb zum Konzept des ökologischen Energiesparhauses. Der erste Schritt ist eine Verringerung des Wasserverbrauchs durch veränderte Verbrauchsgewohnheiten (zum Beispiel Duschen statt Baden) sowie der Einbau Wasser sparender Armaturen (etwa Zweistufen-Toilettenspülkasten, Sparregler in Wasserhähnen und Duschköpfen). Auch die Bewässerung des Gartens aus einfach aufstellbaren Regentonnen lohnt sich in Cent und Euro: Dadurch reduziert sich der Verbrauch an Wasser aus dem Hahn und damit der Haushaltsposten "Gebühren für Trink- und Schmutzwasser".

Als zweiter Schritt kann es sinnvoll sein, Regenwasser aus Sammelanlagen zu nutzen. Beim Blick auf die Wirtschaftlichkeit interessieren neben den Kosten für die vorgeschriebene fach- und normgerechte Installation auch die Aufwendungen für Betrieb und regelmäßige Wartung. Für Gartenbewässerung, Putzen, Toilettenspülung und sogar für die Waschmaschine reicht fast immer die Wasserqualität aus einer gut gebauten und gewarteten Sammelanlage für Regenwasser. Das zeigen unisono Untersuchungen aus Berlin, Bremen und Hamburg.

Für alle anderen Zwecke muss ausschließlich Trinkwasser benutzt werden, obwohl diese Untersuchungen dem gesammelten Regenwasser teilweise Badewasserqualität bestätigt haben.

Im Jahresdurchschnitt fällt je nach Region zwischen einem halben und mehr als einem Kubikmeter Niederschlag auf einen Quadratmeter. Bisher wurde das Regenwasser meist ungenutzt direkt in die Abwasserkanäle geleitet. In den Landesbauordnungen wird allerdings zunehmend verlangt, bei Neubauten Regenwasser bei geeignetem Untergrund auf dem Grundstück versickern zu lassen.

Eine Alternative dazu ist die direkte Nutzung des Regenwassers für den oben beschriebenen Einsatz und die Versickerung lediglich des überschüssigen Wassers (Anlagenüberlauf). So wird weniger des aufwändig gewonnenen und aufbereiteten Trinkwassers benötigt. Außerdem werden der Kanalisation entsprechende Mengen an Niederschlagswasser erspart, oftmals mit positiver Wirkung für die Reinigungsleistung der Kläranlage. Wer das Regenwasser versickern lässt, zahlt weniger Gebühren für die Entwässerung des Grundstücks. Genauere Informationen erhalten Sie beim Umwelt- oder Tiefbauamt Ihrer Kommune.

Regenwasseranlage mit Erdspeicher
(Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände, Regenwasser für Haus und Garten,5. Auflage, 2004)
Grafik_Regenwassernutzung
Legende:
  1. Komplettmodul mit Pumpe, Trinkwassernachspeisung und Steuerung
  2. Kellerablauf mit Rückstauverschluss
  3. Überlaufschacht
  4. Regenwasserhebeanlage
  5. Leerrohr mit Saugleitung
  6. beruhigter Zulauf
  7. Saugleitung (schwimmende Entnahme)
  8. Überlaufsiphon
  9. Füllstandserfassung
  10. Überlauf Komplettmodul
  11. Filter
  12. Kanalisation
  13. Trinkwasseranschluss
Weitere Angebote zu diesem Thema finden Sie in der rechten Navigation.

Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V., Seppel-Glückert-Passage 10, 55116 Mainz
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/link3010A.html