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Ergebnisse der

Stiftung Warentest

Schlankheitsmittel

Krank statt schlank

Nahrungsergänzungsmittel für Kinder

Bestenfalls überflüssig

Gefährliche Schlankmacher

Checkliste für seriöse Anbieter

Schlankheitsmittel
Foto: iStockphoto_jimbycat

Gleich 13 von 16 im Internet eingekauften Schlankheitsmitteln stellen wegen ihrer Inhaltsstoffe wie etwa dem weltweit wegen seiner Nebenwirkungen vom Markt genommenen Sibutramin eine hohe bis sehr hohe Gefahr für die Gesundheit dar. Das hatte 2007 eine Untersuchung der Stiftung Warentest ergeben. Danach konnte keines der Produkte im Test zur Gewichtsreduktion empfohlen werden.

Seitdem warnen verschiedenste Behörden sowohl Link öffnet in neuem Fensterin den USA als auch in Deutschland fast monatlich vor Schlankheitsmitteln mit nicht deklariertem Sibutramin. Teilweise ist zusätzlich noch das Abführmittel Phenolphathalein enthalten, das wegen des Verdachts auf krebserregende Nebenwirkungen verboten wurde. In der Regel werden diese Produkte als "rein pflanzlich" beworben.

Die Verbraucherzentrale NRW rät grundsätzlich davon ab, angebliche Schlankmacher via Internet zu bestellen und unkontrolliert einzunehmen: wegen möglicher Unverträglichkeiten und der häufig undeklarierten gesundheitsgefährdenden Substanzen. Zudem können Versender im Ausland für gesundheitliche Schäden nicht so einfach haftbar gemacht werden.

Ein Großteil der übers Internet angebotenen Produkte ist in Deutschland nicht verkehrsfähig, darf also hier zu Lande nicht verkauft werden. Deswegen versenden die Firmen die Mittel zumeist als unauffällige Privatpäckchen. Schaut der Zoll hinein, werden die Waren beschlagnahmt. Wer solche Produkte für andere bestellt oder weitergibt, macht sich strafbar.

Vor einer Bestellung sollten Interessenten deshalb genau schauen, ob sie sich anhand der Angaben des Anbieters ausreichend informieren können. Andernfalls empfiehlt es sich, vom Kauf abzusehen.
  • Ist ein Impressum vorhanden, mit Postadresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Unternehmensform, verantwortlichen Personen?
  • Werden Name und Adresse des Anbieters bzw. Herstellers genannt? Achtung, falls nur ein Postfach oder eine Adresse im Ausland angegeben ist. Bei Rückfragen, Inanspruchnahme von Geld-zurück-Garantien oder eventuellen Gesundheitsschäden ist eine Rückverfolgung meist sehr schwierig.
  • Gibt es eine Packungsabbildung? Kapseln in Plastikbeuteln und Gläser mit bunten Aufklebern ohne klare, deutliche Beschriftung in Deutsch oder Blisterpackungen mit fremdsprachiger Anleitung sind nicht vertrauenerweckend.
  • Gibt es eine Verkehrsbezeichnung wie beispielsweise "Nahrungsergänzungsmittel mit Carnitin und Hagebuttenpulver" oder "Diätetisches Lebensmittel zum Einsatz bei Reduktionsdiäten"?
  • Ist anhand der Verkehrsbezeichnung erkennbar, ob es sich um eine "Nahrungsergänzung", "eine bilanzierte Diät", ein "diätetisches Lebensmittel" oder ein "Arzneimittel" handelt? Phantasienamen deuten nicht auf Seriösität hin.
  • Gibt es eine Liste der Inhaltsstoffe, beispielsweise eine Übersicht über alle Zutaten, nach Menge sortiert?
  • Werden Wirkstoffe inklusive Mengenangaben genau benannt oder nur im Text blumenreich beschrieben?
  • Können Sie diese Wirkstoffe auch in einer hiesigen Apotheke bekommen oder sind sie in Deutschland wegen ihrer Gefährlichkeit verboten?
  • Gibt es eine exakte Dosierempfehlung? Oder ist Oder ist diese beispielsweise mit "vor jeder Mahlzeit 1-2 Kapseln" sehr vage gehalten?
  • Werden Risiken und Nebenwirkungen genannt? "Rein natürlich", "rein pflanzlich" oder "seit Jahrhunderten angewendet" sind kein Beleg für Sicherheit.
  • Preist die Firma ihr Produkt als für jeden (ausgenommen Schwangere und Stillende) geeignet an? Dann sollten Sie dieses Mittel meiden. Denn Produkte, die wirken sollen, müssen auf das Geschlecht, das Alter, Erkrankungen, regelmäßig eingenommene Medikamente und Körpergewicht abgestimmt sein.
  • Findet sich eine Inhaltsangabe (wie etwa Gewicht, Anzahl der Kapseln)? Wird der Brutto-Preis (also der Preis inklusive Mehrwertsteuer) genannt?
  • Informiert die Firma über ihre Versandkosten (oft wird nur per Nachnahme versandt)? Von einer Bestellung absehen sollten Sie grundsätzlich, wenn Vorkasse verlangt wird. Finden Sie klare Hinweise, wer das Versandrisiko trägt?

Lassen sich diese Fragen anhand des Internetauftritts nicht beantworten, sollten Sie Ihrer Gesundheit und Ihrem Geldbeutels zuliebe auf den Kauf verzichten. Das empfiehlt sich ebenso, wenn Firmen mit schnellem Erfolg locken. Verheißungen wie etwa "4 kg pro Woche" sind nicht nur unrealistisch, sie sind auch verboten. Auch die gern zitierten Erfahrungsberichte vermeintlich glücklicher Anwender sowie die Erfolgsversprechen angeblicher Ärzte, Apotheker oder Professoren sollten als Fingerzeig auf Fragwürdigkeit gesehen werden.

Grundsätzlich gilt: Um sein Gewicht nachhaltig zu reduzieren, ist es unerlässlich, Ess- und Lebensgewohnheiten zu verändern. Es gibt keine Wundermittel.

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Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V., Seppel-Glückert-Passage 10, 55116 Mainz
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/link397761A.html