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Titelbild des Ratgebers Wenn die Pfändung droht

Wenn die Pfändung droht


11,90 EURO
160 Seiten

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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

24.02.2010
Unerlaubte Telefonwerbung und unseriöse Stromvertragsangebote
Eprimo und ESD wieder unterwegs

Vor unseriösen Stromvertragsangeboten am Telefon und an der Haustür warnt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V.. Obwohl unerwünschte Telefonwerbung gegen geltendes Recht verstößt und hohe Strafen drohen, ruft der Stromversorger eprimo, eine Tochter der RWE, derzeit unverdrossen Haushalte im Großraum Mainz an, um für einen Versorgerwechsel zu werben. Die Anrufer fragen nach Konto- und Zählernummer des Stromzählers - angeblich, um ein Angebot zusenden zu können. "Mit diesen Angaben kann eprimo beim bisherigen Stromversorger vortäuschen, zur Kündigung bevollmächtigt zu sein", warnt Fabian Fehrenbach, Fachberater für Energierecht bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Schon kurze Zeit nach dem Anruf erhalten die Betroffenen eine Auftragsbestätigung von eprimo, obwohl sie nur ein Angebot haben wollten. "Geben Sie am Telefon keine persönlichen Daten preis. Für das Zusenden von Angeboten ist nur die Anschrift des Verbrauchers nötig. Eine Bonitätsprüfung ist in diesem frühen Stadium überhaupt nicht erforderlich."

Von Tür zu Tür gehen im Moment auch Mitarbeiter von ESD (Energie Service Deutschland), die sich als Stromlieferanten ausgeben. Die Ver-treter beabsichtigen, dem regionalen Stromversorger entega Kunden abspenstig zu machen. ESD gibt an, den entega-Strom in Vereinbarung mit dieser billiger als die entega selbst zu verkaufen. "Das ist natürlich ausgemachter Blödsinn, zumal nicht einmal die entega selbst darüber Bescheid weiß", so Fehrenbach zu dieser unseriösen Vorgehensweise. Vorsicht! ESD ist kein Stromanbieter, sondern ein reines Vertriebsunternehmen, das über Vertreter bundesweit mit unseriösen Angeboten unterwegs ist. Zuletzt ist ESD mit dubiosen Vertragsabschlüssen an Haustüren in Zusammenarbeit mit dem oben erwähnten Unternehmen eprimo aufgefallen.

Vor einem Wechsel des Stromversorgers ist es ratsam, sich umfassend zu informieren, so der Rat der Verbraucherzentrale. Wer am Telefon überrumpelt wurde und plötzlich von einem neuen Stromversorger als Kunde begrüßt wird, kann sich bei der Verbraucherzentrale unter 01805 / 60 75 60 25 montags von 14 bis 17 Uhr und donnerstags von 10 bis 13 Uhr rechtlich beraten lassen. Der Anruf kostet 14 Cent pro Minute aus dem Netz der Deutschen Telekom, ggf. abweichende Tarife aus den Mobilfunknetzen und den Netzen anderer Anbieter. Wer unerwünschte Telefonanrufe von eprimo erhalten hat, sollte den Sachverhalt schriftlich oder per Mail bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Seppel-Glückert-Passage 10 in 55116 Mainz oder energie@vz-rlp.de anzeigen.






Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Ludwigsstrasse 6, 55116 Mainz
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/link675571A.html