"Die zunehmende Alterung der Gesellschaft stellt neue Anforderungen an die Gestaltung in allen Lebensbereichen", so Ulrike von der Lühe, Vorstand der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bei der Eröffnung der Ausstellung. "Dies gilt es bei der Planung und Gestaltung von Gebäuden, über das Design von Produkten, Informations- und Kommunikationssystemen, bis hin zur Konzeption von Dienstleitungsangeboten und Infrastrukturen zu berücksichtigen." Die veränderten Anforderungen machen einen ganzheitlichen Ansatz erforderlich, der die von Menschen für Men¬schen gestaltete Lebensumwelt für möglichst Viele zugänglich und nutz¬bar machen will - das Universal Design.
"Gutes, universelles Design kann viel beitragen zum Erfolg eines Pro-duktes. In vielen Fällen beschleunigt es ihn. Die ausgestellten Produkte, die ideenreichen Arbeiten der Studierenden der Fachhochschule und der Auszubildenden des Tischlerhandwerks sind eindrucksvolle Belege dafür", unterstrich der Staatssekretär im Sozialministerium, Christoph Habermann, der die Schirmherrschaft übernommen hat.
"Die Ausstellung umfasst siebzehn Module, die zu einer Wanderung durch Küche, Badezimmer und Garten einladen"; erläutert Heide Marie Galle, Leiterin der Landesberatungsstelle "Barrierefrei Bauen + Wohnen". Darüber hinaus werden Exponate aus den Bereichen Hobby, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik präsentiert. Über sechzig Produkte des täglichen Lebens, die durch ihre Benutzerfreundlichkeit die Lebensqualität von jung und alt verbessern, können angefasst und ausprobiert werden. Studentische Arbeiten zeigen zudem generationenübergreifende Produktgestaltungen und Konzeptentwicklungen von morgen.
Ergänzend zur Ausstellung präsentieren Studentinnen und Studenten der rheinland-pfälzischen Fachhochschulen Stegreifentwürfe zum Thema Universal Design aus dem Sommersemester 2010. Außerdem stellt eine Tischlerklasse der Berufsbildenden Schule Alzey Ergebnisse aus dem Projekt "Barrierefreie Küche" vor.
Die Ausstellung "Universal Design: Unsere Zukunft gestalten" ist auf Initiative der Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen" vom 5. Juli bis einschl. 26. Juli 2010 in der Handwerkskammer Rheinhessen, Dagobertstraße 2, (Eingang Holzhofstraße 4) in Mainz zu sehen. Öffnungszeiten sind montags - donnerstags von 9.00 Uhr – 18.00 Uhr sowie freitags von 9.00 Uhr – 16.00 Uhr.
Die Wanderausstellung des Internatonalen Designzentrums Berlin (IDZ) ist vom Kompetenznetzwerk Universal Design des IDZ entwickelt worden. Gefördert wurde sie im Rahmen der Initiative "Wirtschaftsfaktor Alter" vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Schirmherr der Ausstellung ist Christoph Habermann, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen. Kooperationspartner sind die Handwerkskammer Rheinhessen, die Fachhochschule Mainz und das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen.
Wer darüber hinaus Informationen oder Beratung zum barrierefreien Planen, Bauen und Wohnen sucht, kann sich an die Landesberatungsstelle "Barrierefrei Bauen + Wohnen" wenden. Architektinnen und Architekten beraten im Auftrag der Landesberatungsstelle nach Terminvereinbarung in zehn Städten in Rheinland-Pfalz. Weitere Informationen finden Interessierte im Internet unter www.barrierefrei-rlp.de oder telefonisch unter 06131 - 22 30 78.
VZ-RLP
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