Wer in den nächsten Wochen eine Lehre beginnt, sollte sich Gedanken über den notwendigen Versicherungsschutz machen. Mit Beginn der Ausbildung haben Azubis ein eigenes Einkommen und sind somit nicht mehr generell über die Eltern versichert. Auch kommen Risiken hinzu, für die bisher kein Versicherungsschutz notwendig war. Hilfe und Unterstützung bietet die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz mit folgenden Tipps an:
Für Auszubildende wird die Kranken- und Pflegeversicherung als Pflichtmitgliedschaft bei einer gesetzlichen Krankenkasse die Regel sein. Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sind zu etwa 95 Prozent gleich, können sich aber durch zusätzliche Satzungsleistungen, wie beispielsweise die Kostenübernahme für Reiseschutzimpfungen oder Gesundheitskurse unterscheiden. Die Krankenkassen bieten zudem unterschiedliche Wahltarife an. Die Verbraucherzentrale rät, verschiedene Angebote einzuholen und Zusatz- und Serviceleistungen der Kassen zu vergleichen.
Besonders wichtig ist der Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung, die bei krankheits- und berufsbedingter Invalidität finanziell einspringt. "Wer in der Ausbildung wegen Krankheit oder Unfall erwerbsgemindert wird, hat noch keinen Anspruch auf Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung", sagt Michael Wortberg, Versicherungsreferent der Verbraucherzentrale. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte daher trotz relativ hoher Prämien bereits in der Lehre abgeschlossen werden.
Unverzichtbar und nicht teuer ist eine Privathaftpflichtversicherung. Diese springt ein, wenn man einem Dritten einen Schaden zugefügt hat. Häufig sind Auszubildende im Rahmen der Privathaftpflichtversicherung der Eltern mitversichert, wenn sie sich in der ersten Berufsausbildung befinden. Andernfalls oder wenn vorher geheiratet wird, ist es an der Zeit, selbst eine private Haftpflichtversicherung abzuschließen.
Wer einen eigenen Hausstand gründet und höherwertigen Hausrat anschafft, sollte über den Abschluss einer Hausratversicherung nachdenken.
Fragebögen für konkrete Preis-Leistungs-Vergleiche in den genannten Versicherungssparten können per E-Mail angefordert werden bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz unter versicherung@vz-rlp.de. Postversand erfolgt über die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Versand, Postfach 41 07 in 55031 Mainz.
Auszubildende, die mehr zu ihrem notwendigem Versicherungsschutz wissen möchten, können sich auch in jeder Beratungsstelle der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz oder am Telefon unter 09001 / 77 80 80 2 (1,50 Euro pro Minute aus dem Netz der deutschen Telekom, Mobilfunkpreise abweichend) jeweils montags bis donnerstags von 9 bis16 Uhr beraten lassen.
VZ-RLP
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

