"Ziel der Aktion ist es, zu zeigen, dass klimaverträgliche Mobilität bereits heute praktikabel ist und Spaß macht", so Ulrike von der Lühe, Vorstand der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Auch im ländlichen Raum, wo reguläre Busse und Bahnen mitunter nicht so häufig fahren, müssen Alternativen zum eigenen Pkw erkannt werden, wenn wir den Ausstoß von Treibhausgasemissionen verringern wollen. Mit den vielfältigen Mitmachaktionen räumt die Radshow der Verbraucherzentralen, die unter dem Motto "Dein Rad zählt – für mich. für dich. fürs klima" in Cochem den nunmehr 23. Stopp bundesweit macht, die gängigen Hemmnisse aus dem Weg. "Überlassen Sie Klimaschutz nicht nur den anderen, werden auch Sie zum Klimaschützer", so die Einladung von Ulrike von der Lühe.
Die Bedeutung von klimaverträglicher Mobilität für den Null-Emissionen-Landkreis Cochem-Zell machte auch der Erste Kreisbeigeordnete, Hans-Jürgen Sehn deutlich. "Die Existenz und der Erhalt der Natur sind unser Pfund als touristische Region. Bereits im kommenden Jahr werden alle Gäste das sogenannte Gäste-Ticket erhalten. Dieses Ticket ermöglicht es Urlaubern, den ÖPNV während ihres Aufenthalts im Landkreis kostenlos zu nutzen. Heute freuen wir uns, als weiteren Meilenstein in der Kooperation zum Thema klimaverträgliche Mobilität mit dem Klimateam der Verbraucherzentrale nun auch die Radshow an diesen beiden Tagen hier in Cochem empfangen zu dürfen."
Auch die Vorsitzende des Landesverbands des Verkehrsclubs Deutschland, Dr. Helga Schmadel, betont die Notwendigkeit des Umstiegs wo immer es möglich ist vom Auto auf das Fahrrad. "Vor allem Kurzstrecken mit dem Auto belasten das Klima ungemein, ist doch der Spritverbrauch beim kalten Motor ungleich höher. Bis zu 35 Liter je 100 Kilometer verbraucht ein kalter Motor auf den ersten fünf Kilometern. Und das entspricht einer Entfernung, auf der ein Radler zudem schneller ist als ein Autofahrer. Dank der Tretkraftunterstützung bei den sogenannten Pedelecs geht es nun auch bergauf mit Rückenwind", so Schmadel weiter.
Dass das Thema Sicherheit beim Radeln nicht zu kurz kommen darf, bekräftigt der Vorsitzende des Landesverbandes vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub, Christian von Staden: "Nur wenn Sattel und Lenker richtig auf die Ergonomie eingestellt sind, kann der Radler auch sein Zweirad beherrschen und kommt sicher durch den Verkehr." Auf der Radshow bietet der ADFC außerdem die Möglichkeit, sein eigenes Fahrrad zum Schutz gegen Langfinger codieren zu lassen.
Interessierte können die Radshow am 15. und 16. September jeweils von 10 bis 18 Uhr auf dem Endertplatz in Cochem besuchen. Die Experten beraten über Techniken, Packtaschensysteme, wetterfeste Kleidung sowie andere Transportmöglichkeiten. Zudem können Sie mit einem Pedelec oder mit maximal sieben Personen auf dem Konferenzrad eine Runde drehen. Auch für junge Klimaschützer hält die Radshow kleine Mitmachaktionen bereit.
Die Radshow ist Teil der Verbraucherallianz "für mich. für dich. fürs klima." Organisiert und durchgeführt wird sie vom Klimateam der Verbraucherzentrale im Rahmen der Verbraucherallianz "fürs klima.", die aus Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert wird. Weitere Informationen unter
www.verbraucherfuersklima.de. VZ-RLP
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