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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

01.02.2011
Barrierefrei wohnen - komfortabel leben
Treppenlift oder Schrägaufzug – Tipps zum Einbau

Wenn das Treppensteigen im Alter oder bei Krankheit zur Tortur wird, denkt manch einer über den Einbau eines Treppenlifts nach. Je nach Gesundheitszustand oder Prognose des Krankheitsverlaufs können Maßnahmen, wie ein zweiter Handlauf oder eine bessere Ausleuchtung der Stufen, Verbesserungen bringen und die Treppe "entschärfen", darauf weist die Landesberatungsstelle Barrierefreies Bauen und Wohnen hin.
Ist der Einbau eines Treppenlifts unumgänglich, so gibt es einiges zu beachten:
Die Treppe muss ausreichend breit sein, so dass sie auch bei ausgeklapptem Sitzlift oder ausgeklappter Plattform begehbar ist. Zudem müssen zum Ein- und Aussteigen ausreichende Bewegungsflächen zur Verfügung stehen.
Fast alle Hersteller bieten Schrägaufzüge bzw. Treppenlifte für die unterschiedlichsten Treppenformen an. Zur Auswahl stehen Sitzlifte oder für Rollstuhlfahrer Plattformlifte. Ist die Treppe besonders eng, stehen auch Deckenlifte oder Stehplattformlifte zur Verfügung. Plattformlifte benötigen zwar etwas mehr Platz, sind aber den Sitzliften vorzuziehen, wenn man im Rollstuhl unterwegs ist oder eine Prognose für eine zukünftige Rollstuhlbenutzung besteht. Mit einem Plattformlift entfällt das Umsetzten und man muss an der nächsten Haltestelle keinen zweiten Rollstuhl bereithalten.

Der Antrieb der Anlagen erfolgt über Zahnstangen-Führungen, Rollenantriebe oder Reibungsantriebe. Die Stromversorgung wird entweder über ein mitlaufendes Kabel oder durch einen zwischengeschalteten Akkumulator gewährleistet. Der Akkubetrieb ist trotz der höheren Kosten, die für eine Ladeanlage, Batterien und einen etwas höheren Stromverbrauch entstehen, zu bevorzugen. Er hat den Vorteil, dass der Betrieb des Lifts auch bei kurzfristigem Stromausfall gewährleistet ist. Außerdem kann die mitlaufende Kabelführung besonders in engen Kurven zu Problemen führen.

Unabdingbar ist immer eine genaue Aufnahme der baulichen Gegebenheiten vor Ort. Auf der Basis dieser Daten kann dann eine genaue Planung der Liftanlage erfolgen. Die sorgfältige technische Umsetzung ist dann der nächste Schritt.

Die Führungselemente werden an der Wand, am Geländer oder auf den Treppenstufen befestigt. Bei guter Planung sind die vorbereiteten Elemente innerhalb eines halben Tages montiert.

Aber Vorsicht: Auch der Einbau eines Markenproduktes ist keine Garantie für einen reibungslosen Einbau und Betrieb einer Anlage. Häufig werden unabhängige Montagefirmen mit dem Einbau und der Wartung beauftragt, deren Leistungen von höchst unterschiedlicher Qualität sein können.

Die Landesberatungsstelle empfiehlt, sich kostenlos und unverbindlich Vor-Ort von Fachleuten beraten zu lassen und alle Details sorgfältig erklären zu lassen. Auf jeden Fall sollten drei kostenlose unverbindliche Angebote für Einbau und Wartung eingeholt und nach dem Kundendienst gefragt werden. Wie schnell ist in Notfällen ein Kundendienst zur Stelle? Ist er auch an Sonn- und Feiertagen zu erreichen? Wie schnell kann notfalls eine Reparatur durchgeführt werden? Wie lange dauert es, bis Ersatzteile beschafft werden? Lassen Sie sich Referenzen geben und fragen Sie Freunde, Nachbarn und Bekannte nach ihren Erfahrungen.

Zu den Beratungsstellen

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Ludwigsstrasse 6, 55116 Mainz
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/link841101A.html