02.05.2011

Unseriöse Machenschaften – Wir haben was dagegen!
Seniorenberatung vor Ort sehr erfolgreich

Mit großem Erfolg bietet die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz seit Oktober 2010 das Projekt "Seniorenberatung vor Ort" an. Rund 1.500 interessierte Seniorinnen und Senioren haben sich in den letzten sieben Monaten in 58 Veranstaltungen über unseriöse Geschäftspraktiken, Gewinnversprechen, unerwünschte Werbeanrufe und untergeschobene Verträge informiert. Ob bei Kaffeefahrten, mit Gewinnversprechen oder unerwünschten Telefonanrufen: Dreiste Geschäftemacher schieben älteren Menschen immer wieder Verträge und Abos mit hohen Kosten unter. In den Vorträgen geben die Fachleute Tipps, wie man sich davor schützen kann und unterstützen Betroffene, wenn sie auf ein unseriöses Angebot hereingefallen sind. Dank finanzieller Unterstützung aus dem rheinland-pfälzischen Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz kann die Verbraucherzentrale vor allem im ländlichen Raum Seniorengruppen erreichen, die nicht die Möglichkeit haben, eine der Beratungsstellen aufzusuchen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzen die Vorträge, um sich über aktuelle Maschen zu informieren, sich über eigene Erfahrungen auszutauschen und vielfältige Fragen an die Referentinnen zu stellen. Bei Bedarf bieten die Referentinnen in zeitlichem Abstand von 1 bis 3 Wochen nach dem Vortrag für Interessierte und Betroffene auch Einzelberatung an. Bei den Beratungen hilft die Verbraucherzentrale, auf vermeintlich abgeschlossene Verträge zu reagieren und gegen unberechtigte Forderungen vorzugehen.

Hintergründe

Werbung für Kaffeefahrten, Briefe mit Gewinnankündigungen, uner-laubte Telefonwerbung und untergeschobene Verträge – massenweise werden Haushalte mit diesen Dingen belästigt. Häufig verschleiern die Veranstalter ihre wahren Absichten. Sie machen falsche oder irreführende Versprechungen und wecken falsche Erwartungen. Bei Kaffee-fahrten üben redegewandte Verkäufer psychologischen Druck auf Verbraucher aus, um häufig überteuerte Produkte zu verkaufen. Mit unerwünschter Telefonwerbung gehen unseriöse Firmen ähnlich vor. Dabei ist Telefonwerbung ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung des Verbrauchers ein Gesetzesverstoß und wettbewerbswidrig. Dennoch schieben dreiste Geschäftemacher gerade auch älteren Menschen immer wieder Verträge und Abonnements mit hohen Kosten unter. Dies geschieht am Telefon, an der Haustür, in Fußgängerzonen und bei sogenannten Kaffeefahrten oder im Internet.

Doch wie kommen diese Unternehmen eigentlich an Adresse, Telefonnummer und andere persönliche Daten? Wie wehrt man sich gegen den Missbrauch persönlicher Daten für Werbezwecke? Gibt es einen Anspruch auf Auszahlung versprochener Gewinne und Geschenke? Wann und wie lange können Verträge widerrufen werden? Kriegt man unnütze Einkäufe wieder los? Auf all diese Fragen gehen die Mitarbeiterinnen der Verbraucherzentrale bei den Vorträgen ein. Vortragsthemen sind Gewinnmitteilungen und Kaffeefahrten, Haustürgeschäfte, unerwünschte Werbeanrufe und untergeschobene Verträge.Bis Dezember 2011 sind noch weitere 50 kostenfreie Vorträge in ganz Rheinland-Pfalz geplant. Nutzen Sie unser Angebot.

Die Vorträge dauern 45 bis 60 Minuten.

Interessierte Seniorengruppen wenden sich einfach direkt an die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Julika Unger, Postfach 4107 in 55031 Mainz, Telefon 06131/2848-444, Telefax 06131/28 48 25 oder per E-Mail an seniorenprojekt@vz-rlp.de.

VZ-RLP


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

Stand: 02.05.2011