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Betrugsopfer erhalten von Western Union Geld zurück - Frist läuft

Stand:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Betrugsopfer, die Geld mit dem Bargeldtransferdienst Western Union in Ausland geschickt haben, können auf eine Rückzahlung hoffen.
  • US-Behörden haben sich mit dem Anbieter darauf geeinigt, dass Geld, das im Zeitraum 1. Januar 2004 bis 19. Januar 2017 über Western Union an Betrüger gesendet worden ist, zurückgefordert werden kann.
  • Wer noch nicht angeschrieben wurde und betroffen ist, kann seine Forderungen noch bis zum 31. Mai 2018 unter www.westernunionremission.com geltend machen.
Mehrere große Geldscheine und Münzen liegen übereinander.
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Wer auf eine Betrugsmasche hereingefallen ist und Geld über den Bargeldtransferdienst Western Union ins Ausland überwiesen hat, kann jetzt auf eine Rückzahlung aus den Vereinigten Staaten hoffen. US-Behörden haben mit dem Anbieter eine Einigung für Geschädigte erzielt. Geld, das im Zeitraum vom 1. Januar 2004 bis 19. Januar 2017 über Western Union an Betrüger gesendet wurde, kann beim US-Justizministerium zurückgefordert werden. Nach Prüfung sollen Betrogene einen Anteil der Schadenssumme zurückerhalten. Betroffene sollten schnell handeln. Die Frist läuft, dank einer Verlängerung, am 31. Mai 2018 ab.

"Bargeldtransferdienste erlauben weltweite Überweisungen. In den vergangenen Jahren wurden diese Dienste jedoch in einem großen Umfang von Kriminellen missbraucht, um anonym zu bleiben", so Christian Gollner, Rechtsreferent der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Auch in Deutschland nutzten Kriminelle diese Möglichkeit. Die Verbraucherzentrale rät zu größter Vorsicht, wenn Sie zur Nutzung dieser Dienste aufgefordert werden.

Lügengeschichten um Autos, Geldpreise und Hilfe für Online-Bekanntschaften

Mit einer Reihe von Lügengeschichten veranlassten Betrüger die nichtsahnenden Opfer zu hohen Geldzahlungen. Beispielsweise wurde den Betroffenen am Telefon vorgespiegelt, sie hätten ein Auto oder einen hohen Geldpreis gewonnen und müssten zum Erhalt eine Steuer oder Verwaltungsgebühr entrichten. Auch Opfer des sogenannten "Romance Scam" können Geld zurückverlangen. Diese Masche richtet sich vor allem an Nutzer von Online-Kontaktbörsen. Ein falscher Liebes-Interessent gibt dort vor, dringend Geld zu benötigen.

Insgesamt sollen 586 Millionen Dollar zur Auszahlung bereitstehen. Voraussetzung für die Zahlung ist ein Antrag gegenüber dem US-Justizministerium. Die sogenannte "petition for remission" nimmt das Unternehmen Gilardi & Co. stellvertretend entgegen.

Betroffene, die dem Unternehmen Western Union bereits bekannt sind, wurden im vergangenen Jahr angeschrieben. Unter der Adresse www.westernunionremission.com kann die Forderung geltend gemacht werden. Dort sind auch weitere Informationen zu finden.

Das Verfahren zur Erstattung steht ausdrücklich auch Verbrauchern offen, die nicht Bürger der Vereinigten Staaten sind. Der Ablauf richtet sich ausschließlich nach dem Recht des ausländischen Staates. Das US-Justizministerium prüft jeden Anspruch. Eigenen Angaben zufolge kann die Prüfung mehr als ein Jahr beanspruchen.