Ende des Routerzwangs: Verbraucherzentrale informiert über Alternativen

Pressemitteilung vom

Ab 1. August 2016 können Verbraucher selbst bestimmen, welchen Internetrouter sie an ihrem Anschluss nutzen, darauf weist die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hin. Verbraucher können dann entscheiden, ob sie einen Router ihres Telefon- und Internetanbieters nutzen oder sich ein neues Gerät im Handel kaufen.

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"Die freie Routerwahl gilt nur für Neukunden und bei Bestandskunden im Fall einer Vertragsverlängerung", informiert Michael Gundall, Internetexperte der Verbraucherzentrale. "Anbieter müssen ihren Kunden zukünftig die Zugangsdaten für den Internetanschluss sowie die VoIP-Zugangsdaten für die IP-Telefonie herausgeben." Einige Anbieter haben dies bislang nichtgetan, um zu verhindern, dass der Kunde einen "anbieterfremden" Router einsetzt.

Wer über einen Wechsel des Routers nachdenkt, sollte auch einen Kauf des Gerätes in Erwägung zu ziehen. Viele Anbieter stellen ihren Kunden zwar Internetrouter leihweise zur Verfügung. Dies ist allerdings meist "nur" die kabelgebundene Basisversion. Wer ein Gerät mit WLAN-Funktion oder ein Upgrade auf ein höherwertiges Routermodell haben möchte, muss meist einen Aufpreis bezahlen. Dieser liegt meist zwischen zwei und fünf Euro monatlich, in seltenen Fällen je nach Modell auch mehr. Rechnet man diese Mietkosten für zwei Jahre hoch und addiert die Rücksendekosten am Ende der Mindestvertragslaufzeit, kommt der Betrag dem Kaufpreis eines Routers schon sehr nahe ", so Gundall.

Wer einen Router im Handel kauft, muss diesen selbst installieren und einrichten und sich um aktuelle Updates kümmern. Das ist zwar mehr Aufwand, bietet aber auch mehr Möglichkeiten, den Router den individuellen Bedürfnissen anzupassen.

Ein Wechsel des Internetrouters ist zudem eine gute Gelegenheit, den eigenen Telefon- und Internettarif zu prüfen. Gerade bei älteren Verträgen gibt es häufig Einsparpotenziale. Oder ein anderer Anbieter bringt für den gleichen Preis mehr Leistung.

Beratung rund um Telefon- und Internetverträge bietet die Verbraucherzentrale persönlich in der Beratungsstelle Mainz oder landesweit per Videokonferenz (Skype). Der Berater analysiert die vorhandenen Telefon- und Internetverträge und zeigt mögliche Alternativen auf. Interessierte sollten ihre Vertragsunterlagen und/oder eine monatliche Rechnung mitbringen. Eine Anmeldung oder Terminvereinbarung für die Videokonferenz unter Telefon 06131/28 48 0 oder per E-Mail an telekommunikation@vz-rlp.de ist erforderlich.

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