Achtung Abo-Falle bei Facebook und Co.

Pressemitteilung vom
  • Verbraucherinnen und Verbraucher werden über Posts in Sozialen Medien auf unseriöse Internetseiten gelockt.
  • Ein vermeintliche Schnäppchen entpuppt sich dann als Abo-Falle.
  • Seien Sie bei unschlagbaren Geheimtipps misstrauisch.
Mutter mit Kind bestellt etwas im Internet mit einem Tablet.
Off

Anlässlich des Safer Internet Days warnt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz vor schwarzen Schafen auf Facebook und Instagram. Mit haltlosen Versprechen preisen sie beispielsweise E-Book-Ratgeber für junge Eltern an. Per Link leiten die vermeintlich seriösen Social-Media-Profile auf unseriöse Webseiten, auf denen Abofallen lauern.

Zu schön klingt für leidgeprüfte Eltern das Versprechen des jungen Mannes oder der angeblichen Kindergärtnerin. Auch sie hätten wochenlang kaum Schlaf bekommen, weil sich das weinende Baby nicht beruhigen lassen wollte. Doch seit sie die unschlagbaren Profi-Tipps aus den E-Books anwenden, sei das Problem quasi über Nacht verschwunden. In anderen Fällen soll das Kleinkind ruckzuck von der Windel wegkommen. Der Link zum E-Book findet sich am Ende des Beitrags.

Dreist: Anbieter versteckt Abo-Informationen

Wer den Link anklickt, landet auf Webseiten wie baby-endlich-schlafen.de oder endlich-windelfrei.de. Dort bietet der Anbieter TrainingDigital360 Ltd für eine begrenzte Zeit Ratgeber-E-Books zu einem vermeintlich sehr günstigen und deutlich reduzierten Preis von einem Euro an. Wer diesen bestellt, tappt unwissentlich in eine Abofalle. Auf der Kreditkartenabrechnung finden sich statt einer einmaligen Abbuchung von einem Euro monatliche Belastungen von 37 Euro. „Der Hinweis auf das Abo war so versteckt, dass Verbraucherinnen und Verbraucher ihn bei der Bestellung kaum wahrnehmen konnten“, so Maximilian Heitkämper, Fachbereichsleiter Digitales und Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentrale. „Derartige Geschäftspraktiken sind rechtswidrig.“

Preise müssen transparent angegeben werden

Webseiten-Betreiber sind verpflichtet, vertragliche Angaben wie Kosten und Laufzeit transparent und gut lesbar zu platzieren. Verstecken Anbieter wichtige Informationen über einen Abo-Vertrag, besteht keine Zahlungsverpflichtung. Betroffene können unrechtmäßige Abbuchungen von ihrem Kreditinstitut zurückbuchen lassen.

Bei unschlagbaren Geheimtipps ist Misstrauen angesagt

Schwarze Schafe sind auch auf Social Media Plattformen aktiv und nutzen die Notlage und Gutgläubigkeit junger Eltern gezielt für Abzockmaschen aus. „Finger weg von verführerischen Lockangeboten“, so Heitkämper. Er rät, stets misstrauisch zu sein und sich nicht von der glänzenden Fassade eines professionell gestalteten Instagram- oder Facebook Auftritts blenden zu lassen. Dahinter stecken Profis, die wissen, wie sie andere Nutzer täuschen können – manipulierte Kommentare und Bewertungen natürlich inbegriffen.

Wer ungewollt ein Abonnement abgeschlossen hat, kann sich in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale beraten lassen. Die Anschriften finden sich hier.

VZ-RLP

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.