Höchstes Bußgeld wegen unerlaubter Telefonwerbung gegen Energieversorger

Pressemitteilung vom

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) schöpft erstmals den Bußgeldrahmen gegen einen Energieversorger wegen unerlaubter Telefonwerbung voll aus und verhängt gegen die Energy2day GmbH ein Bußgeld in Höhe von 300.000 Euro. Anlass dafür waren rund 2.500 Verbraucherbeschwerden über das Unternehmen.

Die Verbraucherzentrale begrüßt die Entscheidung der Bundesnetzagentur.

Off

Nach Angaben der BNetzA gaben sich die Anrufer als örtlicher Energieversorger aus oder behaupteten, sie würden mit diesem zusammenarbeiten. Ziel der Anrufe war es, die Verbraucher zum Wechsel ihres Stromlieferanten zu bewegen.

"Wir Verbrauchschützer begrüßen die Reaktion der Bundesnetzagentur als zuständige Aufsichtsbehörde sehr", sagt Fabian Fehrenbach, Energierechts-Experte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. "Es wird deutlich, dass es immer lohnt, sich nach derart ärgerlichen Telefonaten die Zeit zu nehmen und den Sachverhalt der Bundesnetzagentur anzuzeigen. Denn die Summe der angezeigten Fälle ist ausschlaggebend dafür, ob die Bundesnetzagentur eingreift oder nicht."

Wenn es Ärger mit dem Energieversorger gibt, ist die Verbraucherzentrale die richtige Ansprechpartnerin: Sie berät rechtlich zu allen Bereichen der Energieversorgung im Bereich Strom und Gas, sowohl persönlich als auch telefonisch und schriftlich. "Neben unserer Beratung ist es aber auch wichtig, dass die zuständige Aufsichtsbehörde über das Fehlverhalten der Energieversorger informiert wird, um einschreiten zu können", so Fehrenbach abschließend.

Der Bescheid ist noch nicht rechtskräftig. Energy2day hat Widerspruch eingelegt. Die Frist für eine Begründung des Widerspruchs läuft noch bis zum 14. Oktober. Ein Rufnummernmissbrauch kann bei der Bundesnetzagentur unter der Telefonnummer 0291 9955 206 oder unter der E-Mail-Adresse rufnummernmissbrauch@bnetza.de angezeigt werden.

Auch barrierefrei ist eine Beschwerde über ein Online-Formular möglich.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.