Roam-like-at-home: Gilt nicht überall

Pressemitteilung vom
Roaming im Urlaub, Vorsicht bei Kreuzfahrten

Raoming gilt nicht überall

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Seit dem 15. Juni 2017 gilt in der Europäischen Union das Prinzip „Roam like at home“. Verbraucher können im EU-Ausland in der Regel zu Inlandspreisen telefonieren und SMS versenden oder im Internet surfen. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz empfiehlt jedoch: Vor der Reise in EU-Länder sollten Reisende überprüfen, welcher Roaming-Tarif genutzt wird. Der regulierte EU-Roaming Tarif sollte vom Anbieter grundsätzlich voreingestellt sein. Wer in Länder außerhalb der EU verreist, sollte Roaming-Pakete des Anbieters in Erwägung ziehen. Ein Auslandstarif-Wechsel muss in der Regel innerhalb von einem Werktag kostenlos stattfinden.

Vorsicht ist jedoch bei Kreuz- oder Fährfahrten innerhalb der EU geboten. „Was viele nicht wissen, ist, dass die Reisepakete der heimischen Mobilfunkanbieter und der regulierte EU-Roaming-Tarif nicht auf hoher See gelten und zu horrend hohen Mobilfunkrechnungen führen können“, sagt Jennifer Kaiser von der Verbraucherzentrale. Reisewillige sollten sich vor einer Schiffsreise bei dem Reiseanbieter, der jeweiligen Schiffsgesellschaft oder in ihren Reiseunterlagen über die Nutzung von Mobilfunk und WLAN an Bord sowie die dafür geltenden Preise informieren. Möglicherweise können bereits vor Reiseantritt spezielle Mobilfunktarife der Reedereien gebucht werden.

Befindet sich das mobile Endgerät in der Reichweite des Schiffsnetzes, wählt es sich automatisch in das Netz ein, welches in der Umgebung das sendestärkste ist. Das kann aber vom Roaming ausgeschlossen sein. Diese Gefahr besteht bereits bei einem Hafenspaziergang. „Man sollte daher grundsätzlich im Hafen und beim Betreten des Schiffes das Daten-Roaming für mobile Endgeräte ausschalten“, so Kaiser.

Sobald sich das Gerät wieder mit dem landbezogenen Mobilfunknetz verbunden hat, gelten in Europa die gesetzlich geregelten Preise des EU-Roaming-Tarifs oder, bei vorheriger Buchung, die spezifischen Reisepakete des heimischen Mobilfunkanbieters.

Aber auch beim Abschluss eines neuen Vertrages vor Reiseantritt müssen Verbraucherinnen und Verbraucher aufpassen: Manche Mobilfunkanbieter teilen in ihren Geschäftsbedingungen mit, dass Roaming während der ersten sechs bzw. bis zu acht Wochen gesperrt ist. Anbieter müssen keine Roaming-Dienste bereitstellen. Deshalb sollten Verbraucher, die direkt nach Abschluss eines Mobilfunkvertrages ins EU-Ausland reisen möchten, abklären, ob die Roaming-Nutzung sofort möglich ist oder unter welchen Bedingungen Roaming vorzeitig freigeschaltet werden kann.

VZ-RLP

 

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