Energierechtstipp: Gasanbieterwechsel - warum warten?

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Die Kälte hält Einzug und sowohl Hausbesitzer als auch Mieter fragen sich: Heizung schon anmachen oder noch sparen? Kosten sparen kann man allerdings auch auf andere Weise: Wer den Gasanbieter wechselt, kann von günstigen Erdgaspreisen profitieren, so die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Die fristgerechte Kündigung des alten Vertrages hat dann oberste Priorität.

Die längste zulässige Kündigungsfrist in Erdgaslieferverträgen zu Heizzwecken beträgt drei Monate und ist häufig im Kleingedruckten des Vertrags zu finden. Wer also im Oktober einen neuen Erdgaslieferanten beauftragt, der in der Regel die Kündigung beim bisherigen Versorger übernimmt, kommt bei einer Kündigungsfrist von drei Monaten erst Ende Dezember aus seinem Altvertrag. Die Versorgung durch den neuen, günstigeren Versorger startet dann erst ab Anfang Januar, so die Verbraucherzentrale. Wer also seine Heizung mit Gas betreibt, sollte unbedingt mit genügend Vorlauf über einen Wechsel nachdenken.

Im Mietverhältnis gilt das Gebot der Wirtschaftlichkeit – das heißt, der Vermieter muss sich um einen günstigen Anbieter kümmern. Die Verbraucherzentrale hält dafür Musterbriefe bereit, überprüft aber auch ganze Heizkostenabrechnungen.

Fragen rund um das Thema Energieversorgung beantwortet der Energierechtsberater der Verbraucherzentrale in Mainz. Die Beratung findet jeden Montag in der Verbraucherzentrale, Seppel-Glückert-Passage 10 statt und kostet 18 Euro. Terminvereinbarung unter Telefon 06131 / 28 48 0 ist erforderlich. Alternativ auch per E-Mail an energierecht@vz-rlp.de. Die Überprüfung von Heizkostenabrechnungen kostet 20 Euro und findet nach postalischer Einsendung nur in der Verbraucherzentrale in Mainz statt. Auch für den Wechsel des Strom- und Gasversorgers gibt es ein persönliches Beratungsangebot in der Beratungsstelle.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.