Energierechtstipp: Regelmäßiges Ablesen der Zähler vermeidet Ärger

Pressemitteilung vom

Immer wieder erhält die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz Beschwerden von Verbrauchern, die ihre Strom- und Gasabrechnung nicht nachvollziehen können oder sie zu hoch finden. Nicht selten liegt einer solchen Abrechnung eine Schätzung des Verbrauchs durch den Energieversorger zu Grunde.

Off

"Auf der sicheren Seite ist in der Regel, wer zu jedem Monatsende seinen Zählerstand abliest und schriftlich festhält", rät Fabian Fehrenbach, Energierechtsexperte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. "So kann man den eigenen Verbrauch regelmäßig kontrollieren und bewerten. Außerdem hat man für den Versorger auch immer gleich die tatsächlich abgelesenen Zählerdaten parat. Das vermeidet oft Streit", so der Hinweis des Verbraucherschützers.

Ist der Kunde zum Ablesetermin nicht zuhause, kann er dem Versorger den Zählerstand auch telefonisch, per Mail oder auf einer Karte mitteilen, die der Ableser im Briefkasten hinterlässt. Passiert all dies nicht, kann der Versorger den Verbrauch beim Netzbetreiber erfragen oder anhand des Verbrauchs der vergangenen Jahre schätzen. "Schätzungen bergen aber immer die Gefahr, dass zu niedrige Werte zugrunde gelegt werden und Zahlungsrückstände entstehen", warnt Fehrenbach. "Uns liegen Fälle vor, bei denen Nachzahlungen von mehreren hundert Euro aufgelaufen sind." Rechnungen, die auf einem geschätztem Verbrauch basieren, können in bestimmten Fällen und innerhalb bestimmter Fristen korrigiert werden, wenn der tatsächliche Verbrauch nach-gewiesen wird. Schätzungen sind aber nur im Ausnahmefall zulässig und auch Rechnungskorrekturen bzw. Nachforderungen der Versorger sind nicht über beliebig lange Zeiträume erlaubt.

Fragen rund um Energieversorgungsverträge beantworten die Energierechtsberater der Verbraucherzentrale in den örtlichen Beratungsstellen. In Mainz findet die Beratung jeden Montag in der Verbraucherzentrale Mainz, Seppel-Glückert-Passage 10 statt und kostet 18 Euro.

Auch der Wechsel des Strom- und Gasversorgers wird für fünf Euro persönlich beraten. Eine Terminvereinbarung unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 60 75 600 ist erforderlich oder alternativ per Email an energierecht@vz-rlp.de.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.