Last-Minute Geschenke auf Pump

Pressemitteilung vom
  • Angebote bei Ratenfinanzierung genau prüfen.
  • Sich nicht unter Druck setzen lassen.
  • Bei Finanzierungsangeboten handelt es sich immer um ein Kreditangebot einer Bank.
Geschenke und im Hintergrund ein Weihnachtsbaum.
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Noch sieben Tage bis Weihnachten – noch ein wenig Zeit, um schnell die letzten Geschenke zu kaufen. Jahr für Jahr geben die Deutschen dafür mehr Geld aus. Der Einzelhandel lockt dabei häufig mit vermeintlich günstigen Finanzierungsangeboten: Nicht selten werden größere Geschenke wie beispielsweise Laptops, Smartphones oder der Kaffeevollautomat auf Pump angeschafft. Nach den Erfahrungen der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz können aber genau diese Angebote kostenträchtige Fallstricke bergen und zu einem finanziellen Bumerang werden.

Kredit mit Risiken und Pflichten
„Egal wie einfach, verlockend und unkompliziert die Ratenzahlungsangebote der Händler in der Werbung auch klingen: Es handelt sich immer um Kreditangebote einer Bank“, sagt Josephine Holzhäuser, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Der Händler kooperiert dafür mit einem Kreditinstitut und vermittelt dem Kunden in seinen Verkaufsräumen einen Kreditvertrag seines Kooperationspartners. Der Käufer wird so zum Kreditnehmer und Vertragspartner der Bank – mit allen Risiken und Pflichten. Nur wenn das eigene Budget vorher auf die zusätzliche Belastung abgeklopft worden ist, sollte die angebotene Ratenzahlung angenommen werden. Denn auch die günstigste Konsumfinanzierung wird zur teuren Angelegenheit, wenn die Raten nur aus dem Dispokredit des Girokontos gezahlt werden können.

Nicht unter Druck setzen lassen
Gerade kurz vor dem Fest werben Händler und Verkäufer mit Sätzen wie „Sonderkreditkonditionen nur heute“ zur schnellen Entscheidung für den kreditfinanzierten Kauf. Holzhäuser rät, sich auch durch den Hinweis auf begrenzte Angebote nicht unter Druck setzen zu lassen und keine unüberlegte Kaufentscheidung zu treffen.

Auf Zusatzverträge und Kleingedrucktes achten
Alle Vertragsunterlagen sollten vor einer Unterschrift geprüft werden. Häufig werden bei einem finanzierten Kauf zum Beispiel sogenannte Restschuldversicherungen oder auch Garantieverträge bzw. -verlängerungen angeboten. Da gilt es genau zu überlegen, ob das im Einzelfall sinnvoll ist. Denn häufig sind diese überteuert oder überflüssig. Weiterer möglicher Fallstrick: Manchmal ist der angebotene, günstige Zinssatz nur für eine begrenzte Zeit gültig und die vereinbarte Rate reicht nicht aus, um den Kredit innerhalb dieser Zeit abzuzahlen. Eine teure Anschlussfinanzierung ist dann die Folge.

Fazit
Egal ob Null-Prozent-Finanzierung, Sofortfinanzierung oder verlockend klingende Ratenzahlungen – es handelt sich immer um eine Wunscherfüllung auf Kredit. Und Kredite gibt es grundsätzlich nicht geschenkt. Daher Augen auf, damit es nicht zu einer bösen Überraschung im neuen Jahr kommt.

Wer Fragen rund um die Themen Ratenkredite hat, kann online einen Termin für eine persönliche Beratung ausmachen.

VZ-RLP

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