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Unsere Stimme für Inklusion – baut barrierefrei!

Pressemitteilung vom
Ein Hinweisschild für Rollstuhlfahrer.
Off

Anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai ruft die Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen dazu auf, Gebäude barrierefrei zu planen und zu bauen.

„Damit Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt in unserer Gesellschaft leben können, muss ein barrierefreies bauliches Umfeld zum Standard werden. Und dies sowohl im privaten Wohnbereich als auch im öffentlichen Raum“, so Christiane Grüne, Architektin und Leiterin der Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen. „Das geht nur, wenn am Beginn jeder Planung die Barrierefreiheit konzeptionell und umfassend mitgedacht wird. Unsere Wohnungen, Häuser und Gebäude müssen beharrlich und konsequent barrierefrei gebaut und angepasst werden.“

Barrierefreiheit fängt im Kopf an. Es gilt zu verstehen und zu verinnerlichen, dass jeder Mensch ohne fremde Hilfe sein eigenes Leben planen und genießen können muss. Jede und jeder muss die Freiheit und Sicherheit haben, beispielsweise seine Arztpraxis aufgrund der Fähigkeiten des behandelnden Arztes auszusuchen und dabei nicht durch räumliche Barrieren eingeschränkt zu sein. Oder den Urlaubsort aufgrund seiner eigenen individuellen Urlaubsinteressen zu wählen oder Geschäfte wegen des für ihn stimmigen Produktsortiments aufzusuchen. „Barrierefreiheit ist hierfür die Grundvoraussetzung. Doch diese ist bei weitem noch nicht Standard“, so Grüne.

Die Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen berät seit 25 Jahren an inzwischen 15 Orten in Rheinland-Pfalz zum barrierefreien Wohnumfeld, sowohl bei Neubauten als auch bei Umbauten. Die Beratung durch Architektinnen und Architekten der Landesberatungsstelle ist kostenlos und firmenneutral. Die Vor-Ort-Beratung ist am individuellsten, denn die Berater und Beraterinnen kommen zu den Ratsuchenden nach Hause und können gezielt Tipps und Fachwissen zur vorhandenen Wohnsituation weitergeben. Auf Grund der Pandemie findet die Beratung derzeit nur schriftlich oder telefonisch statt. Aber auch auf diesem Weg lässt sich mit vorab zugeschickten Plänen und Fotos arbeiten und eine gute Beratung gewährleisten.

„Der Aktionstag `Deine Stimme für Inklusion – mach mit´ ist uns deshalb so wichtig, weil unser Lebensumfeld in vielen Fällen noch nicht barrierefrei ist oder wird. Dafür möchten wir sensibilisieren“, so Grüne.

Mit Beratungen und Schulungen will die Landesberatungsstelle dazu beitragen, dass mehr Barrierefreiheit im baulichen Bereich fachlich richtig umgesetzt wird. Auf Anfrage bieten die Architekten Vorträge für interessierte Gruppen an – auch zu Themen, die über das private Wohnen hinausgehen, zum Beispiel zu barrierefreien Arztpraxen oder öffentlichen Gebäuden. „Es ist uns ein Anliegen, möglichst viele Menschen in ganz verschiedenen Zielgruppen zu erreichen“, erklärt Grüne.

Alle wichtigen Informationen zur Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen, ihren Standorten und Kontaktdaten finden sich im Internet.

Hintergrund:

Der 5. Mai ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Jedes Jahr laden zahlreiche Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe zu vielen verschiedenen Aktionen ein, um auf die Situation von Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen. Dieses Mal lautet das Motto: „Deine Stimme für Inklusion – mach mit!“ Es ist ein Aufruf an alle Menschen, Missstände aufzudecken, Teilhabe-Barrieren sichtbar zu machen und Menschen mit Behinderung dabei zu unterstützen, sich für ihre Rechte einzusetzen – für mehr Miteinander statt Nebeneinander. Trotz erschwerter Bedingungen durch die Corona-Pandemie haben unzählige Menschen neue Wege gefunden, um weiterhin Corona konforme Aktionen und Projekte umzusetzen. Das soll auch am 5. Mai so sein.

Weitere Informationen unter https://www.aktion-mensch.de/was-du-tun-kannst/aktionstag-5-mai.html (Link verlässt die Seite der VZ).

LBST-RLP

 

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Die Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen ist ein Projekt des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie. Träger ist die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Kooperationspartner die Architektenkammer. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie.

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