Handwerker und Kundendienste

Pressemitteilung vom

Aktionen und Tipps der Verbraucherzentralen hel-fen, Ärger zu vermeiden

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Verstopftes Rohr, defekte Waschmaschine oder ein Auto, das nicht mehr fährt: In solchen Fällen ist schnelle Hilfe vom Fachmann gefragt. Doch nicht bei jeder Reparatur läuft alles zur Zufriedenheit der Kunden, so die Erfahrungen der Verbraucherzentralen. Und auch bei Arbeiten durch Maler, Fliesenleger, Elektriker und Co. kann es Probleme geben: Was ist zu tun, wenn Termine nicht eingehalten werden, die Kosten überschritten oder die Arbeiten mangelhaft ausgeführt wurden? Im Juni informieren die Verbraucherzentralen bundesweit mit zahlreichen öffentlichen Aktionen zu Handwerkerverträgen und Reklamationen. In einer Umfrage unter www.verbraucherzentrale-rlp.de/umfrage-handwerker wollen die Verbraucherschützer auch erfahren, welche Probleme sich hauptsächlich rund um Handwerkeraufträge ergeben.

Diese Tipps der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz helfen, Ärger zu vermeiden:

Der Auftrag sollte so genau wie möglich erteilt werden. Es ist wichtig, den Auftragsumfang, den Ausführungstermin und die Vergütung verbindlich zu regeln - am besten schriftlich.

Sinnvoll ist es, mehrere Kostenvoranschläge einzuholen. Diese sollten möglichst detailliert die Leistungen und benötigten Materialien enthalten. So können anhand der Stundensätze und Materialpreise die Konditionen mehrerer Firmen miteinander verglichen werden. Verbraucher sollten dabei nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Qualifikation der Anbieter achten. Eine Vergütung für den Kostenvoranschlag dürfen Handwerker oder Kundendienste nur verlangen, wenn dies vorher ausdrücklich vereinbart worden ist.

Stellt sich während der Arbeit heraus, dass die veranschlagten Kosten wesentlich höher werden, also um mehr als 15 bis 20 Prozent über den veranschlagten Kosten liegen, muss der Handwerker dies unverzüglich mitteilen. Auftraggeber können den Werkvertrag dann zwar deswegen kündigen, müssen jedoch vereinbarte, bereits erbrachte Teilleistungen bezahlen. Wer dies vermeiden möchte, sollte einen Festpreis vereinbaren. Dieser darf nicht überschritten werden.

Halten Handwerker einen fest vereinbarten Termin nicht ein, geraten sie in Verzug. Kunden haben Anspruch auf Ersatz der entstandenen Schäden, wenn die zeitliche Verzögerung auf die laxe Haltung des Handwerkers zurückzuführen ist.

Kunden haben Anspruch auf eine ausführliche Rechnung. Unklarheiten sollten vor Bezahlung mit dem Handwerker geklärt werden.

Sind die Arbeiten fertig gestellt, sollten Kunden prüfen, ob die Leistungen ordnungsgemäß erbracht worden sind. Liegt ein Mangel vor, kann Nachbesserung verlangt und ein Teil des fälligen Rechnungsbetrags bis zur Beseitigung des Mangels zurückgehalten werden. Handwerker müssen den Mangel kostenlos innerhalb einer angemessenen Zeit beseitigen. Gelingt diese Nachbesserung nicht oder halten Firmen eine gesetzte Frist nicht ein, können Kunden selbst Hand anlegen oder eine andere Firma mit den notwendigen Korrekturen beauftragen. Diese Kosten gehen dann zu Lasten des ursprünglichen Vertragspartners.

VZ-RLP

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