Weltverbrauchertag: Kampf den Kostenfallen

Pressemitteilung vom

Immer wieder werden Verbraucherinnen und Verbraucher mit unerlaubten Werbeanrufen in Kostenfallen gelockt. Die Verbraucherzentrale udn das Landeskriminalamt geben Tipps, wie Sie sich schützen können.

  • Seien Sie generell sparsam mit Ihren Daten.
  • Widersprechen Sie der Nutzung Ihrer Daten für Werbezwecke.
  • Beenden Sie den Anruf, wenn Ihnen der Anrufer unbekannt ist.
  • Grundsätzlich gilt: Werbeanrufe ohne Einwiligung sind gesetzliche verboten.
Frau am Telefon.
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Unerlaubte Telefonwerbung, Anrufe falscher Polizisten, telefonisch untergeschobene Zeitschriften-Abos oder Abzocke durch angebliche Microsoft-Mitarbeiter - dies sind nur einige Beispiele für unseriöse Maschen, mit denen Verbraucherinnen und Verbraucher am Telefon abgezockt werden. Anlässlich des Weltverbrauchertags am 15. März geben das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz Tipps, wie man sich vor unerlaubten Anrufen und untergeschobenen Verträgen schützen kann. In drei Web-Seminaren beantworten sie auch individuelle Fragen.

„Werbeanrufe ohne Einwilligung sind gesetzlich verboten“, so Jennifer Kaiser, Fachberaterin für Digitales und Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentrale. „Doch das Geschäft mit aggressiven Verkaufsmaschen am Telefon blüht nach wie vor.“ Ein typisches Beispiel: Zunächst fragen die Anrufer in einer vorgetäuschten Umfrage nach pflegebedürftigen Menschen im Haushalt oder nach der Geschwindigkeit des Internetanschlusses. Dann leiten sie abrupt zum wahren Grund des Anrufs über, nämlich zum Abschluss eines Zeitschriftenabonnements. Sie preisen das Abo als Geschenk für die Teilnahme an der Umfrage an. Doch bei genauem Hinsehen entpuppt es sich als kostenpflichtiges Abonnement.  

Mit folgenden Tipps kann man sich vor unerlaubter Telefonwerbung schützen:

  • Geben Sie Ihre Telefonnummer generell nur dann an Unternehmen, wenn es für die Abwicklung des Vertrages zwingend nötig ist.
  • Streichen Sie bei jedem Vertragsabschluss Klauseln, die die Speicherung und Nutzung Ihrer Daten zu Werbezwecken erlauben sollen.
  • Geben Sie bei der Teilnahme an Gewinnspielen möglichst keine Telefonnummer an. Oder, wenn es sich um eine Pflichtangabe handelt, widersprechen Sie der Nutzung Ihrer sämtlichen Daten zu Werbezwecken. Denn: Gewinnspiele dienen vorwiegend der Datensammlung.
  • Werden Sie dennoch angerufen, sollten Sie dem Anrufer folgende Fragen stellen: "Mit wem spreche ich? Für welches Unternehmen rufen Sie an? Was ist der Grund Ihres Anrufes?" Ist der Anrufer am Telefon unbekannt, legen Sie auf. Dies ist keinesfalls unhöflich!
  • Bleiben Sie auf jeden Fall skeptisch und seien Sie so sparsam wie möglich mit der Preisgabe Ihrer Daten.

 

Web-Seminare bieten weitere Informationen
Verbraucherzentrale, Landeskriminalamt und Digitalbotschafter Rheinland-Pfalz informieren in drei Web-Seminaren über aktuelle Abzockmaschen, stellen Bei-spiele aus der Beratung vor und geben Tipps, wie man sich schützen kann.

Termine
Montag, 16. März 2020, 18 Uhr: Fake-Shops erkennen

Dienstag, 17. März 2020, 15 Uhr: Achtung, Abzocke! Untergeschobene Verträge am Telefon

Mittwoch, 18. März 2020, 11 Uhr: Drittanbieterkosten auf der Mobilfunkrechnung – Mit Werbeanzeigen auf dem Smartphone in die Abofalle tappen.

Die Web-Seminare dauern jeweils ca. eine Stunde. Die Teilnahme an den Web-Seminaren ist kostenfrei. Interessierte können sich hier anmelden. Um teilnehmen zu können, wird ein Computer mit Internetzugang und Tonausgabemöglichkeit benötigt. Ideal ist ein Headset. Weitere Informationen und den Link zum Webseminarraum schickt die Verbraucherzentrale nach Anmeldung zu.

Alle Aktivitäten rund um den Weltverbrauchertag sind hier zu finden.

VZ-RLP

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