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PROEX Inkasso und Co - VZ warnt vor betrügerischen Briefen

Pressemitteilung vom
  • Inkassoschreiben über angeblich telefonischen Vertragsabschluss für ein Gewinnspiel.
  • Die Überweisung soll stets auf ein ausländisches Konto erfolgen.
  • Ein rein telefonisch abgeschlossenere Vertrag bei Gewinnspielen reicht nicht aus, ohne schriftliche Bestätigung ist der Vertrag nicht rechtens und die Forderungen damit unberechtigt.
Warnhinweis: Obacht! Inkasso-Abzocke.
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Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt vor betrügerischen Inkassoschreiben von Absendern wie PROEX Inkasso GmbH, EXPRO Inkasso AG, PORTEX oder Plus AG. Die Masche ist immer identisch und auch die Schreiben ähneln sich optisch. Für einen angeblich telefonisch geschlossenen Vertrag beim Dienstleister TOP100 Gewinnspiele / EUROJACKPOT-49 sollen binnen sieben Tag rund 300 Euro auf ein ausländisches Konto überwiesen werden. Mal sind es 284,49 Euro, mal „nur“ 282 Euro, mal wird ein französisches, mal ein griechisches Konto genannt.

„Die Forderungen der Inkassounternehmen sind meist haltlos. Die Betroffenen haben in der Regel keinen derartigen Vertrag abgeschlossen“, so Julia Gerhards, Referentin für Verbraucherrecht der Verbraucherzentrale. Sie rät, die Forderung keinesfalls zu bezahlen. Verträge über die Teilnahme an Gewinnspielen können seit 2013 nur in Textform, also schriftlich, abgeschlossen werden – ein rein telefonischer Vertragsschluss wie er in den Inkassoschreiben behauptet wird, reicht zum Abschluss eines wirksamen Vertrages nicht aus. Die Verbraucherinnen und Verbraucher hätten mindestens eine Bestätigung in Form einer E-Mail, SMS oder eines Briefes erhalten müssen.

Mit dem Inkasso-Check der Verbraucherzentrale können Betroffene Inkassoforderungen unter www.inkasso-check.de kostenlos überprüfen. Sie erhalten eine rechtliche Einschätzung und können gleich einen Musterbrief erstellen lassen, um sich gegen unberechtigte Forderungen zu wehren.

Bei Fragen zu Inkassoforderungen können sich Betroffene auch telefonisch oder persönlich an die Beratungsstellen der Verbraucherzentrale wenden.

Hintergrund
Als angeblicher Sitz der Inkassounternehmen ist auffallend häufig die Mainzer Landstraße in Frankfurt am Main angegeben. Aber es werden auch andere Adressen und weitere Namen angeblicher Inkassounternehmen genannt, etwa SAS Pro Inkasso GmbH und FED Inkasso AG. Gemeinsam ist all diesen Inkassounternehmen, dass sie zwar behaupten, Mitglieder im BDIU, dem Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen, zu sein – aber keines ist in dessen Mitgliederliste tatsächlich zu finden. Ein weiteres wichtiges Indiz dafür, dass das Unternehmen unseriös ist.

VZ-RLP

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