Weltwassertag: Virtuelles Wasser bietet viel Sparpotenzial

Pressemitteilung vom
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1,2 Milliarden Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, daran erinnert die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz anlässlich des Weltwassertags am 22. März. In Deutschland hingegen verbraucht jede und jeder pro Tag bis zu 4.000 Liter virtuelles Wasser, Tendenz steigend. Virtuelles Wasser bezeichnet die Wassermenge, die nach einer umfassenden Bilanz insgesamt für die Erzeugung eines Produkts anfällt. "Allein für die Herstellung einer Tasse Kaffee werden vom Anbau bis zur Verarbeitung 140 Liter Wasser verbraucht", informiert Rita Rausch, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale. "Sichtbar ist diese Menge nicht, doch sie übersteigt bereits die Menge von rund 120 Litern Trinkwasser, die pro Kopf und Tag in Deutschland sichtbar verbraucht werden."

Wie viel virtuelles Wasser aufgewendet wird, hängt davon ab, wie und wo Waren, vom Auto bis zum Zucker, produziert werden. Dabei spielen bei Lebensmitteln auch die klimatischen Bedingungen eine wesentliche Rolle. "Bei exotischen Früchten aus trockenen Anbaugebieten fällt viel mehr virtuelles Wasser an als bei heimischen Früchten aus dem Freiland", bilanziert Rausch. "Auch die Fleischproduktion verschlingt große Mengen an Wasser: Neben dem Wasser zum Tränken der Tiere fließen auch viele Liter in den Anbau von Futtermitteln wie Mais, Soja und Co.."

Tipp der Verbraucherzentrale: Wer virtuelles Wasser sparen will, sollte das eigene Essverhalten unter die Lupe nehmen. Empfehlenswert sind pflanzliche Lebensmittel und insbesondere einheimisches Gemüse und Obst der Saison.

VZ-RLP

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