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Sprachbarrieren digital überwinden

Pressemitteilung vom
Übersetzungen mittels Video-Chat

Beratung mittels Video-Chat

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Wenn sich Migrantinnen und Migranten oder Geflüchtete mit ihren Anliegen an die Verbraucherzentrale wenden, kommt es wegen Sprachproblemen immer wieder zu Verständigungsschwierigkeiten. Ab sofort können alle Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz per Video-Chat eine Übersetzerin oder einen Übersetzer zur Beratung hinzu ziehen. Die technischen Voraussetzungen hierfür konnte die Verbraucherzentrale dank der finanziellen Förderung des Ministeriums für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz schaffen.

„Verbraucherschutz darf nicht an Sprachbarrieren scheitern. Sprachbarrieren digital überwinden zu können hilft sowohl Geflüchteten als auch Migrantinnen und Migranten, die schon länger in Rheinland-Pfalz leben und arbeiten. Oft geht es um schwierige rechtliche Fragen, für die Alltagssprachkenntnisse nicht genügen“, erklärt Verbraucherschutzministerin Anne Spiegel. „Das Projekt dient der Integration von Migrantinnen und Migranten und ist ein gutes Beispiel dafür, dass der Verbraucherschutz gut aufgestellt ist in Rheinland-Pfalz. Wir verbinden hier die Zuständigkeiten meines Hauses für Integration und für Verbraucherschutz hervorragend und tragen damit auch zu einer gelungenen Integration bei.“

„Mit diesen Video-Konferenzen können wir eine Lücke in unserem Beratungsangebot schließen und haben ein niedrigschwelliges Angebot für diese besonders verletzliche Verbrauchergruppe geschaffen“, so Ulrike von der Lühe, Vorstand der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. „Bei fehlenden oder noch nicht gefestigten Sprachkenntnissen ziehen wir per Live-Schaltung über einen Video-Chat einen Übersetzer zur Beratung hinzu.“ Die Kooperation mit drei Dolmetscherpools ermöglicht es der Verbraucherzentrale, schnell und unkompliziert auf ca. 20 Sprachen sowie unterschiedliche Dialekte wie z.B. Mandarin und Maghrebinisch zurückzugreifen. 

Immer wieder wenden sich Migrantinnen und Migranten und zunehmend auch Geflüchtete an die Beratungsstellen der Verbraucherzentrale, weil sie beispielsweise auf eine Abzockmasche im Internet hereingefallen sind, ein Problem mit ihrem Mobilfunkanbieter haben oder ihre Energiekostenabrechnung nicht verstehen. Die Sprachmittlerinnen und Sprachmittler leisten einen wertvollen Beitrag dazu, Unsicherheiten in der Beratung abzubauen und ein korrektes und fehlerfreies Gespräch zu garantieren. Die Beratungskräfte und die Sprachmittlerinnen und Sprachmittler sind zum einen technisch und methodisch geschult. Zum anderen wurden in einer Schulung zahlreiche Begriffe wie Abmahnung, Drittanbietersperre, Schufa, Überweisung etc. vermittelt, die in vielen Beratungen eine wichtige Rolle spielen.

Eine Terminvereinbarung für eine persönliche Beratung ist möglich über das Servicetelefon der Verbraucherzentrale unter (06131)28 48 0 oder über die Internetseite der Verbraucherzentrale.

Mehrsprachige Informationen für Migrantinnen und Migranten oder Geflüchtete bietet die Verbraucherzentrale hier.

VZ-RLP

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

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