Datenschutzbestimmungen

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Welche Daten ein Gerät oder ein Dienst am Smartphone oder Tablet tatsächlich sammelt, verraten die Datenschutzbestimmungen. Für jedes Gerät und für jede App müssen Nutzerinnen und Nutzer eigene Bestimmungen bestätigen, andernfalls ist die Nutzung zumeist nicht möglich. Eine entsprechende Abfrage erfolgt in der Regel bei der Inbetriebnahme von Geräten bzw. bei der Installation von Apps auf dem Gerät. Es ist ratsam, vor der Bestätigung immer einen Blick auf die Regelwerke zu werfen, anstatt sie ungeprüft zu bestätigen. Nicht selten überraschen die Klauseln bzw. die gewählten Voreinstellungen.

Als Beispiel hier ein Auszug aus der Datenschutzerklärung des Suchmaschinenbetreibers Google, Inc ., u.a. für die Nutzung des Smartphone-Betriebssystems Android (Stand: 27. Juli 2012):

[...] "Wenn Sie unsere Dienste nutzen oder von Google bereitgestellte Inhalte aufrufen, erfassen und speichern wir bestimmte Daten gegebenenfalls in Serverprotokollen. Diese Protokolle können Folgendes enthalten:
Einzelheiten zu der Art und Weise, wie Sie unsere Dienste genutzt haben, beispielsweise Ihre Suchanfragen.
Telefonieprotokollinformationen wie Ihre Telefonnummer, Anrufernummer, Weiterleitungsnummer, Datum und Uhrzeit von Anrufen, Dauer von Anrufen, SMS-Routing-Informationen und Art der Anrufe" [...]

Quelle: Google, Inc.

Datenschutzbestimmungen sind oft klausuliert verfasst und schwer zu verstehen. Wer die obigen Bedingungen an seinem Gerät quittiert, der muss mit Folgendem rechnen:

Das Unternehmen Google kann möglicherweise nachvollziehen, welche Dienste der Nutzer in Anspruch genommen hat, welchen Inhalt die Suchanfragen hatten, welche Telefonnummer das Gerät hat, welche Telefonnummern angerufen wurden oder darauf angerufen haben, wie lange telefoniert wurde und welche Nummern SMS-Nachrichten erhalten haben. Die Art und Weise der Gerätenutzung wird also sehr umfänglich mitgeschnitten. Wer das Sammeln seiner Daten nicht wünscht, ist gezwungen, auf das Gerät ganz zu verzichten oder es nur beschränkt einzusetzen. Nur dann kann man vermeiden, dass die Daten überhaupt gesammelt werden. Zu beachten ist auch, dass sich Datenschutzbestimmungen jederzeit ändern können. Ein einmal hohes Datenschutzniveau könnte binnen kurzer Zeit abgesenkt werden.

Datenschutzeinstellungen für die verbreitet genutzten Plattformen Apple iOS und Google Android haben wir in einem Dokument zusammengefasst. Dieses Dokument ist in der rechten Spalte als Download abrufbar.

Datenweitergabe

Persönliche Daten sind mittlerweile ein Handelsgut. Erlaubt ist der "blühende Handel" aufgrund der Einverständnisse zur Datenweitergabe. Diese werden den Nutzern im Rahmen von Datenschutzbestimmungen gewissermaßen "abgerungen". Das Ergebnis ist, dass zum Beispiel die eigene Email-Adresse oder Telefonnummer an Dritte weitergegeben werden und dann für Werbung genutzt werden kann. Gerade auf die mögliche Datenweitergabe in den Datenschutzbestimmungen sollte man also achten.

Tipps:
  • Geben Sie nur so viele Daten über sich preis wie absolut erforderlich.
  • Lesen Sie Datenschutzbestimmungen und insbesondere die Weitergabeklauseln kritisch.