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7 Haushaltstipps für den Sommer

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Frische Lebensmittel bei Hitze richtig lagern, Fruchtfliegen loswerden oder die Wohnung für den Urlaub fit machen: Wir geben praktische Haushaltstipps für den Sommer. Zu diesen und weiteren Themen gibt es jetzt auch unseren Ratgeber "Haushalt im Griff".

1. Saisonale Ware kaufen

Egal wie heiß es auch ist: Am Einkaufen führt kein Weg vorbei. Doch auch wenn die meisten Produkte im Supermarkt heute das gesamte Jahr über angeboten werden, ist der Sommer die ideale Jahreszeit, um saisonale und regionale Ware einzukaufen. Denn jetzt gibt es in Deutschland viel Obst und Gemüse zu ernten   und die sind dank kurzer Transportwege auch weit klimafreundlicher als weit gereiste oder in Kühlhäusern eingelagerte Ware.

Regionale Saisonware aus Ihrer Umgebung bekommen Sie leicht auf Wochenmärkten, in Hofläden sowie über Bio- und Regionalkisten. Unser Saisonkalender verrät, wann welches heimische Obst und Gemüse Saison hat.

2. Lebensmittel bei Hitze richtig transportieren und lagern

Vom Supermarkt zum heimischen Kühlschrank

Gerade bei hohen Außentemperaturen spielt die richtige Lagerung von Lebensmitteln eine wichtige Rolle   und die fängt schon im Supermarkt an: Legen Sie verderbliche Ware aus Kühlregalen nicht direkt zu Beginn in den Einkaufskorb. Dauert der Besuch im Supermarkt länger, können sich empfindliche Lebensmittel so weit erwärmen, dass sich ihre Haltbarkeit möglicherweise verkürzt.

Nutzen Sie im Sommer eine Kühltasche oder -box, um leicht verderbliche und tiefgefrorene Produkte nach Hause zu transportieren. Im Sommer erreichen die Temperaturen im aufgeheizten Kofferraum schnell über 50° Celsius - ein perfekter Nährboden für Bakterien. Die Folge: Die Kühlkette wird unterbrochen und Milch, Hackfleisch, Fisch und Co. können schneller verderben.

Vorratshaltung in Küche und Keller

Vom Überraschungsbesuch bis zu plötzlichen Hungerattacken: Mit den richtigen Vorräten lässt sich immer noch etwas Vernünftiges kochen. Und Zeit sparen Sie auch, wenn die wichtigsten Lebensmittel wie Kartoffeln, Nudeln, Öle, Milchprodukte und Co. immer im Haus sind. Die Bundesregierung empfiehlt, Nahrung für zehn Tage daheim zu haben. Doch damit die vorrätigen Lebensmittel länger frisch und lecker bleiben, kommt es auf die richtige Lagerung an gerade in den heißen Sommermonaten.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf den Verpackungen gibt übrigens lediglich an, bis wann der Hersteller die höchste Qualität des Lebensmittels garantiert. Wurde die original verschlossene Verpackung richtig gelagert, ist das Produkt auch nach dem "abgelaufenen MHD" zu genießen. Benutzen Sie all Ihre Sinne, indem sie das Lebensmittel ansehen, daran riechen und probieren. Ist Schimmel zu erkennen, riecht es unangenehm, schmeckt es säuerllich, oder prickelt auf der Zunge? Dann Finger weg!

Vorratslagerung im Kühlschrank

Leicht verderbliche Lebensmittel wie Milchprodukte, Fleisch, Wurst, Geflügel, Fisch und viele Obst- und Gemüsesorten gehören in den Kühlschrank. Doch der ist nicht überall gleich kalt: Die Temperatur im Kühlschrank schwankt um einige Grad Celsius. Oben ist es wärmer als unten, vorne an der Kühlschranktür wärmer als im Inneren.
In die kalten Bereiche des Kühlschranks gehören besonders verderbliche Lebensmittel wie Fleisch, Fisch und Milchprodukte. Im Sommer können Sie kälteempfindliche Lebensmittel wie Südfrüchte, Tomaten, Gurken und Kartoffeln zwar ebenfalls in den Kühlschrank legen, sollten dann aber die wärmeren Bereiche dafür nutzen. Einige Geräte haben eine spezielle Kellerzone (8 bis 12°C).
In den Kühlschrank gehören außerdem unter anderem: zubereitete Speisen, Geräuchertes, Obst und Gemüse, Feinkostsalate sowie angebrochene Packungen.

Vorratslagerung in der Tiefkühltruhe
Mit einem Vorrat im Tiefkühlschrank können Sie sich einige Einkäufe sparen und größere Packungen kaufen. Werden die Lebensmittel richtig eingefroren, schmecken sie hinterher immer noch gut. Frieren Sie nur frische Lebensmittel in guter Qualität ein und lassen Sie etwa Früchte nach dem Kauf nicht erst lange liegen. Verwenden Sie luftdichte Verpackungen, damit die Lebensmittel nicht austrocknen und Gefrierbrand entsteht. Hierfür eignen sich zum Beispiel Gefrierbeutel, bei denen sich die Luft rausstreichen lässt.

Vorratslagerung im Keller
In dunklen, kühlen Kellern halten sich Kartoffeln, Äpfel, Birnen, Karotten und Kohl länger. Das gilt insbesondere bei hohen Temperaturen in der Wohnung. Zur Aufbewahrung eignen sich Holzkisten und -regale.

3. Küchenutensilien für unterwegs

Im Sommer bleibt die Küche öfter mal kalt. Schließlich lädt die Sonne zum Picknick, Grillen oder Campen im Freien ein. Verzichten Sie dafür jedoch auf Einwegbesteck und Einweggeschirr. Die EU-Kommission möchte Einwegprodukte aus Plastik sogar verbieten. Vermeintliches "Bio"-Besteck und -Geschirr sind keine Alternativen, denn auch deren Herstellung ist aufwändig und hat keinen nennbaren Umweltvorteil.
Camping- oder Picknickgeschirr können Sie aber durchaus aus wiederverwendbarem Kunststoff kaufen. Achten Sie auf die Bezeichnungen PE oder PP, denn diese Kunststoffe kommen ohne gesundheitsgefährdende Weichmacher aus.

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4. Wäsche waschen im Sommer

Trockner oder Wäscheleine? Im Sommer keine Frage: Draußen trocknet die Wäsche innerhalb weniger Stunden, der Wind macht sie weich und sie riecht gut nach frischer Luft. Beim Waschkeller gilt im Sommer besondere Vorsicht. Denn in der warmen Jahreszeit wird die Wäsche im Keller wegen der hohen Luftfeuchtigkeit kaum trocken. Hier droht Schimmelgefahr!

Das gilt übrigens auch für das Aufhängen von Wäsche im Wohnraum. Bei mehr als 60 Prozent Luftfeuchte müssen Sie gut lüften, um Schimmelbildung zu verhindern. Die Luftfeuchtigkeit können Sie mit einem Hygrometer messen.

So werden Sie Schimmel in der Wohnung wieder los

5. Fruchtfliegen, Kleider- und Lebensmittelmotten bekämpfen

Kaum steigen die Temperaturen, sind auch wieder Fruchtfliegen und Motten unterwegs – und die können einem gehörig auf die Nerven gehen. Lebensmittelmotten können sogar für die Gesundheit bedenklich sein.

Um Ihre Wohnung frei von Insekten zu halten, eignen sich Fliegennetze vor den Fenstern, damit erst gar keine Motten ins Haus gelangen können. Kleidermotten mögen zudem Hautschuppen und Schweiß. Waschen Sie im Sommer also Winterkleidung, die Sie für längere Zeit nicht brauchen, bevor Sie sie wegräumen.

Gegen die kleinen Fruchtfliegen, welche um die Obstschale oder den Biomüll schwirren, hilft nur, ihnen die Nahrungsgrundlage zu entziehen. Verzehren Sie gekauftes Obst und Gemüse in der Sommerzeit rasch und decken Sie Ihre Obstschale mit einem Fliegenschutz oder einem Tuch aus Baumwolle ab. Waschen Sie Ihr Obst zudem erst kurz vor dem Verzehr - so werden mögliche Eier auf der Schale entfernt.

6. Fenster putzen

Wenn der Sommer kommt, soll der Sonnenschein auch in die Wohnung strahlen. Voraussetzung: saubere Fenster. Achten Sie jedoch darauf, nicht bei Sonnenschein zu putzen. Oder machen Sie die Scheibe so nass, dass das Wasser vor dem Abziehen nicht antrocknen kann. So vermeiden Sie Schlieren und Streifen.

Fenster werden mit klarem Wasser, Abzieher und einem Mikrofasertuch zum Nachpolieren wieder streifenfrei sauber. Putzmittel im Wasser führen häufig nur zu Schlieren auf der Glasscheibe.

7. Die Wohnung für den Urlaub präparieren

Nach Hause kommen und auf vergammelte Essensreste zu stoßen, ist eklig. Ein fliegenumschwirrter Mülleimer auch. Wer weg fährt, muss vorher klar Schiff machen, damit hinterher keine bösen Überraschungen warten. Sechs Tipps, um die Wohnung für den Urlaub zu präparieren:

  • Mülleimer leeren, vor allem im Bad und in der Küche. Wenn Sie Altglas in der Wohnung sammeln, sollten Sie es vor dem Urlaub wegbringen. Fruchtfliegen mögen auch Weinreste!
  • Kühlschrank ausräumen, Schränke durchsuchen: Essen Sie leicht verderbliches wie Obst und Gemüse, Brot und Eier auf – oder verschenken Sie es an Nachbarn oder Freunde. Bei längerer Abwesenheit den Kühlschrank komplett ausräumen, abstellen und die Tür leicht geöffnet lassen. Klemmen Sie einfach ein Küchentuch in die geöffnete Tür.
  • Schmutziges Geschirr abwaschen – und nicht in der Spülmaschine oder Spüle stehen lassen. Sonst trocknen die Essensreste ein und werden zur Sammelstelle von Bakterien.
  • Stand-by-Geräte abschalten: Prüfen Sie außerdem, ob alle elektrischen Geräte ausgeschaltet sind.
  • Blumensitter organisieren: Der hat es übrigens leichter, wenn möglichst viele Pflanzen nah beieinander stehen. Verschenken oder entsorgen Sie Schnittblumen, sonst verströmt modriges Wasser einen ekligen Gestank.
  • Treppenreinigung oder Laub fegen: Haben Sie solche Pflichten, müssen Sie für Ihre Urlaubszeit für Ersatz sorgen.

Das bisschen Haushalt …
Mehr praktische Tipps, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Checklisten finden Sie in unserem neuen Ratgeber „Haushalt im Griff“ von Autorin Carina Frey.