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Impfstatus im Fitnessstudio speichern lassen?

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Damit der Check-In schneller klappt, bieten einige Fitnessstudios ihren Mitgliedern an, den Impfstatus in der Mitgliedskartei zu speichern. Das hat Vorteile, birgt aber auch Risiken.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Information über Impfungen darf gespeichert werden, wenn Betroffene freiwillig zustimmen.
  • Macht ein Fitnessclub das Speichern des Impfstatus zur Voraussetzung, um dort trainieren zu können, kann man nicht von einer freiwilligen Zustimmung sprechen.
  • Achtung: Immer wenn personenbezogene Daten gespeichert werden, besteht das Risiko, dass sie missbraucht werden.
Sporttasche mit Trinkflasche und Impfausweis
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Nur wer geimpft, genesen oder getestet ist, darf derzeit in vielen Bundesländern ins Fitnessstudio, ins Kino oder in die Innengastronomie. Dafür muss bei jedem Besuch ein entsprechender Nachweis vorgezeigt werden. Gerade Dienstleister mit Stammkundschaft möchten den Check-In einfach und bequem halten. Daher bieten erste Fitnessstudios die Speicherung des persönlichen Impfstatus in ihrer Mitgliederdatenbank an.

Was auf den ersten Blick als kundenfreundliche Lösung erscheint, sollten Sie jedoch genau abwägen. Denn immer wenn Sie personenbezogene Daten preisgeben, besteht das Risiko, dass diese zweckentfremdet oder missbräuchlich genutzt werden könnten.

Impfstatus speichern – ist das erlaubt?

Die Registrierung des Impfstatus zählt zur Verarbeitung von Gesundheitsdaten. Nach der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) kann eine solche Speicherung zulässig sein, wenn Sie ausdrücklich und freiwillig eingewilligt haben. Wichtig ist hierbei, dass eine echte Wahl besteht. Verlangt das Fitnessstudio, dass Sie Ihren Impfstatus registrieren lassen müssen, um überhaupt dort trainieren zu dürfen, kann die Verarbeitung prinzipiell nicht auf eine Einwilligung gestützt werden. Können Sie hingegen selbst entscheiden, entweder Ihren Impfstatus registrieren zu lassen oder beim Einlass jedes Mal vorzuzeigen, wird die Einwilligung und mit ihr die Registrierung in der Regel zulässig sein.

Ein seriöser Anbieter wird in diesem Fall die Erteilung und Einwilligung schriftlich oder elektronisch festhalten. Sie können sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Dann muss Ihr Impfstatus wieder aus Ihrer Kartei gelöscht werden.

Mit persönlichen Daten geizen

Generell sollten Sie sparsam mit Ihren Daten umgehen. Das betrifft insbesondere die Weitergabe von sensiblen Gesundheitsdaten wie dem Impfstatus. Das Risiko von Datenmissbrauch kann nie ausgeschlossen werden, selbst wenn ein Fitnessstudiobetreiber höchste Sicherheitsstandards an die Datenverarbeitung legt und sämtliche datenschutzrechtlichen Pflichten erfüllt. Daher sollten Sie sich gut überlegen, ob die gesparte Wartezeit beim Einlass ins Fitnesstudio die Speicherung des Impfstatus auf dem Server des Anbieters oder gar in einer Cloud wert ist.

Impfnachweis ohne Datenweitergabe

Die Sichtkontrolle beim Einlass ist im Hinblick auf den Datenschutz die risikoärmere Form, den Impfnachweis zu erbringen. Dies kann über den Impfausweis oder das digitale Covid-Impfzertifikat der EU erfolgen – entweder ausgedruckt oder digital abgespeichert in der Corona-Warn-App (CWA) oder der CovPass-App. Im Vergleich zum Impfpass auf Papier bietet die digitale Lösung den praktischen Vorteil, dass andere nur Informationen über die Covid-19-Impfung erhalten, aber nicht über weitere Impfungen. Theoretisch besteht auch beim digitalen Impfnachweis die Gefahr, dass die Daten durch installierte Spionage-Apps in fremde Hände geraten. Die Daten werden aber bei CovPass und der CWA ausschließlich auf Ihrem Smartphone gespeichert und nicht an einen Cloud-Speicher oder Anbieter übermittelt.