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Was tun, wenn das Fenster zum Sanierungsfall wird?

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Marode Fenster verschwenden Heizenergie und Geld. Um das zu vermeiden, sollten Sie undichte Fenster sanieren oder austauschen. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten sollten.
Handwerker arbeitet am Fenster
Lohnt es sich, das Fenster noch zu sanieren?

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bei Fenstern kann es sich lohnen, auf moderne Energiestandards zu setzen. Das hält die Heizwärme im Haus und spart Geld.
  • Mit vier einfachen Tests können Sie selbst prüfen, ob Ihre Fenster sanierungsbedürftig sind, weil durch sie zu viel Wärme verloren geht.
  • Neue Fenster sollten gut auf die eigenen Bedürfnisse und die baulichen Gegebenheiten abgestimmt werden.
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Hält Ihr Fenster die Wärme drinnen?

Ob ein Fenster mit Blick auf die Energiebilanz des Hauses saniert werden sollte, können Sie anhand von vier kleinen Tests selbst prüfen. Wie, das verrät Ihnen unsere Bildergalerie:

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Fenster nachzurüsten.

Fenster reparieren und nachbessern – was geht?

Sie können die Fenstereinstellung korrigieren, neue Dichtungen anbringen oder das Glas austauschen lassen. Ist der Rahmen noch in Ordnung und schließt dicht, kann es sich zum Beispiel lohnen, nur die Verglasung zu erneuern. Das ist günstiger als das Fenster komplett auszutauschen und ändert nichts am Erscheinungsbild des Gebäudes. Voraussetzung ist allerdings, dass auch die Beschläge des Fensters intakt sind und der Rahmen stabil genug ist für neue Fensterflügel mit einer modernen Verglasung.

Ein Fenster mit Begriffserklärungen

 

Einen Beitrag zur Haltbarkeit von Fenstern leistet die Pflege: Prüfen und warten Sie Beschläge und Dichtungen regelmäßig. Holzrahmen müssen zudem regelmäßig behandelt und angestrichen werden.

Fenstertausch – was soll Ihr neues Fenster können?

Bevor Sie sich für ein neues Fenster entscheiden sollten Sie sich fragen, was genau Ihr neues Fenster mitbringen soll. Denn von der Wärmedämmung, dem Schallschutz, dem Hitzeschutz, über die Einbruchsicherheit bis zur Einbindung in ein Smart-Home-System kann ein Fenster vieles leisten. Auch der richtige Einbau spielt eine Rolle – deshalb sollten ihn Fachleute übernehmen.

Für die Umrüstung oder den Austausch von Fenstern gibt es verschiedene finanzielle Förderprogramme. Meist müssen Sie die Mittel beantragen, bevor Sie Handwerksbetriebe beauftragen. Deshalb sollten Sie die Konditionen früh prüfen und in Ihre Planungen einbeziehen.

Welches Material für den Fensterrahmen?

Eine wichtige Frage bei der Entscheidung für neue Fenster betrifft die Auswahl des Rahmenmaterials. Nicht zuletzt aus energetischen Gründen ist dies wichtig, denn der Rahmen macht mit bis zu 30 Prozent einen erheblichen Teil der Fensterfläche aus. Damit spielt seine Dämmwirkung für das gesamte Fenster eine große Rolle.Als übliche Materialien stehen Holz, Kunststoff, Aluminium oder auch die Materialkombination Holz-Aluminium zur Auswahl. Kunststoff- und Aluminium-Fensterrahmen bestehen dabei aus Mehrkammerprofilen, was die Dämmwirkung verbessert. Alle Rahmenmaterialien haben verschiedene Vor- und Nachteile.

In der Regel geben Holz- und Kunststoffrahmen weniger Wärme nach außen ab als Rahmen aus Metall. Bei der Auswahl spielen neben der Wärmedämmung aber auch ökologische Fragen wie die Recyclingmöglichkeiten eine Rolle. Ein weiteres Kriterium ist die Wirtschaftlichkeit, bei der die Anschaffungskosten mit der Heizkostenersparnis verglichen werden. Hinzu kommen noch Aspekte wie der Wartungsaufwand, die Langlebigkeit und die Optik der Fenster.

 

Tabelle zum Vergleich der Eigenschaften unterschiedlicher Rahmenmaterialien für Fenster

Neuer Zuschnitt, neue Einteilung, andere Öffnungsrichtung?

Wenn Sie einen Austausch planen, können Sie die Fenster auch ganz neu an Ihre praktischen Bedürfnisse und optischen Vorstellungen anpassen. So können Sie zum Beispiel die Fenster in eine andere Richtung öffnen  oder die  Größe der Fensterflügel ändern. In notwendigen Ausnahmefällen können Sie Ihre Fenster auch versetzen lassen oder deren Größe komplett ändern.Das Fenster sollte Teil der Dämmebene sein. Das bedeutet, dass es in der Dämmebene sitzen soll, es muss bei vorhandener Dämmung damit eine lückenlose Schicht bilden. Andernfalls können Probleme mit Tauwasser oder sogar Schimmel entstehen.

Grundsätzlich ist es wichtig, dass der U-Wert des Fensters schlechter ist als der der Wand. Das dient ebenfalls dazu, Tauwasser an den Wänden und damit Schimmel zu vermeiden. Es ist sowohl bei gedämmten wie auch ungedämmten Wänden  sinnvoll, sich zur Auswahl der richtigen Fenster beraten zu lassen. Da die Dämmung einer Wand meistens außen liegt, ist es entsprechend möglich, ein Fenster recht weit hin zur Außenkante einzubauen. Damit lässt sich möglicherweise der sogenannte Schießscharten-Effekt vermeiden, der allerdings nur ein rein ästhetischer Effekt bei  der Optik gedämmter Fassaden ist.

    Die Wand muss immer einen besseren U-Wert haben als das Fenster!

    Denken Sie auch an eventuelle Rollladenkästen. Sie können gedämmte Kästen neu einbauen lassen oder vorhandene, alte Kästen durch Schallschutz- beziehungsweise Wärmedämmeinlagen sinnvoll überarbeiten.

    Die Wärme soll drinnen bleiben

    Fenster sind energetische Schwachpunkte eines Hauses. Veraltete Fenster lassen deutlich mehr Wärme entweichen als eine ungedämmte Wandfläche gleicher Größe. Das gilt auch für die sogenannte Isolierverglasung aus den Jahren vor 1995. Dieser Standard, der lediglich aus zwei unbeschichteten Glasscheiben besteht, ist technisch schon lange überholt. Absoluter Mindeststandard heute sind Wärmeschutzverglasungen mit zwei Scheiben. Sie lassen  im Vergleich zu Fenstern mit so genannter Isolierverglasung nur etwas mehr als ein Drittel der Wärme entweichen. Noch einmal um fast 20 Prozent verringert wird der Verlust bei Dreifach- statt Zweifachverglasung. Zusätzlich steigt mit  einer besseren Dämmwirkung auch die Oberflächentemperatur der Innenscheibe in kälteren Jahreszeiten, was die Behaglichkeit in der Nähe des Fensters erhöht.

    Je kleiner der U(w)-Wert, desto besser!

    Tabelle Bauteile im Wärmeschutz-Vergleich
    Achten Sie bei der Auswahl neuer Fenster darauf, dass Sie immer die Uw-Werte vergleichen. Sie beziehen sich auf das gesamte Fenster.

    Der Wärmedurchgangskoeffizient, der sogenannte U-Wert, gibt an, wie viel Wärme durch ein Außenbauteil verloren geht. Je kleiner dieser Wert ist, desto geringer ist der Verlust von Raumwärme und Heizenergie. Die Einheit des U-Werts ist W/m²K, also Watt pro Quadratmeter und Kelvin.
    Beim Fenster ist der Wert des komplettenBauteils entscheidend, also von Glas und Rahmen zusammen! Er wird als U(w)-Wert bezeichnet und muss von allen Herstellern angegeben werden. Er wird aus den Einzel-U-Werten für den Rahmen, genannt U(f), und die Verglasung, genannt U(g) sowie noch weiteren Einflussgrößen berechnet. Weil der Wert für die Verglasung dabei fast immer niedriger ist als der des gesamten Fensters, findet sich in manchen Reklamen der besser anmutende  U(g)-Wert, der sich aber nur auf die Verglasung bezieht. Achten Sie daher auf den U(w)-Wert!

    Fenster mit einer üblichen Zweifach-Wärmeschutzverglasung haben einen U(w)-Wert von etwa 1,1. Solche Fenster einzubauen ist energetisch bereits besser als die gesetzliche Mindestanforderung, die das Gebäudeenergiegesetz (GEG) für den Austausch von Fenstern beschreibt. Die gesetzliche Mindestforderung stellt an dieser Stelle keine zeitgemäße energetische Maßnahme dar. Dreifach verglaste Fenster mit einem niedrigeren U-Wert von beispielsweise 0,9 W/m2K, sind ebenfalls erhältlich und erzielen aus energetischer Sicht einen noch größeren Vorteil.
    Technisch machbar sind sogar noch bessere Uw-Werte, etwa  0,5 W/m2K.  Allerdings sind solche Fensterkonstruktionen oft aufwändig, kosten sehr viel Geld und sind nicht selten mit Einbußen bei der Optik verbunden.

    Fassadendämmung mitdenken

    In einem schlecht oder gar nicht gedämmten Gebäude sind energetisch gute Fenster meistens nicht empfehlenswert. Erhält ein solches Haus zum Beispiel Fenster mit üblicher Dreifachverglasung, werden nicht die Fensterscheiben, sondern Bereiche der Außenwände in der Winterzeit zu den kältesten Innen-Oberflächen. Im Innenraum entstehende Raumluftfeuchte würde sich damit primär an den Wänden und nicht am Fenster niederschlagen. An den Wänden ist dieses Wasser aber nicht zu sehen, weil es sofort ins Material einzieht. Material, welches ohnehin schimmeln kann und zudem im feuchten Zustand anfällig dafür wird.

    Moderne Fenster sollen vieles leisten:

    Lärm aussperren

    Ist die Lärmbelastung von außen hoch, empfehlen sich Fenster mit erhöhter Schalldämmung. Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Raumart. Erhältlich sind Fenster, mit denen sich der Lärm von außen um bis zu 50 Dezibel senken lässt. Beim Einbau entscheiden nicht zuletzt dichte Fugen zwischen Fenster und Außenwand darüber, wie wirksam der Schallschutz wird. Denken Sie auch an Rollladenkästen, diese können die akustische Schwachstelle der Fassade sein, wodurch eine gute Schalldämmung des Fensters nahezu wirkungslos wäre. Rollladenkästen können auch recht gut schalldämmend ausgeführt werden. Grundsätzlich sollten Sie sich in Sachen Schallschutz fachlich beraten lassen, falls die Außenwand noch andere Öffnungen als Fenster aufweist.

    Einbrecher abwehren

    Geübte Einbrecher:innen hebeln manche Fenster in weniger als 30 Sekunden mit einem Schraubendreher auf.

    normaler RollzapfenverschlussPilzrollzapfenverschluss

    Fast immer ist es möglich, zusätzliche Sicherungen an Verriegelungen und Scharnieren nachzurüsten. Bei mehreren Fenstern sollten Sie auf gleichschließende Zylinder achten und den Schlüssel im Notfall immer greifbar haben. Einen zusätzlichen Schutz bieten einbruchhemmende Verglasungen. Deren Widerstandsklassen sind durch Buchstaben gekennzeichnet. A steht für durchwurfhemmend, B für durchbruchhemmend.  Die Glaskennzeichnungen werden mit den Widerstandsklassen kombiniert, die sich auf das gesamte Fenster beziehen, diese reichen von RC 1 bis RC 6. Mit einem Fenster der Klasse RC 2 oder sogar RC 3 wählen Sie für private Wohnungen bereits einen hohen Einbruchschutz.

    Vor Sonne und Hitze schützen

    Um sich gegen unerträgliche Sommerhitze zu schützen, ist es wichtig, die Fensterflächen von Wohnräumen nicht unsinnig groß zu gestalten. Darüber hinaus ist es meistens sinnvoll, Fenster, die nach Osten, Süden oder Westen ausgerichtetsind, mit einem außen liegenden Sonnenschutz auszustatten. Diesen gilt es an heißen, sonnenreichen Tagen zu benutzen, auch wenn das Fenster nicht direkt von der Sonne angestrahlt wird, so dass die Wärmestrahlung gar nicht erst ins Haus gelangt. Erhältlich sind dazu beispielsweise Raffstores (Lamellen), Roll- oder Fensterläden.

    Da Rollläden einen Raum in der Regel komplett verdunkeln, sind sie manchmal auch mit Nachteilen verbunden, beispielsweise weil dann  auch an Sommertagen Licht angeschaltet werden muss. Die beste Lösung für den Schutz eines Fensters vor der Sonne sind also außen liegende Jalousien und Raffstores.Oft sind außen liegende Sonnenschutz-Vorrichtungen nicht umsetzbar, oder Gebäudeeigentümer:innen ist der bauliche Aufwand dafür zu hoch. Als Bewohner:in haben Sie alternativ die Möglichkeit, einen innen liegenden Sonnenschutz zu installieren. Es gibt dabei viele Konstruktionen, die relativ leicht anzubringen sind. Innen liegender Sonnenschutz ist grundsätzlich zwar weniger wirksam als ein außen liegender, jedoch ist er bei richtiger Materialwahl und Bedienung ein spürbar kühlendes Element. Achten Sie beim innen liegenden Sonnenschutz besonders darauf, dass dieser auf der Außenseite, also zum Fenster hin, eine reflektierende Oberfläche hat. Mit dieser wirft der Sonnenschutz einen Teil der Sonneneinstrahlung wieder zurück und durchs Fenster nach draußen.

    Eine zusätzliche Option sind spezielle Sonnenschutzverglasungen, die dank bestimmter Beschichtungen oder Färbungen weniger Sonnenenergie in die Innenräume lassen. Diese können einen außen liegenden Sonnenschutz nicht ersetzen. Auch Fenster mit Sonnenschutzverglasungen werden durch einen zusätzlichen Sonnenschutz, außen oder innen liegend, im Sommer erheblich aufgewertet. Oft wird der Sonnenschutzverglasung zugeschrieben, sie führe zu einer  verringerten Wärmeeinstrahlung im Winter. Dieser Effekt ist jedoch minimal, unter anderem deshalb, weil es im Verlauf eines Wintertags im Innenraum wärmer ist als im Außenbereich. Die Wärme strömt ja eher von innen nach außen als umgekehrt.

    Eine Sonderlösung sind Sonnenschutzfolien, die Sie mit einigem handwerklichen Geschick auch selbst einbauen können. Mit diesen „verwandeln“ Sie eine Wärmeschutz- oder sogenannte Isolierverglasung in eine Sonnenschutzverglasung. Ist bereits eine Sonnenschutzverglasung eingebaut, sollte keine Folie von außen zusätzlich aufgebracht werden. Es ist, wie bei Sonnenschutzverglasungen darauf zu achten, dass die Scheibe durch die Folie keine wahrnehmbare Verfärbung erfährt. Als Orientierung kann da auch der Gesamtenergiedurchlassgrad, der so genannte g-Wert dienen. Er sollte für die Verglasung inklusive Folie in einem Bereich zwischen 0,3 und 0,4 liegen.

    Wie Sie Ihre Räume im Sommer kühl halten können, zeigen Ihnen unsere Hitzeschutztipps.

    Für frische Luft sorgen

    Regelmäßig zu lüften ist unerlässlich, um schlechte Luft oder in Ausnahmefällen sogar Schimmel  zu vermeiden. Das gilt gerade dann, wenn nach dem Einbau neuer, dichterer Fenster weniger Luft als vorher durch Ritzen und Spalten ziehen kann. Lüften Sie ausreichend und richtig. Die erste Regel dabei ist, per Stoßlüftung statt per Kipplüftung für frische Luft zu sorgen. Das heißt, dass Sie die Fenster zum Lüften komplett öffnen sollten, statt diese in Kippstellung zu bringen. Womit die Durchlüftung erhöht bzw. viel zu lange Lüftungszeiten vermieden werden, durch welche gerade im Winter wärmespeichernde Innenwände, -böden und –decken zu stark auskühlen und unnötige Energieverluste erzeugen. Wenn Sie in Ihrer Wohnung die Möglichkeit haben zusätzlich quer zu lüften, sprich Fenster an Fassaden in verschiedene Richtungen zu öffnen, sollten Sie dies unbedingt nutzen. Dies macht die notwendige Stoßlüftung noch deutlich effektiver.
    Wenn Sie mehr als jedes dritte Fenster einer Wohnung erneuern, ist ein sogenanntes Lüftungskonzept Pflicht. Es ist für eine Fachperson ohne nennenswerten Aufwand erstellbar und darf deswegen nicht viel kosten. So ein Konzept legt fest, ob zum Beispiel die Wohnungslüftung durch Luftdurchlässe oder im absoluten Extremfall sogar durch eine Lüftungsanlage unterstützt werden muss. In vielen Fällen erweist sich aber die normale Fensterlüftung als ausreichend.
    Wir haben Ihnen Empfehlungen zum richtigen Lüften zusammengestellt.

     

    Vernetzt im Smart Home

    Die Einbindung der Fenster in ein automatisiertes Zuhause, das sogenannte Smart Home, kann für noch mehr Komfort sorgen. Durch Fensterkontakte können zum Beispiel die Heizung oder ein Alarmsystem auf das Öffnen und Schließen des Fensters reagieren. Auch die Verschattung, sprich: die Steuerung des Sonnenschutzes, lässt sich automatisieren. Passend zu Ihrer Lebenssituation können Sie sich aus vielfältigen Automationslösungen Ihr individuelles Smart Home zusammenstellen.

    Tipps für den Handwerker-Auftrag und den Einbau

    Bevor Sie einen Auftrag für neue Fenster erteilen, sollten Sie mehrere vergleichbare Angebote von qualifizierten Fachfirmen einholen. Unsere Tipps helfen Ihnen bei der Handwerkersuche.

    Ein Qualitätsmerkmal ist ein Meisterbrief als Schreiner, Tischler oder Glaser der Fachrichtung Fensterbau und der Eintrag in die Handwerksrolle der örtlichen Handwerkskammer. Die Berufsbezeichnung „Fenstermonteur“ ist nicht geschützt, so dass auch Anbieter ohne spezielle Ausbildung diese führen können. Umso wichtiger ist es, dass Sie die Firmen unter die Lupe nehmen.

    Sie können die Unternehmen auch um eine Referenzliste vergleichbarer Arbeiten aus den letzten Monaten bitten. Möglicherweise liefern solche Listen aufschlussreiche Informationen für Ihr eigenes Bauvorhaben.

    Hören Sie sich auch in Ihrem privaten Umfeld nach Empfehlungen um.

    Wichtig ist, dass in den Angeboten detaillierte Angaben zur Qualität des Fensters sowie zum Einbau gemacht werden. Das betrifft etwa die Details der Fugendämmung und des Fugenabschlusses auf der Raum- sowie der Außenseite. Auch Hinweise auf erforderliche Vor- und Nacharbeiten sollten enthalten sein. Wenn Ihnen mehrere Angebote zur Fenstersanierung vorliegen, können Sie diese von unseren unabhängigen Energieberater:innen in einer unserer Beratungsstellen prüfen lassen.

    Kontrolle kann sich lohnen

    Der richtige, luftdichte Einbau eines Fensters ist wichtig, um Feuchteschäden in den Wänden zu vermeiden. 

    Wenn Sie sicher gehen wollen, beauftragen Sie eine begleitende Bauüberwachung durch unabhängige Planungs- oder Energieberatungsexpert:innen. Das können selbstständige Energieberater:innen, Ingenieur:innen als Sachverständige für Schall- und Wärmeschutz oder Architekt:innen sein. Solch eine fachliche Kontrollfunktion kostet allerdings zusätzlich Geld.

    Wer keinen Aufwand scheut und eine Fensterinstallation bis ins letzte Detail nach deren Abschluss auf Qualität prüfen möchte, kann zum Beispiel eine Kombination aus Thermografie und Luftdichtheitsprüfung ("Blower-Door-Test") einsetzen lassen. Sie bringt falsche oder fehlende Fensterabdichtungen sowie unsachgemäße Bauteilanschlüsse (zwischen Fenster und Wand) ans Licht.