Geldanlage und Altersvorsorge: So legen Sie Ihr Erspartes am besten an!

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Wer sich selbst um seine Finanzen kümmert, kann Provisionen, Gebühren und Abschlusskosten sparen und sich zwischen Chancen und Risiken die optimale Geldanlage für die eigene Situation aussuchen. Die Verbraucherzentralen geben Tipps für den Start und erklären, welche Möglichkeiten Sie haben.
Jemand zeichnet mit Kreide eine Kursentwicklung auf eine Tafel

Das Wichtigste in Kürze:

  • Wer das Management über seine Finanzen selbst in die Hand nimmt, kann eine weitaus höhere Rendite erzielen.
  • Zentrale Erfolgsfaktoren im Vermögensaufbau sind eine passende Mischung aus Rendite und Risiko, niedrige Kosten und eine breite Risikostreuung.
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Worauf muss ich achten, bevor ich der Geldanlage starte?

 Vorab sollten Sie folgende Fragen für sich klären:

  1. Wollen Sie Geld für Versicherungsschutz ausgeben? Wenn ja: Welche Risiken wollen Sie absichern?
    Man kann sich nicht gegen alles versichern – und sollte das auch gar nicht tun. Manche kleinen und mittleren Risiken sind die vergleichsweise hohen Versicherungsbeiträge nicht wert. Aber es gibt Fälle, da können Schäden in die Millionen gehen und Sie finanziell ruinieren. Wer zum Beispiel andere Menschen schwer verletzt, einen Brand in der Wohnung hat oder länger nicht arbeiten kann, wird es mit hohen Summen zu tun bekommen. Prüfen Sie also, welche Versicherungen für Sie wichtig sein könnten, und planen Sie das Geld dafür ein. In einem eigenen Beitrag haben wir Ihnen Informationen zu den wichtigsten Versicherungen zusammengestellt.
    Klar ist aber auch: Je mehr Geld Sie für Versicherungen ausgeben, desto weniger bleibt fürs Sparen übrig. Es lohnt sich also, sich die Zeit zu nehmen und die Weichen für Sie passend zu stellen.
  2. Haben Sie ausreichende Reserven für Unvorhergesehenes?
    Mal geht die Waschmaschine kaputt, mal muss unerwartet das Auto in die Werkstatt. Mit einer ausreichend hohen Reserve können Sie Kontoüberziehungen und teure Kredite vermeiden. Die berühmte Faustformel "zwei bis drei Nettoeinkommen" als Reserve ist ein guter Anfang, wird aber zum Beispiel für Selbstständige mit schwankendem Einkommen oder für Ältere mit absehbarem Pflegebedarf nicht reichen. Entscheidend ist, dass Sie sich mit Ihrer Reserve für Unvorhergesehenes wohl fühlen.
  3. Können Sie vorhandene Schulden tilgen?
    Haben Sie Schulden, sind die Zinsen darauf meist höher als die Rendite, die Sie mit Geldanlagen erzielen können. Darum ist das Zurückzahlen von Schulden meist eine extrem gute Geldanlage. Wer zum Beispiel Kredite mit bis zu 5 Prozent Schuldzinsen pro Jahr laufen hat und gleichzeitig Geld zu 0,5 Prozent Zinsen anlegt, macht Verlust. Besser ist dann, den Kredit so schnell wie möglich loszuwerden. Nutzen Sie Geld, das Sie zur Verfügung haben, dann dafür. Eine gute Möglichkeit sind Sondertilgungen, falls Ihr Kreditvertrag sie vorsieht. Bauspardarlehen können Sie jederzeit kostenfrei zurückzahlen. Konsumentenschulden können Sie ebenfalls jederzeit zurückzahlen, hier kann die Bank aber 1 Prozent der Restschuld als Vorfälligkeitsentschädigung verlangen, wenn die Restlaufzeit noch über ein Jahr ist, ansonsten sogar nur 0,5 Prozent. Bei Immobilienkrediten kann eine höhere Vorfälligkeitsentschädigung anfallen. Eine Beratung zu Krediten und Darlehen, Vorfälligkeitsentschädigungen und verwandten Themen bietet die Verbraucherzentrale in Ihrer Nähe an.
  4. Wie lange wollen Sie das Geld anlegen?
    Können Sie schon absehen, wann Sie das angelegte Geld wieder brauchen? Das hat große Auswirkungen darauf, welche Anlageformen möglich und sinnvoll sind. Wenn Sie das Ersparte in wenigen Jahren benötigen, etwa für die Ausbildung Ihrer Kinder oder für einen Immobilienkauf, kommen praktisch nur sichere Geldanlagen in Frage, etwa Tages- und Festgeld. Wer dagegen mit Anfang 30 Geld für seinen Ruhestand zurücklegt, hat ganz andere Möglichkeiten, langfristige Verträge zu schließen oder auf Anlageformen zu setzen, die kurzfristig schwanken (mehr dazu lesen Sie unten).

Wo liegen die Unterschiede bei den sicheren Geldanlagen Tages- und Festgeld?

Das sind die Merkmale von Tagesgeld:

  • Sie bekommen es bei Ihrer Bank jederzeit ohne Kündigungsfrist.
  • Soweit Sie überhaupt noch Zinsen dafür erhalten, bewegen sich diese nahezu gegen Null. Wegen der Inflation bedeutet das: Ihr Geld auf Tagesgeldkonten verliert auf Dauer an Wert.
  • Gegenüber dem Sparbuch hat Tagesgeld den Vorteil, dass Sie auch mehr als 2.000 Euro pro Monat abheben können.
  • Beim Sparbuch gilt für größere Beträge ansonsten eine Kündigungsfrist von 3 Monaten. Und bei den meisten Banken bringen Sparbücher inzwischen auch kaum noch Zinsen.

Das sind die Merkmale von Festgeld:

  • Sie vereinbaren mit der Bank eine Laufzeit von einem halben Jahr bis 5 Jahre und mehr.
  • Längere Laufzeiten bedeuten in der Regel höhere jährliche Zinsen.
  • Vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit kommen Sie aber meist an Ihr Erspartes dann nicht heran.
  • Sie können auch einen Teil der Ersparnisse als einjähriges und einen als fünfjähriges Festgeld anlegen, wenn Sie nur einen Teil des Geldes schneller zur Verfügung haben möchten.

Legen Sie Ihr Tages- und Festgeld am besten bei Anbietern an, die der gesetzlichen deutschen Einlagensicherung angehören. Das bietet auch im Pleitefall der Bank maximale Sicherheit. Eine Übersicht der teilnehmende Banken finden Sie auf der verlinkten Seite. Pro Bank sind 100.000 Euro je Person abgesichert. Dazu zählen zum Beispiel Tages- und Festgeld, Sparbücher, Sparbriefe oder Guthaben auf dem Girokonto. Weitere Informationen zur Einlagensicherung finden Sie im verlinkten Artikel.

Wie Sie die besten Zinsen für Tages- und Festgeld finden und worauf Sie beim Anbietervergleich achten sollten, lesen Sie im verlinkten Beitrag. 

Warum eignen sich ETFs besonders für langfristige Geldanlagen?

Haben Sie Geld, das Sie in den nächsten fünf Jahren sehr wahrscheinlich nicht brauchen? Dann kann es sinnvoll sein, einen Teil in Anlagen zu investieren, die höhere Erträge bringen, dafür aber auch schwankungsanfällig sind. Erste Wahl ist dabei eine breit gestreute Anlage in Aktien, wie sie mit bestimmten ETFs relativ einfach und kostengünstig umsetzbar ist.

Untersuchungen haben gezeigt: Aktien waren über lange Zeiträume die ertragreichste Geldanlage. Über 20 Jahre erzielten sie in 73 Prozent die höchsten Erträge, über 30 Jahre sogar in 93 Prozent – deutlich häufiger als Immobilien, Gold, Staatsanleihen oder Sparbücher.

Der wichtige Punkt dabei ist, bei Crashs und Krisen Ruhe zu bewahren. Verluste über Zeiträume von 20 Jahren sind bei weltweit gestreuten Aktien ziemlich unwahrscheinlich, wie auch der Rendite-Rechner der Verbraucherzentralen zeigt.

Mit dem Online-Renditerechner können Sie ein Gefühl für die Ertragschancen und Risiken unterschiedlicher Geldanlage-Aufteilungen bekommen. Wichtig dabei: Das gilt alles nur, wenn Sie bei den Aktien breit gestreut anlegen.

Keine Sorge, Sie müssen kein Börsenprofi sein. Sie müssen auch keine Börsennachrichten verfolgen. Viele Studien zeigen: Kaufen und Liegenlassen führt langfristig zu den besten Anlageergebnissen.

Auch Fondsmanager schaffen es kaum, rechtzeitig vor einem Crash auszusteigen. Und trotz aller Krisen gilt: Langfristig sind Aktien immer wieder gestiegen. So hat sich der Dax Performance Index inklusive Dividenden in den vergangenen 39 Jahren vervielfacht.

Warum sind Aktien-ETFs die erste Wahl?

Wenn Sie einen Teil in Aktien investieren wollen, haben Sie zwei Möglichkeiten: klassische Aktienfonds oder Aktien-ETFs.

Bei klassischen Aktienfonds versuchen Fondsmanager, besonders aussichtsreiche Aktien auszuwählen. Im Idealfall finden sie das "nächste Apple" oder das "nächste Nvidia" und die Kurse steigen rasant an. In der Praxis gelingt das jedoch selten. 

Viele Studien zeigen: Die Ergebnisse der Fondsmanager sind enttäuschend. Über einen Zeitraum von 15 Jahren schneiden 85 bis 90 Prozent schlechter ab als ihr Vergleichsindex. Das liegt vor allem an den hohen Kosten: für das Fondsmanagement, den Vertrieb und für Provisionen der Banken oder Vermittler. Selbst Fonds, die zeitweise gute Ergebnisse erzielten, enttäuschen in den Folgejahren regelmäßig.

Aktien-ETFs sind die bessere Wahl, weil sie geringere Kosten haben. ETF steht für Exchange Traded Fund, also börsengehandelter Fonds. Oft spricht man auch von Indexfonds. 

Mit ETFs erzielen Sie in etwa die Erträge des jeweiligen Index. Das hat klare Vorteile:

  • Sehr niedrige laufende Kosten, weil bei einem ETF kaum Managementkapazität benötigt wird.
  • Weniger Transaktionskosten, da Aktien nicht ständig gekauft und verkauft werden.
  • Keine Provisionen an Banken oder Finanzvertriebe.

Während klassische Aktienfonds oft über 2 Prozent pro Jahr kosten (inklusive versteckter Kosten), liegen die jährlichen Kosten bei ETFs häufig bei 0,2 Prozent des angelegten Geldes.

Diese laufenden Kosten sollten Sie nicht unterschätzen: 2 Prozent pro Jahr können über 20 bis 30 Jahre die Hälfte Ihres Vermögenszuwachses auffressen. Wer selbst rechnen will, findet da zu den Fonds-Kostenrechner der Verbraucherzentralen.

Wie viel günstiger sind ETFs im Vergleich zu anderen Produkten?

Für viele gängige Geldanlagen und Altersvorsorgeangebote müssen Sie das Fünf- bis Zehnfache an Entgelten bezahlen als für ETFs auf den Indexfonds MSCI World oder den FTSE All World. Der Unterschied ist nicht immer ganz einfach zu erkennen, da die Anbieter die unterschiedlichsten Bezugsgrößen für verschiedene Entgelte verwenden.

Welche typischen Kosten mit verschiedenen Geldanlage-Formen verbunden sind und wo Sie diese Informationen finden können, finden Sie hier im Vergleich:

Renten- / Lebensversicherung

  • bis zu 7,9 Prozent der Beitragssumme für Abschlussaufwendungen (einmalig)
  • bis zu 2,3 Prozent der Beitragssumme für Verwaltungsaufwendungen (jährlich)
  • sowie höchst unterschiedliche und verschiedene Kostenarten je nach Anbieter
  • zu finden in jährlicher Standmitteilung, Produktinformationsblatt

Aktien-Investmentfonds

  • 5 Prozent Ausgabeaufschlag der Sparbeiträge (einmalig)
  • 1,5 Prozent des Kapitals (jährlich)
  • sowie erhebliche Transaktionskosten bei sehr aktiver Anlagestrategie, zufallsabhängige "Perfomance-Fees"
  • zu finden in der wesentlichen Anlegerinformation

Vermögensverwaltung

  • keine einmaligen Kosten
  • ca. 1 Prozent des Kapitals, ggfs. weitere Kapitalanlagekosten (jährlich)
  • sowie zufallsabhängige "Performance-Fees", Transaktionskosten
  • zu finden im Vermögensverwaltungsvertrag

Aktien-ETFs auf MSCI All Country World oder FTSE All World

  • 0,5 Prozent Orderprovision der Sparbeiträge (einmalig)
  • 0,2 Prozent des Kapitals (jährlich)
  • sowie Transaktionskosten (in sehr geringem Umfang)
  • zu finden im Preisverzeichnis der depotführenden Bank sowie in der wesentlichen Anlegerinformation

Was ist von Einzelaktien und Fondspolicen als Geldanlage zu halten?

In einzelne Aktien zu investieren ist keine gute Idee. Einzelaktien aus nur einem oder wenigen Ländern und Branchen sind deutlich riskanter als weltweit streuende Aktienfonds.

Fondsgebundene Rentenversicherungen, auch Fondspolicen genannt, kommen in der Regel auf Grund hoher Abschluss- und laufender Kosten ebenfalls nicht in Frage. Den Kostennachteil können auch eventuelle Steuervorteile in der Regel nicht ausgleichen

Inzwischen bieten Versicherungen verstärkt Indexpolicen an. Diese haben aber mit Indexfonds nichts gemeinsam. Meist wird hier dem Anleger eine gewisse Sicherheit versprochen zusammen mit der Aussicht auf eine Beteiligung an der Wertentwicklung eines oder mehrerer Indizes, wobei es sich nicht nur um Aktienindizes handeln muss. Warum Rentenversicherungen für die Altersvorsorge wenig empfehlenswert sind, lesen Sie im verlinkten Beitrag.

Falls Sie solche Verträge bereits abgeschlossen haben, ist im Einzelfall zu prüfen, ob es sinnvoll ist, solche Verträge weiterzuführen, beitragsfrei zu stellen oder zu beenden. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie sich beraten.

Wie sicher soll Ihre Geldanlage sein?

Wenn Sie Ihr Erspartes langfristig anlegen möchten, müssen Sie entscheiden, wie Sie es am besten auf verschiedene Anlageformen verteilen. Je mehr Risiko Sie tragen, desto höher können die Erträge ausfallen. Risiko ist also nicht nur etwas Negatives. Sie sind der Preis für die Aussicht auf höhere Renditen. 

Umgekehrt bedeutet mehr Sicherheit meist geringere Erträge. Nehmen Sie sich die Zeit für diese Entscheidung. Im Folgenden finden Sie eine einfache und pragmatische Faustregel, die Ihnen bei der Einordnung helfen kann.


Angenommen, Sie haben neben Ihrer Reserve für Unvorhergesehenes ein Vermögen in Höhe von 50.000 Euro, das Sie in den nächsten zehn Jahren sehr wahrscheinlich nicht angreifen müssen. Dürfen diese 50.000 Euro durch Wertschwankungen weniger werden, wenn die Chance besteht, dass diese Verluste auf Sicht von zehn bis zwanzig Jahren wieder ausgeglichen sind und oft doch noch ein größerer Gewinn entsteht?

Mal angenommen, Sie können es tolerieren, dass aus den 50.000 Euro zwischendurch 35.000 Euro werden. Das wäre ein Rückgang um 30 Prozent.

Dann könnten Sie 60 Prozent Ihres Geldes in Aktien anlegen, also 30.000 Euro, während die restlichen 20.000 Euro ohne Wertschwankungsrisiko etwa auf ein Tagesgeld- oder ein Festgeldkonto kommen.

Warum 60 Prozent? Weil das maximale Verlustrisiko bei Aktien in der Vergangenheit bei etwa 50 Prozent lag. Der Betrag von 30.000 Euro reduzierte sich historisch im schlimmsten Fall, etwa nach einem Börsen-Crash, auf 15.000 Euro. Zusammen mit den 20.000 Euro im sicheren Festgeld hätten Sie dann auch nach dem Crash mindestens die gewünschten 35.000 Euro.


Je nachdem, welchen zwischenzeitlichen Verlust Ihres Geldes Sie maximal verkraften können und wollen, kann also folgender Anteil in Aktien in Frage kommen (bei einer Anlage in Aktien stets eine weltweite Streuung vorausgesetzt!):

maximal verkraftbarer Verlust des angelegten GeldesAnteil Ihres Geldes, der maximal in einen weltweiten Aktien-ETF angelegt werden könnte
10 Prozent20 Prozent
20 Prozent40 Prozent
30 Prozent60 Prozent
40 Prozent80 Prozent
50 Prozent und mehr100 Prozent

Wenn Sie Geld nicht auf einmal anlegen, sondern regelmäßig sparen möchten, zum Beispiel jeden Monat 100 Euro, können Sie sich an derselben Grundidee orientieren: Wenn Sie damit leben können, dass der Wert Ihrer Geldanlage zeitweise um 30 Prozent sinkt, können Sie bis zu 60 Prozent Ihrer monatlichen Sparrate in Aktienfonds anlegen.

Wichtig: Dabei handelt es sich um eine pragmatische Faustformel, die sich in der Vergangenheit bewährt hat, gerade auch in Krisen und Crashs. Eine Garantie gibt es aber nicht. Eine ausführlichere Hilfestellung zur Frage, wie viel Risiko es sein darf und wie Sie Geld mit Augenmaß anlegen, finden Sie im verlinkten Artikel.

Wie finde ich einen geeigneten ETF und was muss ich beachten?

Falls ETFs für Sie in Frage kommen, benötigen Sie ein Wertpapierdepot bei einer Bank und wählen sich dann einen oder mehrere ETFs aus. Das Wertpapierdepot können Sie sich wie eine Schublade vorstellen, in der Ihre Fondsanteile gelagert werden. Heute geschieht das natürlich in digitaler Form.

Wertpapierdepots gibt es bei Direktbanken und Neo-Brokern in der Regel ohne Kosten. Es fallen aber (meist überschaubare) Kosten beim Kauf von ETFs an, die je nach Bank unterschiedlich hoch sind. Eine Übersicht über die Konditionen finden Sie bei der Stiftung Warentest. Formulare zur Depot-Eröffnung finden Sie auf den Internetseiten der Direktbanken.

ETF Listen mit geeigneten ETFs finden Sie immer aktuell bei der Stiftung Warentest. Daneben erhalten Sie diese in persönlichen Beratungsgesprächen oder Online-Seminaren der Verbraucherzentralen. Worauf Sie beim Kauf von ETFs achten sollten, lesen Sie im verlinkten Beitrag. 

Soll ich alles auf einmal anlegen oder einen ETF-Sparplan einrichten? 

Sie können ETFs auf zwei Arten kaufen: als Einmalanlage oder über einen Sparplan

Als Einmalanlage 

Eine formale Mindestanlagesumme gibt es bei der Einmalanlage nicht.  Wegen der Kaufkosten lohnt sich eine Einmalanlage aber erst ab 1.000 Euro. Haben Sie einige Zeit später wieder Geld zur Verfügung, können Sie erneut ETFs nachkaufen. 

Beim Einmalkauf müssen Sie festlegen, über welche Börse Sie den ETF kaufen wollen. Für Einsteiger ist der Direkthandel über die Bank am einfachsten. Er ist unkompliziert, kann aber etwas teurer sein als der Kauf über eine Börse. Ihre Bank muss Sie vor dem Kauf klar über alle die anfallenden Kosten informieren. 

Als ETF-Sparplan 

Er eignet sich besonders gut, wenn Sie regelmäßig Geld zurücklegen möchten. Sparpläne gibt es meist schon bereits ab einem Euro monatlich.

ETF-Sparpläne sind in der Regel sehr günstig und flexibel:

  • Sie können die Sparrate jederzeit verändern,
  • den Sparplan pausieren und
  • den Sparplan später wieder fortsetzen. 

Um einen ETF zu kaufen, brauchen Sie die die Wertpapierkennnummer (WKN) oder die International Securities Identification Number (ISIN) des Indexfonds. Beides finden die Sie in den ETF-Tabellen, zum Beispiel bei der Stiftung Warentest

Ob Sie eine Einmalanlage wählen oder einen Sparplan, hängt davon ab, ob Sie eine größere Summe anlegen möchten oder monatlich etwa mit dem Gehaltseingang Vermögen aufbauen wollen. Sparpläne sind insgesamt meist etwas teurer als eine einzelne große Anlage, dafür müssen Sie sich aber nicht ständig um neue Anlagen kümmern. 

Falls Sie sich fragen, ob Sie mit der Anlage bei hohen Kursen warten und auf günstigere Kurse hoffen sollten: Die Verbraucherzentralen können dies nicht empfehlen, denn die Kursentwicklung lässt sich nicht vorhersagen

Wenn Ihnen das zu kompliziert erscheint: Das geht vielen so. Lassen Sie sich davon nicht entmutigen. Mit etwas Einarbeitung lohnt es sich, den Vermögensaufbau in die eigene Hand zu nehmen – nicht zuletzt wegen der deutlich geringeren Kosten. 

Wenn Sie Unterstützung möchten, können Sie sich in zahlreichen regelmäßigen Online-Seminaren der Verbraucherzentralen sowie im Ratgeber Shop informieren. Auch die Berater:innen der Verbraucherzentralen helfen gerne weiter.

Rendite ausrechnen

Aktien, Festgeld oder beides? Rechnen Sie selbst!

Unser Renditerechner zeigt, welche Auswirkungen die Verteilungen zwischen Aktien und Festgeld auf den Ertrag Ihrer Geldanlage oder Ihres Sparplans hat.

Podcast: ETF als Geldanlage und Altersvorsorge

Aktien-Indexfonds, auch Aktien-ETFs oder kurz ETFs genannt, werden häufig als ideale Anlageform und zur Altersvorsorge empfohlen: kostengünstig und renditestark. Aber was sind ETFs und wie funktionieren sie? Finanzexperte Niels Nauhauser erläutert im Gespräch mit Niklaas Haskamp die Grundlagen, Risiken und Chancen des Vermögensaufbaus mit ETFs.

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