„Ansprechbar@Matthäus“

Pressemitteilung vom
Kooperationsprojekt zur Unterstützung für Verbraucher:innen in Ludwigshafen West/Schlachthof
  • Projekt „Ansprechbar@Matthäus“ bietet niedrigschwellige Anlaufstelle für Bewohner:innen des Stadtteils
  • Modellvorhaben an der Matthäuskirche in LU-West
  • Verstärkung der diakonischen Angebote und Unterstützung bei Problemen im Verbraucheralltag
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Die Verbraucherzentrale will als Kooperationspartner niedrigschwellige Unterstützungsangebote in Form von offenen Sprechstunden und der Teilnahme an unterschiedlichsten Angeboten vor Ort gezielt die Menschen ansprechen, die aufgrund ihrer Lebensumstände, ihres geringen Einkommens oder mangels anderer sozialer Komponenten bisher nicht erreicht werden konnten. Als Anlaufstelle nimmt die Verbraucherzentrale eine vermittelnde Rolle ein, um Betroffenen mit ihren Problemen aus dem Verbraucheralltag zu helfen.

Ansprechbar@Matthäus ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Jona-Kirchengemeinde, dem Diakonischen Werk und der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz im Stadtteil West. Ziel ist es, die vielfältigen diakonischen Angebote vor Ort zu stärken und zu verstetigen und niedrigschwellig ansprechbar zu sein für die Menschen im Quartier auch über das Ende des Quartiermanagements hinaus.

„Die aufsuchende Arbeit unserer Quartiers-Mitarbeiterinnen ist ein weiterer wichtiger Baustein unseres Angebots. Ziel ist es, die Verbraucherkompetenz und das Selbsthilfepotenzial von Verbraucher:innen mit besonderem Beratungsbedarf zu ermöglichen und zu stärken, denn diese Menschen finden den Weg in unsere Beratungsstellen oft nicht“, so Heike Troue, Vorständin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. „Durch eine zielgruppengerechte Ansprache und das aktive an die Hand nehmen vor Ort können wir Unterstützung bei vielen Verbraucherfragen bieten.“ Das Vorgängerprojekt ist sehr gut angenommen worden. „Dies unterstreicht nochmals die Bedeutung von solchen Anlaufstellen, die unser Beratungsangebot sinnvoll ergänzen“, ergänzt Troue.

Dank der Förderung des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung, kann die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz mit diesem vorbildhaften Projekt Verbraucherschutz direkt dahin bringen, wo er gebraucht wird.

Die Jona-Kirchengemeinde hat sich schon vor einigen Jahren auf den Weg gemacht, über die Zukunft der Matthäuskirche nachzudenken. Da das Gemeindehaus zugunsten einer neuen Kita irgendwann nicht mehr stehen wird, hat die Gemeinde zusammen mit Interessierten das Projekt „EXPERIMATTHÄUS“ ins Leben gerufen und experimentiert seither im Kirchenraum, teilweise mit Provisorien, so dass Menschen der Gemeinde und des Stadtteils direkt in einen jetzt flexiblen Kirchenraum eingeladen werden können. Für die Gemeinde war klar, dass man im Stadtteil unbedingt präsent bleiben will. Ansprechbar@Matthäus ergänzt das diakonische Profil der Gemeinde und den Wunsch, die Bedarfe der Menschen im Stadtteil wahrzunehmen und gemeinsam mit ihnen nach guten Angeboten zu suchen. Für Begegnung braucht es Raum. Den bietet die Jona-Kirchengemeinde gerne an.

„Die Wirklichkeit verändert sich und mit ihr die Bedingungen für diakonisches Handeln. Wir richten unsere Arbeit konsequent an den Bedarfen der Menschen aus und rücken die Themen Sozialraumorientierung und gemeinwesendiakonische Arbeit noch stärker als bisher in den Fokus unseres Tuns. Wir sind überzeugt davon, dass wir den Herausforderungen der aktuellen Zeit nur im Miteinander und nicht im Nebeneinander begegnen können. Das Projekt „ansprechbar“ ist ein herausragendes Beispiel für gelebte Solidarität und Nächstenliebe“, sagt Albrecht Bähr, Landespfarrer für Diakonie zum Auftakt des Projekts.

Minister Alexander Schweitzer begrüßt das niedrigschwellige Angebot der Diakonie Pfalz, die gemeinsam mit der Verbraucherzentrale eine Anlaufstelle für Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils für Verbraucherfragen bieten und so die Bewältigungskulturen vor Ort stärken. „Menschen über ihre Rechte im Verbraucheralltag aufzuklären, ist ein wichtiger Baustein in der Armutsbekämpfung und der Armutsprävention“, betont der Minister. Nicht zuletzt die Energiekrise habe die Bedeutung von gut erreichbaren Angeboten in der Nachbarschaft gezeigt. „Wir freuen uns, dieses Angebot im Rahmen einer Landesförderung unterstützen zu können.“

VZ-RLP

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