Aus für das Verbrenner-Aus?!

Ob Geltungsbereiche, Zeitplanung oder E-Fuels als Alternative – hinsichtlich des sogenannten “Verbrenner-Aus” gibt es verschiedene Mythen und Missverständnisse. Dieser Faktencheck gibt eine kleine Hilfestellung, um derzeitige politische und wirtschaftliche Motive einzuordnen.
Das E-Auto wird mit einem Ladekabel aufgeladen.

Faktencheck Klimaschutz: Aus für das Verbrenner-Aus?!

Was stimmt wirklich – Die politischen Pläne zum Ende des Verbrenners kurz erklärt

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Hintergrund

Ab 2035 dürfen in Europa keine Pkws und Kleintransporter mehr neu zugelassen werden, die noch CO2 ausstoßen. Der immer wieder "Verbrenner-Aus" genannte Beschluss ist ein Kernelement des Brüsseler „Green Deals“ und sollte sicherstellen, dass die CO2-Emissionen im Verkehr entsprechend sinken. Demnach soll Klimaneutralität bis 2050 erreicht werden, ein Mindestreduktionsziel von 55 Prozent (vs. 1990) bis 2030 ("Fit für 55") und ein neues Zwischenziel für 2040 von 90 Prozent (vs. 1990). Hier soll der Verkehrssektor bis 2045 klimaneutral sein.
 
Dazu gibt es jetzt die Möglichkeit, bis zu 5 Prozent durch Klimazertifikate aus Drittländern zu erfüllen, so dass das neue Ziel faktisch bei 85 Prozent liegt. Außerdem wurde der Start eines CO2-Preises für Heizen und Tanken (ETS 2) auf 2028 verschoben, um die wirtschaftliche Belastung zu mindern. Beim Emissionshandel müssen Unternehmen Rechte zum Ausstoß von Treibhausgasen nachweisen. Eigentlich sollen ab 2027 auch Brennstoffe einbezogen werden. Das wird die Preise für Verbraucher:innen erhöhen, und sollte ein Weg sein, die Transformation, auch zu klimaneutraler Mobilität, zu erreichen, also die Emissionen zu vermindern.

Das noch von der Bundesregierung unter Angela Merkel am 12.12.2019 beschlossene Klimaschutzgesetz schreibt Klimaneutralität jedoch schon bis zum Jahr 2045 vor. Der Verkehrssektor überschreitet bisher alle gesteckten Emissionsziele, die Emissionen im Straßenverkehr haben innerhalb der EU von 1990 bis 2023 um 23 Prozent zugenommen.

In den Medien und in der Politik wird das “Verbrenner-Aus” jedoch immer wieder stark diskutiert. Die aktuelle Null-Emissionsregelung bis 2035 (“Verbrenner-Aus”) soll nach der derzeitigen Planung in der EU etwas aufgeweicht werden.

Die derzeit diskutierten Regelungen dazu sind komplex. Es ist fraglich, inwiefern sie wirklich Auswirkungen für die Verbraucher:innen haben. Für die Einhaltung der festgesetzten Klimaziele sind sie sicher kontraproduktiv.

Wie geht es also weiter mit dem "Verbrenner-Aus"? Was bedeutet das für Verbraucher:innen? Und passt die aktuelle Überarbeitung zu dem immer noch geltenden Ziel der Klimaneutralität?
 

Kritik und Gegenstimmen – doch kein "Verbrenner-Aus" aufgrund der alternativen E-Fuels?

Aufgrund des politischen Drucks von Deutschland blieb in der EU auch bisher noch eine Hintertür für den Verbrenner offen: auch nach 2035 sollen Autos mit Verbrennungsmotoren zugelassen werden können, sofern sie ausschließlich mit „weitestgehend“ CO2-neutralen synthetischen Kraftstoffen, sogenannten E-Fuels, betankt werden. Zusätzlich wird jetzt diskutiert, dass nicht 100 Prozent, sondern 90 Prozent der neu zugelassenen PKW’s komplett emissionsfrei sein müssen. Die anderen 10 Prozent könnten z.B. PlugIn-Hybride und sogenannte „Range-Extender“ (Fahrzeuge, die ihre Batterie mit einem Verbrennungsmotor aufladen) sein. Beides ist energetisch und für die Erreichung der Klimaziele kontraproduktiv.

Was sind E-Fuels?

  • E-Fuels sind synthetische Kraftstoffe. Sie sollen zur Erreichung der Klimaneutralität vor allem in der chemischen Industrie und in Flugzeugen zum Einsatz kommen.
  • Außerdem könnten sie herkömmliche Kraftstoffe in Verbrennungsmotoren von Diesel- bzw. Benzinfahrzeugen ersetzen.
  • Mithilfe von erneuerbarem Strom werden E-Fuels aus Wasserstoff und CO2 aus der Atmosphäre hergestellt.
  • Die Herstellung von E-Fuels ist energieaufwendig. Besonders viel Energie ist nötig, um zunächst den “grünen“, also klimaneutralen Wasserstoff herzustellen.
  • Auch die Entnahme von CO2 aus der Atmosphäre ist aufwendig und sie ist noch nicht technisch ausgereift.
  • Nur beim Einsatz von erneuerbarem Strom und CO2 aus der Atmosphäre ist die Produktion rechnerisch klimaneutral, d.h., dass bei der Verbrennung im Motor entstehende CO2 wird der Atmosphäre wieder entnommen und so „im Kreislauf“ geführt.  

Unter dem Begriff „Technologieoffenheit“ sollten auch in der sogenannten „Wachstumsinitiative“, die durch die ehemalige Ampelkoalition mit dem Bundeshaushalt 2025 beschlossen wurde, die Privilegien für diese sogenannten „Null-Emissionsfahrzeuge“ (das sind Verbrennerfahrzeuge, die einen künstlich erzeugten und rechnerisch klimaneutralen Kraftstoff verbrennen) erhöht werden, so dass sie den vollelektrischen Fahrzeugen gleichgestellt werden. Diese “Technologieoffenheit” wird auch von anderen Parteien als gewünschte Einschränkung des bereits beschlossenen Endes der Verbrennungsmotoren propagiert.

Aber: einen Schritt vor und zwei zurück ist kein Fortschritt: Letztlich macht nur die Mobilitätswende den Unterschied und damit den Fortschritt aus, den wir alle merken, und das sowohl in den Klimawirkungen als auch im Portemonnaie!

Wenn die E-Fuels vollständig klimaneutral hergestellt würden, d.h. mit Strom aus regenerativen Quellen, und das zur Herstellung benötigte CO2 aus der Atmosphäre oder aus Industrieabgasen kommen würde, ergäbe sich bei der Herstellung rein rechnerisch die Klimaneutralität.
 

Infografik, die den Energiefluss bei einem Benziner-Auto und einem Elektroauto vergleicht
Quelle: https://www.fueleconomy.gov/feg/atv.shtml

Zur Erklärung: Das Elektro-Auto fährt mit Strom, der in einem Elektromotor mit einem sehr hohen Gesamt-Wirkungsgrad von ca. 73 Prozent und mehr verbraucht wird. Der Wirkungsgrad sagt aus, wieviel der eingesetzten Energie auch wirklich in Bewegung umgesetzt wird. Bei einem Wasserstoffantrieb liegt der Wirkungsgrad bei 30 Prozent. Die E-Fuel-Verbrenner fahren mit einem synthetischen Kraftstoff, der aber in einem Verbrennungsmotor eingesetzt wurde, welcher mit einem Wirkungsgrad von 13 Prozent funktioniert. Insgesamt sind also Elektro-Autos wesentlich effizienter als alle anderen Fahrzeuge und schonen daher wichtige Ressourcen.

Hintergrundwissen

  • Nach einer Untersuchung des ICCT (International Council on Clean Transportation, deutsch etwa Internationaler Rat für sauberen Verkehr) stoßen reine Elektroautos in der Kompaktklasse, zu welcher beispielsweise der VW Golf und Ford Focus gehören, 66 bis 69 Prozent weniger Treibhausgase aus als ein vergleichbarer Verbrenner, der mit herkömmlichen Kraftstoffen betrieben wird.
  • Das ICCT rechnete dabei mit dem derzeitigen Strommix in Europa und einer Fahrzeugzulassung im Jahr 2021. Bei reinem Ökostrom, zum Beispiel über eine Photovoltaik-Anlage, wären es sogar 78 bis 81 Prozent weniger Emissionen.
  • Eine Untersuchung der Technischen Universität Eindhoven vom August 2020 kommt zu einem ähnlichen Ergebnis: 54 Prozent (Kompaktklasse) bis 82 Prozent (Luxusklasse) weniger CO2 würden aktuelle Elektroautos freisetzen. Die (noch) CO2-intensive Batterieproduktion hätten sie entsprechend nach 11.000 bis 30.000 Kilometern wieder eingeholt.
  • Wichtig: Autos, die komplett mit E-Fuels betrieben werden, stoßen etwa 50 Prozent mehr CO2 aus als reine Elektroautos. Das hat eine Studie des Thinktanks "Transport and Environment" gezeigt. Grund sind vor allem die Verluste bei der E-Fuels-Produktion, aber auch der ineffiziente Verbrennungsmotor.
     

Welchen Beitrag kann das Verbrenner-Aus für den Klimaschutz leisten?

Mit derselben Menge an Strom kommt das E-Auto 700 Kilometer weit, ein vergleichbares Verbrennungsfahrzeug mit E-Fuels nur 100 Kilometer. Und noch ein Umweltaspekt: E-Fuels-Verbrenner stoßen weiterhin ähnlich viele oder sogar mehr schädliche Abgase (wie Stickoxide) als Verbrennerfahrzeuge aus.

Beim Energiekostenvergleich wird es noch deutlicher: Pro 100 Kilometer kostet der Strom bei einem Klein-/Mittelklasse-E-Fahrzeug zur Zeit etwa 4,70 Euro, der Kraftstoff Super E10 ca. 11 Euro und der neue, geplante E-Fuel-Kraftstoff etwa 34 Euro (Stand Juni 2024, BMWK). Kleine Anmerkung: in der Pilotanlage in Chile hergestellte E-Fuels kosten derzeit etwa 50 Euro pro Liter.

Hintergrundwissen

Der Wasserstoff zur Herstellung der E-Fuels muss zunächst aufwendig und mit hohen Energieverlusten erzeugt werden. Sein Einsatz macht daher nur da Sinn, wo keine alternativen Technologien zum Erreichen der Klimaneutralität zur Verfügung stehen. Flug- und Schiffsverkehr sind solche Fälle. Beim Autofahren ist die direkte Nutzung von erneuerbarem Strom möglich und eben auch effizienter.

Die wichtigste Voraussetzung, um E-Fuels herzustellen, ist der massive Ausbau der Erneuerbaren Energien, da die Herstellung nur mit „erneuerbarem Strom“ geschehen kann, um sie als klimaneutral zu bezeichnen bzw. bei ihrer Nutzung kein zusätzliches CO2 zu erzeugen. Bereits heute übertrifft die Nachfrage für die chemische Industrie, den Flugverkehr und den Schiffsverkehr aus Deutschland die global zu erwartende Produktionsmenge für E-Fuels um das 10fache.

Für die Automobilindustrie wird es durch die wechselnden rechtlichen Bedingungen nicht leichter. Die Automobilindustrie hat die notwendigen Veränderungen bereits eingeleitet – auch, um weltweit wettbewerbsfähig zu bleiben, denn andere Länder sind den deutschen Autobauern längst voraus. Und doch gibt es viele Versuche, die Zukunft der Verbrennungsmotoren zu verlängern.

Das ist nach der Meinung von Ökonomen und Wissenschaftlern ein großer Fehler. Die Zukunft des E-Fahrzeuges ist unaufhaltsam, sie hat bereits begonnen und ist ein großer Wachstumsmarkt. Ein Festhalten an alten Technologien sendet ein falsches Signal an Verbraucher:innen. Hier braucht es Klarheit und eine gute Unterstützung der Nutzer:innen, wie viele erfolgreiche Beispiele in anderen Ländern zeigen. Und das Bewusstsein, das sich hinter Begriffen wie „Technologieoffenheit“ oder „hocheffiziente Verbrenner“ oft Rückschritte oder das Festhalten an alten Technologien verbirgt, die uns weiterhin in Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen halten. Und die verhindern, dass wir unsere gesetzlich fest gelegten Klimaziele erreichen, die im Mobilitätssektor ohnehin bei weitem überschritten werden.

Ein neuer Stern am Himmel der klimaneutralen Mobilität?

Aktuell wird immer wieder über den neuen Kraftstoff HVO 100 als klimaneutrale Alternative zu herkömmlichen Kraftstoffen berichtet.

Was ist HVO 100?

  • HVO 100 ist ein Kraftstoff, der aus pflanzlichen Rest- und Altölen und Wasserstoff hergestellt wird und der bereits heute auf dem Markt ist. Er zählt nicht zu den sogenannten e-Fuels.
  • Wasserstoff benötigt man trotzdem immer noch für die Herstellung, jedoch kein CO2 aus der Atmosphäre, denn das „steckt“ schon in den Pflanzenölen, die es wiederum aus der Atmosphäre entzogen haben.
  • HVO 100 gilt zu 90 Prozent als rechnerisch klimaneutral
  • Altes Frittierfett (wie oft berichtet) aus Deutschland wird dabei eher nicht eingesetzt. Kraftstoffe bzw. die Rohstoffe werden größtenteils importiert. Bedauerlicherweise wurde HVO häufig auch aus Palmöl hergestellt, mittlerweile ist dies in Deutschland nur noch beim Einsatz von Palmölabfällen erlaubt. Dies ist jedoch kaum kontrollierbar und führt zu massivem Missbrauch.
    Die benutzten Fette sind entgegen der häufigen Darstellung keine Abfälle, sondern bereits heute begehrte Rohstoffe, die in vielen Prozessen genutzt werden, und stehen nur in geringen Mengen zur Verfügung.
  • Eine detaillierter Faktencheck dazu findet sich hier.

Es bleibt dabei: auch mit diesem Kraftstoff fahren wir wesentlich ineffizienter als mit dem E-Auto, und für seinen Einsatz im PKW wird die Produktion in ausreichendem Mengen nicht möglich sein. Der zur Herstellung eingesetzte grüne Wasserstoff muss zudem dort eingesetzt werden, wo er am dringendsten benötigt wird, also z.B. in der Industrie.

In den nun diskutierten Änderungen auf der EU-Ebene würden es diese Kraftstoffe den Automobilkonzernen in der EU ermöglichen, weiterhin einen gewissen Anteil an Verbrenner-Fahrzeugen zu bauen. In der aktuellen Revision des sogenannten „Verbrenner-Aus“ ist vorgesehen, die Emissionsziele für das Jahr 2035 von einer 100-prozentigen Emissionsfreiheit auf 90 Prozent zu senken, und die restlichen 10 Prozent u.a. durch den Einsatz von Biokraftstoffen „zu kompensieren“. Auch das verlängert das Festhalten an einer alten und klimaschädlichen Technologie. Für Verbraucher:innen bedeutet dies aber Unklarheit, und es wird nicht deutlich darüber gesprochen, für wen dies überhaupt ein Nutzen sein könnte, sowohl was die Kosten angeht, aber auch hinsichtlich der Verfügbarkeit dieser Kraftstoffe.

Mobilitätswende und Klimaneutralität

Die eigentliche Frage ist: wie schaffen wir die Mobilitätswende – die wesentlich mehr umfasst als den Umstieg auf E-Autos. Es kann nicht das Ziel sein, jedes Verbrennerfahrzeug durch ein E-Auto zu ersetzen, sondern vielfältige Mobilitätsmöglichkeiten zu schaffen: besseren Personennahverkehr, flexible und vielfältige Mobilitätsoptionen, wie etwa Shuttlebusse in der Stadt, ein gut ausgebautes Bahn- und Busnetz – auch „auf dem Land“. Das hat auch einen sozialen Aspekt, denn ein Teil der Bevölkerung kann sich kein Auto leisten und muss trotzdem mobil sein, um z.B. arbeiten zu können.

Nur so können wir unsere Klimaziele auch im Verkehrssektor erreichen und einen klaren Weg einschlagen und verfolgen, an dem alle teilhaben könne. In anderen Ländern scheint es mehr Zustimmung für Elektrofahrzeuge zu geben: wer kürzlich in Paris, Amsterdam (Verbrennerverbote ab 2025 für bestimmte Fahrzeuge) oder Stockholm (Verbrennerverbot in Teilen der Innenstadt ab 2025) war oder sich mit der dortigen Verkehrspolitik beschäftigt, wundert sich über das plötzlich wieder aufflammende Interesse am Verbrenner durch einige deutschen Interessenverbände oder Parteien. In China hat die Zukunft der E-Fahrzeuge und der vollständige Umstieg längst begonnen. Hier lag der Anteil an E-Fahrzeugen bei den Neuwagenverkäufen nach Auskunft des VDA 2024 bereits bei 48 Prozent, in Deutschland ging er im Vergleich um 18 Prozent auf  20 Prozent verkaufte E-Neuwagen  zurück, und dabei übernehmen die Plugin-Hybride, die wesentlich klimaschädlicher sind, als es die aktuellen Berechnungen der CO2-Emissionsgrenzen berücksichtigen, noch einen großen Anteil.

In Norwegen stieg der Anteil der rein elektrischen E-Fahrzeuge an Neuwagenzulassungen 2025 auf 98 Prozent, dank einer konsequenten Förderung und zusätzlichen Abgaben auf Verbrenner-Fahrzeuge.

Die weltweite Transformation vom Verbrennungsmotor zum Elektromotor, die in Anbetracht des ehrgeizigen UN-Klimaziels nötig ist, ist in der Automobilindustrie sogar nach Auskunft des Verbands der Automobilindustrie n vollem Gange. 

Fazit

Auch wenn in der Öffentlichkeit ein anderer Eindruck entsteht: die Aufweichung der aktuellen Regelungen zur Produktion von neuen Verbrennerfahrzeugen hätte kaum Auswirkungen auf PKW-Fahrer:innen, da die synthetischen „klimaneutralen Kraftstoffe“ hauptsächlich für den Einsatz in der Industrie, dem Flugverkehr und dem Schiffverkehr benötigt werden.

Fahrzeuge, die diese Kraftstoffe nutzen können, sind also bei PKWs keine Alternative zum E-Auto. Die Fahrzeuge, die E-Fuels nutzen könnten, haben darüber hinaus wesentlich höhere Anschaffungs- und Betriebskosten und werden daher nur für wenige Menschen erschwinglich sein.

Da nur reine E-Fahrzeuge je nach Größe nach kurzer Zeit klimaneutral fahren und insgesamt weniger Schadstoffe ausstoßen, sind Verbraucher:innen gut beraten auch jetzt schon über einen Wechsel der Antriebsart nachzudenken. Verbraucher:innen können sich dadurch frühzeitig vor den Folgen der steigenden Kraftstoffkosten schützen, und bei zunehmender Umstellung durch Strom aus erneuerbaren Energien noch mehr CO2 einsparen.

Am Gebrauchtwagenmarkt steigt gerade die Chance, ein günstiges E-Fahrzeug zu erwerben, also ist es gut, sich beim Fahrzeugkauf damit auseinander zu setzen. Wichtige Überlegungen dazu sind u.a., ob die Ladung des Fahrzeugs zuhause (idealerweise in Verbindung mit einer PV-Anlage) oder am Arbeitsort erfolgen kann.

Für die weitere Zukunft sind klare politische Entscheidungen und verlässliche Förderungen wichtig für die Verbraucher:innen. Gleichzeitig können nur so die gesetzlich festgeschriebenen Klimaziele erreicht werden, denn wie das mit aktuell diskutierten Änderungen erreicht werden soll, bleibt offen.

Zum Anhören:

"SWR Aktuell Global - das Umweltmagazin - E-Mobilität im Stau: Was das Festhalten am Verbrenner-Auto bedeutet - Interview mit Bernadett Glosch, Klimaschutzexpertin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz · Podcast in der ARD Audiothek"

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