Phishing-Radar: Aktuelle Warnungen

Stand: 08. Juni 2026

Hier zeigen wir kontinuierlich aktuelle Betrugsversuche, die uns über unser Phishing-Radar erreichen.

Verdächtige E-Mails, die Sie selbst erhalten haben, können Sie an die E-Mail-Adresse phishing@verbraucherzentrale.nrw weiterleiten. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen wertet die eingehenden E-Mails aus. Auf dieser Basis informieren wir über aktuelle Betrugsmaschen. Personenbezogene Daten werden dabei anonymisiert. Bitte beachten Sie, dass wir aufgrund der zahlreichen Eingänge Ihre E-Mails nicht beantworten können.

Leiten Sie eine Phishing-Mail auch gerne an das Unternehmen weiter, dessen Identität in der Mail missbraucht wird. Bei vielen Unternehmen finden Sie eine spezielle Adresse dafür auf der Internetseite, zum Beispiel im Kontakt-Bereich.


Andere Betrugsmaschen (Quishing und Smishing)

Betrugsversuche kommen auch als SMS – dann werden sie Smishing genannt (zusammengesetzt aus SMS und Phishing). Beispiele:

Auch über falsche QR-Codes stellen Kriminelle neue Fallen. Dabei spricht man von Quishing (zusammengesetzt aus QR-Code und Phishing). Hier sind Beispiele.

Unten auf dieser Seite finden Sie Links zu weiteren Informationen, mit denen Sie generell Betrugsversuche erkennen können.

Phishing-Radar in Social Media

Unsere täglichen Warnungen finden Sie auch in der Facebook-Gruppe Phishing-Radar Verbraucherzentrale NRW, auf Mastodon (@phishing_radar@verbraucherzentrale.social) und auf Bluesky (@vznrwphishing.bsky.social).

09. Juni 2026: Angeblich Aktualisierung der Zahlungsmethode bei den Volksbanken und Raiffeisenbanken

  • Thema/Betreff: "Wichtig: Ihr Volksbank-Konto benötigt eine Aktualisierung der Zahlungsmethode“ – derzeit sind vermehrt E-Mails mit diesem Betreff im Umlauf, in denen im Namen der Volksbanken und Raiffeisenbanken behauptet wird, eine Abbuchung vom Konto sei nicht erfolgreich gewesen.
  • Als Folge wird zur Aktualisierung der hinterlegten Zahlungsdaten aufgefordert.
  • Typischerweise wird dies mit dem Hinweis auf einen weiterhin uneingeschränkten Zugang zum Online-Banking und zu allen weiteren Services der Bank verknüpft.
  • Anzeichen für Phishing: unpersönliche Anrede ("Guten Tag Kunde“), unseriöse Absenderadresse, Aussicht auf mögliche Einschränkungen, Aufforderung zur Aktualisierung von Zahlungsdaten über einen Link. 

Wir empfehlen Ihnen, solche E-Mails immer unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben und keinerlei Aufforderungen nachzugehen. Falls Sie ein Konto bei den Volksbanken und Raiffeisenbanken haben, schauen Sie in der App oder auf der echten Internetseite nach, ob es dort ähnliche Aufforderungen gibt.

5. Juni 2026: Angeblicher Steuerbescheid im Namen von ELSTER

  • Thema/Betreff: Im Namen von ELSTER wird unter dem Betreff "Ihr elektronischer Steuerbescheid für 2026 ist abrufbar" auf einen angeblich verfügbaren Einkommensteuerbescheid mit Steuerguthaben hingewiesen.
  • Zur Einsicht des Dokuments und zur angeblichen Freigabe der Überweisung auf das hinterlegte Referenzkonto soll zunächst eine Verifizierung der eigenen Daten erfolgen.
  • Als Anlass wird dabei auf eine angeblich erforderliche Verifizierung gemäß Zahlungsrichtlinie verwiesen.
  • Zudem wird darauf hingewiesen, dass ausstehende Transaktionen bei fehlender Rückmeldung storniert werden könnten.
  • Anzeichen für Phishing: unpersönliche Anrede, unseriöse Absenderadresse, Aufforderung zur Datenverifizierung, Androhung einer Stornierung sowie Link in der Mail.

Wir raten Ihnen, solche Aufforderungen zu ignorieren und Phishing-Mails unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben, um Ihre sensiblen Daten zu schützen. Falls Sie ELSTER nutzen, prüfen Sie Steuerbescheide und Mitteilungen ausschließlich über das offizielle ELSTER-Portal.

3. Juni 2026: "DKB" droht mit dauerhafter Kontosperrung 

  • Thema/Betreff: In der Nachricht wird behauptet, dass das Sicherheitssystem der Bank "Unregelmäßigkeiten" erkannt habe und deshalb der Zugang zum Konto "vorübergehend deaktiviert" wurde. Die E-Mail wird unter dem Betreff "Wichtige Sicherheitsmitteilung zu Ihrem DKB-Konto" versendet.
  • Zur Wiederherstellung des Zugangs soll die Kundschaft ihre Identität über einen bereitgestellten Link bestätigen.
  • Die Nachricht arbeitet mit einer drohenden dauerhaften Kontosperrung, um Unsicherheit und Handlungsdruck zu erzeugen. Der enthaltene Button zur „Entsperrung“ des Kontos ist ein typisches Kennzeichen von Phishing-Nachrichten, die auf die Preisgabe persönlicher Daten abzielen.
  • Anzeichen für Phishing: unpersönliche Anrede, unseriöse Absenderadresse, Druck durch Drohung mit dauerhafter Kontosperrung, Link in der Mail.

Wir raten Ihnen, Phishing-Mails zu ignorieren und unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben, um Ihre persönlichen Daten zu schützen. Falls Sie ein DKB-Konto haben, prüfen Sie über die offizielle App oder die bekannte Website, ob Sie dort ähnliche Aufforderungen finden!

2. Juni 2026: Vermeintlich fehlgeschlagenes McAfee-Abonnement

  • Thema/Betreff: "Zahlung fehlgeschlagen: Ihr Geräteschutz ist nun eingeschränkt" – im Namen von McAfee wird auf eine angeblich fehlgeschlagene Verlängerung eines Sicherheitsabonnements hingewiesen.
  • Dabei wird vor den angeblichen Folgen eines eingeschränkten Schutzes vor Schadsoftware, Phishing-Versuchen und unsicheren Downloads gewarnt.
  • Typischerweise wird die Aktualisierung des Abonnements als notwendige Maßnahme beschrieben, um den vollständigen Schutz des Geräts wiederherzustellen.
  • Anzeichen für Phishing: fehlende Anrede, unseriöse Absenderadresse, unklare Angaben zum angeblichen Abonnement, Warnung vor Sicherheitsrisiken, Aufforderung zur Aktualisierung eines Abonnements sowie Link in der Mail.

Wir raten Ihnen, solche Betrugsversuche zu ignorieren und unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben. Falls Sie McAfee nutzen, würde Ihr Programm selbst anzeigen, wenn es Probleme gäbe.

1. Juni 2026: Angeblich verpflichtende Aktualisierung des Online-Zugangs bei der Commerzbank

  • Thema/Betreff: Die E-Mail behauptet, eine "verpflichtende Aktualisierung" der PhotoTAN-App sei erforderlich. Versendet wird sie mit dem Betreff "Letzte Erinnerung vor der Sperrung Ihres Kontos", dadurch wird schon durch den Betreff Dringlichkeit suggeriert.
  • Sollte eine Aktualisierung ausbleiben, wird mit dauerhafter Sperrung wichtiger Funktionen (Überweisungen, die Nutzung von der Bankkarte oder die Verwaltung von Zahlungsempfängern) gedroht.
  • Besonders auffällig ist die kurze Fristsetzung von "24 Stunden". Solche kurzen Fristsetzungen sollen zu einer schnellen und unüberlegten Reaktion bewegen.
  • Anzeichen für Phishing: unpersönliche Anrede ("Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde"), unseriöse Absenderadresse, kurz Fristsetzung, Drohung mit Kontosperrung, Link in der Mail.

Wir empfehlen Ihnen, solche Nachrichten unbeantwortet zu lassen, in den Spam-Ordner zu verschieben und keinerlei Aufforderungen nachzugehen. Falls Sie Kundin oder Kunde der Commerzbank sind, prüfen Sie entsprechende Hinweise ausschließlich über die offizielle App oder die Internetseite.

29. Mai 2026: Vermeintliche Identitätsprüfung im Namen der AOK

  • Thema/Betreff: Unter dem Betreff "AOK: Bestätigung Ihrer Daten erforderlich" wird behauptet, der Zugang zu "Mein AOK" müsse durch eine ausstehende Identitätsprüfung bestätigt werden.
  • Zur angeblichen Verifizierung solle nach Eingabe persönlicher Daten zusätzlich eine Anmeldung über das Online-Banking erfolgen, um die Identität zu bestätigen.
  • Zudem wird mit einer Sperrung des Online-Zugangs ab dem 29.05.2026 gedroht.
  • Anzeichen für Phishing: unpersönliche Anrede, unseriöse Absenderadresse, Aufforderung zur Anmeldung per Online-Banking, Fristsetzung, Drohung mit Kontosperrung sowie Link in der Mail.

Wir empfehlen Ihnen, solche E-Mails immer unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben und keinerlei Aufforderungen nachzugehen. Falls Sie bei der AOK versichert sind, prüfen Sie entsprechende Hinweise ausschließlich über die offizielle App oder Internetseite Ihrer Krankenkasse.

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