Vorsicht bei Kreditportal Maxda: unnötige Versicherung statt Kredit

Stand:
Unnötige Versicherung statt schufafreien Kredit: Warum Sie beim Kreditportal Maxda.de vorsichtig sein sollten und worauf Sie unbedingt achten sollten.
Grafik zu untergeschobenen Versicherungen: Eine Frau schaut verärgert
Off
Icon Warnung

Wovor warnen wir?

 

Verbraucher:innen berichten, dass sie bei der Suche nach einem (schufafreien) Kredit auf dem Kreditportal Maxda.de mit dem Verkauf einer Versicherung überrumpelt werden. Am Ende standen sie ohne Kredit da, aber mit einer für sie unnötigen Versicherung.

Der Anbieter bestreitet uns gegenüber eine Masche, aber das passiert nach uns vorliegenden Berichten von Verbraucher:innen:

  1. Nachdem Verbraucher:innen ihre Daten auf dem Kreditportal maxda.de eingegeben hatten, wurden sie telefonisch von Mitarbeiter:innen des Anbieters kontaktiert. Diese hätten im Gespräch behauptet, dass ein Kreditabschluss nur mit dem Abschluss einer Versicherung möglich sei. Das waren dann etwa Kreditratenversicherungen, aber auch für einen Kreditabschluss unübliche Versicherungen wie etwa Unfallversicherungen.
  2. Die Kosten für eine solche Versicherung lagen bei etwa 30 bis 40 Euro im Monat und wurden in der Regel über eine nicht änderbare Laufzeit von 3 Jahren vereinbart.
  3. In den gemeldeten Fällen kam ein Kreditabschluss trotz Kaufs einer Versicherung jedoch nicht zustande.
  4. Betroffene berichteten auch, dass es schwer sei, sich beim Anbieter zu beschweren: Maxda und die als Versicherungsvermittler auftretende Veritas würden Verbraucher:innen regelmäßig abwimmeln und auf dem gültigen Vertragsabschluss für die Versicherung beharren.

Manche Verbraucher:innen bemerkten den Versicherungsabschluss erst, wenn erste Abbuchungen vom Konto erfolgten, auch weil sie zugesandte Papiere ignorierten, da es ja keinen Kreditabschluss gab. Die Widerrufsfrist für die – meist ungewollte – Versicherung war dann oft schon verstrichen.

 

Icon Was tun?

Was können Sie tun?

 

Um den Abschluss einer ungewollten Versicherung zu vermeiden oder ungewollte Folgen abzuwenden, können folgende Tipps helfen:

  • Achten Sie als Kreditsuchende auf die Bedingungen, die Ihnen für einen Kredit gestellt werden. Beachten Sie dabei, dass der Abschluss einer Versicherung mit zusätzlichen Kosten verbunden ist.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht zum Vertragsschluss einer Versicherung überreden. Bestätigen Sie am Telefon keine derartigen Abschlüsse, und bestehen Sie stets darauf, erst schriftliche Unterlagen einsehen zu wollen.
  • Achten Sie nach derartigen Telefonaten auf Ihren Posteingang und schauen Sie sich eingehende Unterlagen für einen Vertragsabschluss genau an.
  • Wenn Sie bereits einen Vertrag abgeschlossen haben, oder dies behauptet wird, nutzen Sie Ihr 2-wöchiges Widerrufsrecht. Wenden Sie sich dazu am besten direkt an den Versicherer. Die Frist für den Widerruf beginnt mit der Belehrung über dieses Recht. Verzichten Sie im Gespräch nicht auf dieses Widerrufsrecht.
  • Wenn Sie tatsächlich eine Restschuldversicherung (oder eine andere angebotene Versicherung) vereinbaren möchten, schließen Sie diese erst nach dem gewünschten Kreditabschluss ab.
  • Sollte es dennoch Probleme geben, können Sie sich an eine Verbraucherzentrale wenden. Die Berater:innen prüfen, ob Sie einen rechtswirksamen Vertrag abgeschlossen haben und ob Sie den Vertrag noch widerrufen können. Da Sie hierfür nur 2 Wochen Zeit haben, sollten Sie hier keine Zeit verlieren./li>
Icon Informationen

Weitere Informationen und Wissenswertes

       

      Beschwerdepostfach-Banner

      Ihre Erfahrungen sind wichtig!

      Für die Marktbeobachtung aus Verbrauchersicht können Ihre Erfahrungen sehr wertvoll sein: Schildern Sie uns Ihre Schwierigkeiten mit Unternehmen, Anbietern oder Produkten.

      Nutzen Sie unser kostenloses Beschwerdeformular >>


      Fußball-Feier: Deutsche Fußball-Fans beim Public Viewing

      Vorsicht vor Fakeshops mit Produkten um die Fußball-EM

      Auffällig günstige und sofort verfügbare Trikots und Grills: Vor der Fußball-EM in Deutschland fallen im Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen Shops auf, die nun besonders häufig von Verbraucher:innen gemeldet werden.
      Eine Frau blickt auf eine digitale Anzeige.

      Ihre Daten bei Facebook und Instagram für KI: So widersprechen Sie

      Facebook und Instagram informieren über Änderungen ihrer Richtlinien. Was Sie dort posten soll als Trainingsmaterial für Metas KI-Generatoren verwendet werden. Möchten Sie das nicht, können Sie widersprechen. Die Verbraucherzentrale NRW hat Meta deshalb abgemahnt.
      Ein Gesundheitsgerät neben dem Wort Aufruf in einem Ausrufezeichen.

      Healy: Keine wissenschaftliche Evidenz für Gesundheitsversprechen

      Bei den Verbraucherzentralen haben sich in den letzten Monaten die Beschwerden über das Produkt "Healy" gehäuft, weil selbstständige Verkäufer:innen behaupten, das Produkt würde etwa bei Multipler Sklerose, Depressionen, ADHS oder Hauterkrankungen helfen. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil dazu.