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Digitale Lernplattform für Smart Surfer

Pressemitteilung vom
  • Mit ihren Lernangeboten für Smart Surfer legt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz seit zehn Jahren gemeinsam mit Kooperationspartnern einen Grundstock für eine digitale Teilhabe im Alltag.
  • In diesem Jahr wurde die neue E-Learning-Plattform www.smart-surfer.net entwickelt, die heute an den Start geht.
  • Ein neues Modul zur digitalen Nachhaltigkeit wird Ende des Jahres hinzukommen.
Eine Illustration mit drei Personen am Computer vor einem Fenster.
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Durch die Coronapandemie sind viele Bereiche unseres Lebens digitaler geworden: Die Kommunikation mit Familienmitgliedern, das Arbeiten aus dem Homeoffice, selbst der Theater- oder Museumsbesuch fand digital statt. Nur wer über das erforderliche Wissen und die notwendigen Fähigkeiten verfügt, kann mit der digitalen Welt und den gesellschaftlichen Entwicklungen Schritt halten. Das medienpädagogische Bildungskonzept Smart Surfer der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz leistet hier seit zehn Jahren wertvolle Hilfestellung. Ab sofort sind die Lerninhalte zusätzlich auf einer interaktiven Lernplattform unter www.smart-surfer.net verfügbar. Gemeinsam mit Kooperationspartnern und gefördert von mehreren Bundesländern stellt die Verbraucherzentrale in neun Modulen Informationen bereit, die Menschen das notwendige Wissen vermitteln. Bis Ende des Jahres wird das Angebot um ein Modul zur digitalen Nachhaltigkeit ergänzt.

„Smart Surfer wünschen sich gute, fundierte Informationen. Sie sind zwar in der analogen Welt aufgewachsen, eignen sich erforderliches Internet-Wissen aber nach und nach an und das gerne auch auf neuen Wegen. E-Learning kann es ermöglichen, Neues zu lernen, und zwar selbstständig, ortsunabhängig und mit Spaß dabei“, so Ulrike von der Lühe, Vorstand der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

„Das Internet ist für uns selbstverständlich geworden. Es gibt dort aber auch Gefahren, wie Abzocke bei Verträgen oder die unerwünschte Weitergabe persönlicher Daten. Seit 10 Jahren unterstützt das Projekt ältere Menschen dabei, sicher im Internet unterwegs zu sein. Smart Surfer bietet darüber hinaus interessante Informationen wie beispielsweise ein neues Modul zur digitalen Nachhaltigkeit auf der Lernplattform. Diese Lernangebote stehen dafür, was der Smart Surfer erreichen möchte: gute Entscheidungen auf der Basis guter Informationen treffen zu können. Ich sehe Smart Surfer als eine 10-jährige Erfolgsgeschichte an und das auch noch in länderübergreifender Zusammenarbeit", so Verbraucherschutzstaatssekretär David Profit aus dem rheinland-pfälzischen Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration.

Neue Lernplattform

Auf der neuen Lernplattform können sich Interessierte über die Smart Surfer-Themen wie Einkaufen, Unterhaltung, Kommunikation oder Datenschutz im Netz informieren. Außerdem bietet die Plattform erstmalig die Möglichkeit, die Inhalte des Moduls „Einkaufen im Netz“ interaktiv als E-Learning-Einheit kennenzulernen.

In gut 20 Minuten klicken sich Nutzer:innen durch die Einheit “Einkaufen im Netz“ und lernen, wie ein sicherer Shop aussieht, auf welche Zertifikate sie sich verlassen können, welche Zahlungsmethoden empfehlenswert sind und vieles mehr. Auf diese Art kann Neues leicht erlernt werden und Lernen Spaß machen. Wer will, kann danach das nächste Browser-Fenster öffnen und das neue Wissen gleich beim Online-Shoppen in der Praxis anwenden.

Die Plattform ist weitestgehend barrierefrei. Sie ist intuitiv nutzbar, leicht navigierbar, kontrastreich gestaltet und auch gut auf mobilen Endgeräten nutzbar.  

Hintergrund

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat das Angebot Smart Surfer für die Generation 50 plus entwickelt. Es setzt sich aus drei Kernelementen zusammen:

  • Gebündeltes Hintergrundwissen

Neun Modulhefte bilden ein ausführliches Nachschlagewerk von über 400 Seiten für alle, die sich zu Digitalthemen weiterbilden möchten.

  • Wachsendes Kursangebot

Multiplikator:innen nutzen die Modulhefte in Kursen und Fortbildungsangeboten, um Menschen dabei zu unterstützen, sich sicher im Netz zu bewegen. Das Netzwerk wird fortlaufend ausgebaut und gepflegt.

  • Hilfe beim Lehren

Multiplikator:innen können auf ein umfangreiches Lehrmaterial zurückgreifen, das die Verbraucherzentrale 2021 gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern erstellt hat. Mithilfe von Präsentationsvorlagen und methodisch-didaktischen Plänen zu allen bisherigen Modulen können Lehrkräfte ihre eigenen Workshops konzipieren.

Fünf fördernde Bundesländer, viele Kooperationspartner:innen

Gefördert wird das Projekt aktuell von fünf Bundesländern: Größter Fördermittelgeber mit 40.225 Euro ist das rheinland-pfälzische Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration. Der Berliner Senat sowie die Verbraucherschutzministerien Brandenburg und Schleswig-Holstein beteiligen sich jeweils mit 10.000 Euro, Baden-Württemberg mit 5.000 Euro.

Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz fördert den Druck der Modulhefte mit 20.000 Euro.

In der Vergangenheit förderten auch die Bundesländer Bayern, Nordrhein-Westphalen, Hessen und die Medienanstalt Baden-Württemberg Smart Surfer.

An der Erarbeitung der Inhalte waren die Clearingstelle Medienkompetenz der Katholischen Hochschule Mainz, der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz, die Medienanstalt Rheinland-Pfalz und das Medienkompetenzzentrum Südwest beteiligt. Dieser länderübergreifende und interdisziplinäre Austausch macht das Projekt bundesweit einmalig.

Blick in die Zukunft

Die Inhalte und Lehrmaterialien werden weiter ausgebaut. Die Länder Berlin und Brandenburg starteten in diesem Jahr eigene Smart Surfer Projekte mit dem Ziel, die Inhalte weiteren Zielgruppen wie Menschen mit Behinderung und Migrationsgeschichte zugänglich zu machen.

Die digitale Plattform wird bis Ende 2021 um zwei weitere E-Learning-Einheiten ergänzt und soll 2022 auch technisch erweitert werden. Weitere Themen wie Gesundheit, Vorsorge und Verwaltung werden hinzukommen.

VZ-RLP

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