Von Datenschnüfflern bis Identitätsklau

Pressemitteilung vom
Verbraucherzentrale sensibilisiert Schüler:innen in Workshops
  • Ein souveräner Umgang mit Smartphone und Internet ist für Kinder und Jugendliche heute so wichtig wie lesen und schreiben.
  • Seit 2008 hat die Verbraucherzentrale rund 2.000 Workshops in Schulklassen aller Klassenstufen durchgeführt, um wichtiges Rüstzeug zu vermitteln und für Risiken zu sensibilisieren.
  • Rund 100.000 Schüler:innen haben an diesen Workshops teilgenommen.
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Smartphone und Internet gehören ganz selbstverständlich zur Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Soziale Netzwerke, Messenger-Dienste und Internetspiele sind aus ihrer Lebenswelt nicht wegzudenken. Umso wichtiger ist es, dass sie sich souverän im Netz bewegen und sicher mit dem Smartphone umgehen können.

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz sensibilisiert Schüler:innen aller Altersgruppen und Schularten in Workshops spielerisch und zielgruppengerecht für mögliche Tücken und gibt ihnen wichtiges Rüstzeug für mehr Sicherheit auf den Weg. „Fast 2.000 Workshops hat die Verbraucherzentrale seit 2008 durchgeführt und rund 100.000 Schülerinnen und Schüler aller Schularten altersgerecht geschult“, so Ulrike von der Lühe, Vorstand der Verbraucherzentrale.

Ein solcher Workshop fand heute auch in einer 5. Klasse der Realschule plus in Mainz-Lerchenberg statt. Mit verschiedenen Methoden vermittelte Medienpädagoge Jürgen Schuh den Kindern interaktiv und spielerisch, was passieren kann, wenn persönliche Daten gestohlen werden. Zudem demonstrierte er anschaulich und praxisorientiert, welch empfindliche Folgen selbst unbeabsichtigte Verstöße gegen Urheber- und Persönlichkeitsrechte haben können. Gemeinsam mit den Kindern erarbeitete er Tipps, wie sie Gefahren umgehen und Risiken vorbeugen können.

„Die Workshops der Verbraucherzentrale zur Förderung der Medienbildung und der Medienkompetenz sind seit dem Schuljahr 2018/19 fester Bestandteil des Präventionskonzeptes unserer Schule. Sie werden jährlich in der Orientierungsstufe durchgeführt“, so der stellvertretende Schulleiter der Realschule plus Mainz-Lerchenberg Matthias Schäfer. „Parallel zu den Workshops findet immer ein Elternabend statt“, ergänzt Lehrerin Silvia Casado. „Dieser soll die Eltern bei ihrer Aufgabe unterstützen, ihr Kind in seiner Auseinandersetzung und Nutzung von Medien sinnvoll zu fördern, es zu begleiten und somit schützen zu können.“

Möglich sind die Workshops für Schulklassen dank der kontinuierlichen finanziellen Förderung durch das rheinland-pfälzische Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration. Als Verbraucherschutzministerium förderte es im vergangenen Jahr 143 Workshops zur Verbraucherbildung von Schülerinnen und Schülern mit einem Gesamtbetrag von 44.130 Euro.
 
Bis Ende des Jahres kann die Verbraucherzentrale im Rahmen der Fördermittel weitere Workshops zu den Themen „Nachhaltige Mode“ und „Wohin mit dem alten Handy“ anbieten. „Ich freue mich, dass wir seit kurzem in den Workshops unser Augenmerk verstärkt auf das Thema Nachhaltigkeit richten können. Hier sind Unterrichtseinheiten zu nachhaltigen Textilien und zur Reparierbarkeit von Smartphones und Co der erste Auftakt. Weitere Themen werden folgen“, sagte Ulrike von der Lühe, Vorstand der Verbraucherzentrale.

Die Workshops zu den digitalen Themen sind aufgrund der hohen Nachfrage für 2022 bereits ausgebucht. Schulen, die einen Workshop zum Thema Nachhaltigkeit buchen möchten, können unter (06131)28 48 28, E-Mail telekommunikation@vz-rlp.de einen Termin vereinbaren.

Service für Schulen

Für Lehrkräfte stellt die Verbraucherzentrale unter www.verbraucherzentrale-rlp.de/bildung-rlp auch Unterrichtsmaterial zu folgenden Themen zur Verfügung:

  • Medien sicher nutzen
  • Spaß im Netz? Aber sicher!
  • Online-Spiele und Online-Werbung
  • Kostenfalle Smartphone und Apps
  • Urheber- und Bildrechte
  • Social Communitys


VZ-RLP

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