Freiwillige Angaben

Stand:
Off

Die Erstellung von Profilen nützt Unternehmen, die die gesammelten Informationen wirtschaftlich verwerten können. Mit den gewonnenen Details zu Konsumgewohnheiten und zur Lebensführung kann zum Beispiel Werbung besser auf die persönlichen Bedürfnisse und Lebensumstände zugeschnitten werden. An vielen Stellen im Netz wird man direkt zu persönlichen Verhältnissen und Vorlieben befragt – sei es bei der Anmeldung für einen Dienst oder im Rahmen von Meinungsumfragen oder Marktforschung.

Auch beim Online-Shopping werden Verbraucherinnen und Verbraucher oftmals nicht nur nach einer Postanschrift gefragt, sondern zum Beispiel auch nach dem Geburtsdatum, nach einer Telefonnummer, nach dem Einkommen oder nach anstehenden Anschaffungen wie einem Computer oder PKW. Auf dem Bildschirm ist dabei meist kaum zu erkennen, dass solche Angaben völlig freiwillig sind. Die Bestellung kann in aller Regel auch ohne die Eingabe solch sensibler Informationen durchgeführt werden. Nur ein kleines Sternchen-Symbol am Rand eines Eingabefeldes weist auf eine Fußnote hin, die bestimmte Angaben als nicht verpflichtend kennzeichnet.

Gewinnspiele im Netz dienen vor allem dazu, Informationen über Verbraucherinnen und Verbraucher zu erhalten. Beim Ausfüllen der entsprechenden Eingabemasken wird man aufgefordert, Fragen zum Einkaufsverhalten zu beantworten oder das Einverständnis für Werbung zu erteilen. Auch diese Eingaben sind meist freiwillig, was auf den ersten Blick nicht so erscheinen mag.