Zuschüsse fürs Eigenheim: So finden Sie das richtige Förderprogramm

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Wer bei der Haussanierung auf Energiesparen setzt, kann dafür Zuschüsse bekommen. Für Sie sind Energiesparen und erneuerbare Energien wie Photovoltaik, Solarthermie und Umweltwärme mit einer Wärmepumpe beim Heizen ein Thema? Dann informieren Sie sich, welche Fördermittel es für Sie gibt.
Paar umarmt sich vor Haus mit Gerüst

Das Wichtigste in Kürze:

  • Für energieeffiziente Neubauten können Sie einen Förderantrag bei der KfW stellen.
  • Allerdings nur für ein "Effizienzhaus 40, Nachhaltigkeits-Klasse (EH/EG40). Damit fördert die KfW bis Ende 2022 Neubauten nur noch in Kombination mit dem Qualitätssiegel für nachhaltiges Bauen (QNG).
  • Für viele Maßnahmen an Ihrem bestehenden Wohnhaus gibt es Förderungen: von der neuen Heizung im Keller, über einbruchsichere Fenster sowie den barrierefreien Hauseingang bis zur Nutzung erneuerbarer Energien.
  • Sie können auch mehrere Programme kombinieren, um die öffentlichen Fördermittel bestmöglich auszunutzen.
  • Online helfen Ihnen verschiedene Datenbanken, um nach den passenden staatlichen Förderprogrammen zu suchen.
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Was wird gefördert?

Private Eigenheimbesitzer:innen finden eine Vielzahl von Förderprogrammen bei Bund, Land und kommunalen Trägern zu folgenden Themen:

  • Sanierung zum Effizienzhaus
  • Wärmedämmung von Dach, Wand und Geschoss-/Kellerdecke, Fenster und Außentüren
  • Energieeffizienter Neubau
  • Reduzierung von Barrieren, Einbruchschutz
  • Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung
  • Lüftungsanlagen
  • Austausch von Heizungen (Holzpelletheizungen, Wärmepumpen, thermische Solaranlagen, Brennstoffzellenheizungen, KWK-Anlagen) und Heizungsoptimierung
  • Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung und Netzdienlichkeit
  • Baubegleitung durch Energieeffizienz-Expertinnen und Experten
  • Energieberatung.

Wo finde ich Informationen zur steuerlichen Förderung?

Energetische Sanierungsmaßnahmen sind seit 2020 auch über eine neue Steuerermäßigung in Gestalt eines Steuerbonus durch eine Änderung des Einkommensteuergesetzes möglich. Gefördert werden Maßnahmen an selbstgenutzten Wohneigentum, wenn das Gebäude mindestens 10 Jahre alt ist.

Steuerlich berücksichtigt werden nur Sanierungsmaßnahmen, die von einem Fachunternehmen ausgeführt werden und die die Anforderungen aus der Energetische Sanierungsmaßnahmen-Verordnung (ESanMV) erfüllen. Die Maßnahmen müssen die technischen Mindestanforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) übersteigen - wie bei den Förderprogrammen von KfW und BAFA.

Wenn dies alles zutrifft, können Sie 20 Prozent und maximal 40.000 Euro innerhalb von drei Jahren in der Steuererklärung angeben. Eine Beantragung beim Finanzamt vor Beginn der Sanierungsmaßnahme ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen zur steuerlichen Förderung finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie:

  1. Faktenblatt (PDF, 506 KB)
  2. Das amtliche Muster für die Bescheinigung der Sanierungsmaßnahmen
  3. Einkommensteuergesetz (EStG) § 35c

Wie finde ich das richtige Förderprogramm?

Wenn Sie sich eine Übersicht verschaffen wollen, welche Fördermittel es für Ihr Sanierungsanliegen gibt, können Sie verschiedene Fördermitteldatenbanken durchsuchen. Eine gute Übersicht bietet der untere Förder.Navi von NRW.Energy4Climate – insbesondere für Nordrhein-Westfalen. Das Tool ermöglicht die Auswahl nach Förderthema, Förderart und Fördergeber. Probieren Sie es hier aus und klicken Sie sich bis zur Detailansicht von einzelnen Förderprogrammen durch.

Förder.Navi laden: Erst wenn Sie auf „Inhalt anzeigen“ klicken, wird eine Verbindung zu NRW.Energy4Climate hergestellt und Daten werden dorthin übermittelt. Hier finden Sie deren Hinweise zur Datenverarbeitung.

Eine weitere Förderdatenbank bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Die Datenbank enthält ausschließlich Förderprogramme vom Bund und teilweise von den Bundesländern. Zusätzlich gibt es aber vielerorts weitere lokale Förderungen von Kommunen, Kreisen oder Energieversorgern. Informieren Sie sich vor Ort, beispielsweise im Rathaus oder bei unserer Beratung.

Fördergelder beantragen

Die Antragstellung läuft je nach Förderprogramm unterschiedlich ab. Bundesweite Fördermittel erhalten Sie über die KfW-Bank und das BAFA.

  • Lassen Sie sich am besten vor der Planung beraten. Die Verbraucherzentrale bietet eine Energieberatung und Beratung zur Immobilienfinanzierung an.
  • Anträge müssen vor Maßnahmenbeginn gestellt werden.
  • Bei Maßnahmen an der Gebäudehülle wie zum Beispiel Dämm-Maßnahmen und Fensteraustausch ist im Rahmen der Bundesförderung die Einbeziehung von Energie-Effizienz-Expert:innen erforderlich.
  • Es besteht kein Rechtsanspruch auf Förderung. Ist beispielsweise der Etat eines Programms ausgeschöpft, können keine Gelder mehr ausgezahlt werden.

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Die Förderprogramme des Bundes, die über die KfW und das BAFA abgewickelt werden, werden neu strukturiert. Dadurch ergeben sich Änderungen in den technischen Mindestanforderungen, den Rahmenbedingungen und bei den Zuständigkeiten. Seit Januar 2021 wird die BEG schrittweise umgesetzt, und sie wurde am 27. Juli 2022 in großen Teilen angepasst.

KfW-Bankengruppe

Bei der KfW gibt es unterschiedliche Möglichkeiten eine Förderung zu erhalten, es gibt zinsgünstige Kredite und Kredite mit zusätzlichem Tilgungszuschuss.

Wichtig ist, dass die Neuausrichtung der Neubauförderung in drei Stufen erfolgen soll.
  1. Im ersten Schritt gilt die Übergangslösung bis zum Ende des Jahres 2022. Das dafür bereitgestellte Budget von 1 Milliarde Euro war allerdings am 20. April 2022 schon aufgebraucht. Bereits bewilligte Anträge werden noch ausgezahlt, neue Anträge dagegen nicht mehr entgegengenommen.
  2. Ab dem 21. April 2022 startet damit sofort die zweite Stufe der Neubauförderung mit dem Programm "Effizienzhaus 40 Nachhaltigkeits-Klasse (EH 40 NH)".
    Damit ist eine Neubauförderung nur noch in Kombination mit dem Qualitätssiegel für nachhaltiges Bauen (QNG) möglich. Dieses Programm soll bis zum 31. Dezember 2022 gelten.
    Weitere Informationen zur Neuförderung und der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BE) finden Sie auf dieser Website.
  3. Als dritter und finaler Schritt gilt ab Januar 2023 ein umfassendes Programms mit dem Titel "Klimafreundliches Bauen". Im Fokus stehen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Die genauen Einzelheiten sind noch nicht bekannt.

BAFA - Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Beim BAFA können Sie Zuschüsse für einzelne Sanierungsmaßnahmen beantragen. Seit Januar 2021 nicht nur für Heizungsanlagen, sondern auch für Dämm-Maßnahmen und den Fensteraustausch. 

Förderungen kompakt – Infoblätter

Wenn Sie schon wissen, ob eine steuerliche Anrechnung Ihrer Sanierungsmaßnahmen oder ein Förderprogramm in Frage kommt: Die wichtigsten Infos zur steuerlichen Förderung sowie zu vielen Krediten und Zuschüssen finden Sie hier als Infoblätter zum Download.

Steuerliche Anrechnung

Steuerliche Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen (PDF)

KfW-Bankengruppe

Die Bundesregierung fördert über die KfW Maßnahmen zur energetischen Sanierung, zum altersgerechten Umbau und zum Einbruchschutz von Gebäuden. Gefördert werden zudem Brennstoffzellen und Photovoltaik-Anlagen durch zinsgünstige Kredite, zum Teil mit Tilgungszuschüssen oder reinen Zuschüssen. Hier finden Sie hilfreiche Links der KfW zu den einzelnen Produkten.

    KfW-Produkt 261 Kredit mit Tilgungszuschuss

   Altersgerecht Umbauen (PDF)

    KfW-Produkt 159 Kredit

    455-B Zuschuss

    455-E Zuschuss

Achtung: Da die zur Verfügung stehenden Fördermittel bereits ausgeschöpft sind, ist es momentan nicht möglich, einen Antrag zur Förderung von Einbruchschutzmaßnahmen und Barrierereduzierung zu stellen.

    KfW-Produkt 270 Kredit

Achtung: Da die zur Verfügung stehenden Fördermittel bereits ausgeschöpft sind, ist es momentan nicht möglich, einen Antrag zur Förderung einer Ladestation zu stellen.

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Die Bundesregierung fördert über das BAFA Einzelmaßnahmen durch einen Zuschuss. Gefördert werden der Austausch und die Optimierung von Heizungsanlagen, Baubegleitung, Energieberatung und ab dem 1. Januar 2021 auch Einzelmaßnamen wie Wärmedämmung, Fenster und Lüftungstechnik