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Fondsgebühren - 4 Tipps, mit denen Sie sparen können

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Viele Fondsgesellschaften verlangen von Anlegern hohe jährliche Gebühren für die Verwaltung ihrer Investmentfonds.

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Die Höhe der Gebühren finden Sie im sogenannten Key Investor Information Document (KIID), zu Deutsch: Wesentliche Anlegerinformationen. Es handelt sich hierbei um einen Prozentsatz des verwalteten Kapitals. Doch Verbraucher müssen der Beutelschneiderei nicht tatenlos zusehen.

Bei aktiv gemanagten Fonds beträgt die Höhe der jährlichen so genannten laufenden Kosten meist das Fünf- bis Zehnfache der Kosten von passiven Indexfonds, nicht zuletzt auch deshalb, weil aus diesen Gebühren Vertriebsprovisionen an die Vermittler fließen. Entsprechend schlechter ist die Wertentwicklung der teuren Produkte.


Was Verbraucher alles tun können, um die jährlichen und weiter Kosten zu senken, finden Sie in folgenden 4 Tipps zum Sparen:

Tipp 1: ETFs kaufen

Günstiger als Fonds, die in der Anlageberatung von Banken und freien Fondsvermittlern empfohlen werden, sind ETFs, also börsengehandelte Indexfonds. Diese Fonds werden nicht aktiv verwaltet, sondern bilden nur einen Index ab - etwa den deutschen Aktienindex DAX oder weltweite Indices wie den MSCI  All Country World oder den FTSE All-World, die um de 3.000 Aktien enthalten. Bei den genannten weltweiten Indizes erhalten Sie eine ausreichend breite Risikostreuung. Die laufenden Kosten liegen meist unter 0,2 Prozent im Jahr. Ausgabeaufschläge gibt es nur bei ETF-Sparplänen, beim Kauf über die Börse wird lediglich eine volumenabhängige oder je nach Anbieter auch eine feste Grundgebühr fällig.

Aufgepasst: Viele ETFs, die neu erfundene spezielle Indices abbilden - da ist von smart beta oder Faktor-Indices die Rede - bilden meist keine ganz so breite weltweite Streuung ab, sind teurer oder gar riskanter.

Tipp 2: Bei Direktbanken kaufen

Wenn Sie die ETFs über eine Direktbank kaufen, sind die Kosten für den Kauf oder Verkauf oft niedriger. Solche Direktbanken verfügen nicht über ein eigenes Filialnetz, so dass Kunden ihre Geschäfte mit der Bank in der Regel übers Internet abwickeln. Ein weiterer Vorteil von Direktbanken ist, dass die laufenden Kosten für das Wertpapierdepot oft deutlich geringer sind als bei Filialbanken.

Tipp 3: Bei Kauf über die Filialbank: Ausgabeaufschlag verhandeln

Wer seine Bank nicht wechseln will und den Kauf mit seiner Bank oder Sparkasse vor Ort abwickeln will, hat zwei Optionen. Zum einen bieten alle Banken auch den Kauf und Verkauf von ETFs an, allerdings nur ohne „Beratung“. Falls Sie sich auf ein Beratungs- bzw. Verkaufsgespräch einlassen möchten, dann können Sie zumindest probieren, über die Höhe des Ausgabeaufschlages beim Fondskauf zu verhandeln. Gerade bei größeren Anlagesummen ist unter Umständen ein Rabatt drin. Die hohen laufenden Kosten der Fonds lassen sich so allerdings nicht eliminieren. Bei herkömmlichen Aktienfonds müssen Sie mit laufenden Kosten von rund 1,2 Prozent im Jahr rechnen.

Tipp 4: Nicht zu oft das Pferd wechseln

Grundsätzlich gilt: Beim Verkauf oder Kauf von Fonds über die Börse neuen Anlage fallen jeweils Gebühren an. Auch die Abgeltungssteuer auf Kursgewinne fällt beim Verkauf einer gewinnträchtigen Anlage an - und schmälert die erzielte Rendite. Hin und her macht Taschen leer, das gilt auch bei der Geldanlage. Deshalb gilt: Auch wenn der Verkäufer der Bank zum Wechsel eines Fonds drängt, sollte sich niemand unter Druck setzen lassen.

Solange der Fonds die Risiken am Aktienmarkt breit streut, ist es am besten, das Auf und Ab an den Börsen auszusitzen, vorausgesetzt, Sie haben dazu die Gelassenheit. Wer etwa wegen anstehender größerer Anschaffungen das Risiko von Wertschwankungen reduzieren möchte, sollte das natürlich tun.