Klimafreundlich grillen
Auch beim Grillen kann auf Klima und Umwelt geachtet werden

Die Grillsaison geht wieder los und viele Leckereien landen auf dem Rost. Doch welche davon sind nicht nur schmackhaft, sondern auch klimafreundlich?
Bis zu einem Drittel der globalen Treibhausemissionen sind auf unsere Ernährung zurückzuführen. Deshalb macht es einen Unterschied was und wie wir essen. Vor allem tierische Produkte haben einen großen CO2-Fußabdruck. Die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch verursacht rund 12 Kilogramm Kohlendioxid (CO2). Bei der Erzeugung eines Kilogramms Gemüse, beispielsweise Bohnen, werden dagegen nur 1,4 Kilogramm des Treibhausgases freigesetzt. Der Unterschied kommt durch den Futteranbau, Transport der Tiere und des Futters, die Tierhaltung selbst sowie weitere Faktoren zustande.
Genuss und klimafreundliches Grillen lassen sich vereinen, denn auch bei dem Anbraten von pflanzlichem Grillgut entstehen Röstaromen: Ob Zucchini, Brokkoli oder Spargel – die Angebote an heimischem Gemüse ist in den Sommermonaten groß und sorgt für Abwechslung auf dem Speiseplan. Auch Lauch, Fenchel oder Kartoffeln eignen sich hervorragend zum Grillen. Die vorgekochten Kartoffeln mit Öl einpinseln und genau wie das Gemüse einige Minuten grillen. Anschließend mit Kräutern und Gewürzen verfeinern und genießen. Sollte Fleisch auf den Rost kommen empfiehlt sich auch hier die regionale und biologische Variante. Bunte Salate mit Hülsenfrüchten, Couscous mit Radieschen oder Möhren, sind die perfekte Beilage. Auch knuspriges Brot und schmackhafte Dips dürfen natürlich nicht fehlen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem orientalischen Hummus oder einem würzigen Tomaten-Linsendip?
Die Herkunft spielt auch beim pflanzlichen Grillgut eine Rolle. Unverarbeitetes Obst und Gemüse müssen eine Herkunftsangabe tragen. So kann überprüft werden, ob es sich bei der Ware um weitgereiste Exemplare handelt. Exotische Gemüse- oder Obstsorten, wie Avocado und Ananas kommen häufiger aus entfernten Ländern.
Die Kombination aus Saisonalität und Regionalität ist besonders empfehlenswert. Biologisch erzeugte Lebensmittel haben durch den geringeren Einsatz von Pestiziden und höheren Naturschutzleistungen ökologische Vorteile. Wichtig ist aber auch der Weg zur Einkaufsstätte, denn regelmäßige Fahrten mit dem Auto schmälern die Vorteile einer ökologisch sinnvollen Erzeugung. Es lohnen sich Großeinkäufe, der Gang zu Fuß oder mit dem Fahrrad.
Nach dem Grillen empfiehlt es sich, die Reste schnell kaltzustellen, sodass diese auch am nächsten Tag noch verzehrt werden können.
Wir wünschen eine leckere Grillsaison!
Weitere „Wissenshäppchen“ mit Tipps rund um Lebensmittel sind auf der Webseite der Verbraucherzentrale zu finden.
VZ-RLP
gefördert vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz (MKUEM) im Rahmen der Landesinitiative








