Neue Betrugsmasche mit Voicemail-Nachrichten per SMS

Pressemitteilung vom
Mit einer knappen Nachricht wollen Kriminelle per SMS Kasse machen oder schädliche Apps verbreiten. Verbraucherzentrale und Landeskrimimalamt geben Tipps, wie Sie sich schützen können.
Screenshot einer SMS von +491 [unkenntlich] mit dem Inhalt: "Neue Voicemail: https://[unkenntlich]"
  • Mit einer knappen Nachricht wollen Kriminelle per SMS Kasse machen oder schädliche Apps verteilen. Wer die SMS "Neue Voicemail" mit einem Link dahinter erhält, sollte vorsichtig sein.
  • Bei unbekannten Nummern gilt es, sich zunächst zu informieren, ob man der Aufforderung gefahrlos nachkommen kann.
  • Links in SMS von unbekannten Nummern sollten auf keinen Fall angeklickt und Apps aus unbekannten Quellen nicht installiert werden.
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Nach der Betrugsmasche mit Paketdienst-SMS ist eine neue Variante im Umlauf. Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten von einer unbekannten Mobilfunknummer eine SMS mit dem Text „Neue Voicemail“ und einem Link. Die SMS erweckt den Eindruck, eine Sprachnachricht sei auf der Mailbox. Doch hier ist Vorsicht geboten, warnen Verbraucherzentrale und Landeskriminalamt. Durch Anklicken des Links wird man nicht auf die eigene Mailbox weitergeleitet, sondern aufgefordert, eine App zu installieren. Genau wie bei den vermeintlichen Paketdienst-SMS installiert sich auch bei dieser Masche eine Schadsoftware, die eigenständig hunderte SMS verschickt und dadurch hohe Kosten verursacht.

Das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz geben in ihrer Reihe "Genug Betrug“ Tipps, wie man sich vor dieser Masche schützen kann:

  • Bei unbekannten Rufnummern sollte zunächst überprüft werden, ob es sich tatsächlich um die Nummer der Mailbox handelt. Wer seine Mailbox-Nummer nicht kennt, sollte sich beim Mobilfunkanbieter nach dieser erkundigen.
  • Auf Links von unbekannten Quellen sollte niemals geklickt werden. Um die eigene Mailbox abzuhören, muss diese angerufen werden. Bei manchen Smartphone-Modellen kann die Mailbox durch langes Drücken der Taste 1 erreicht werden.
  • Apps von unbekannten Quellen sollten niemals auf dem Smartphone installiert werden.
  • Die Rufnummer des Absenders kann gesperrt werden. Allerdings schützt das nicht vor weiteren ähnlichen Nachrichten, denn die Nummern wechseln ständig.
  • Betriebssysteme, Apps und Virenschutz müssen durch Updates immer auf dem aktuellen Stand gehalten werden.
  • Bei Android-Smartphones sollte die Möglichkeit, Apps aus unbekannten Quellen installieren zu können, deaktiviert werden.
  • Für Android User besteht weiterhin die Möglichkeit, eine Rufnummer als Spam an Google zu melden. Hierdurch können auffällige Telefonnummern zukünftig von Android bei anderen Nutzern direkt als Spam gekennzeichnet werden. Auch dies schützt nicht vor ähnlichen Angriffen, hilft aber das Risiko für andere zu verringern.


Weitere Informationen hier auf der Internetseite der Verbraucherzentrale sowie auf der Internetseite der Polizei.

Individuelle Beratung rund um das Thema bieten die örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale nach Terminvereinbarung.

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