Richtig gut versichert: Steigende Versicherungsprämien

Pressemitteilung vom
Spartipps der Verbraucherzentrale
Vater mit Sohn auf dem Arm am Strand.
  • Preiserhöhungen machen auch vor Versicherungsverträgen nicht halt.
  • Die Verbraucherzentrale rät, die individuelle Versicherungssituation auf den Prüfstand zu stellen und Sparpotenziale zu nutzen.
  • Auf die Absicherung der größten Risiken wie Haftpflicht, Berufsunfähigkeit oder Wohngebäude sollte nicht verzichtet werden.
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Die Versicherungsbeiträge machen einen erheblichen Posten im Haushaltsbudget aus. Angesichts steigender Preise rät die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, die vorhandenen Versicherungsverträge auf den Prüfstand zu stellen. Am einfachsten kann man sparen, wenn man sich von überflüssigen Versicherungen trennt. Bei den notwendigen Versicherungen kann ein aktueller Preisvergleich sinnvoll sein.

„Unverzichtbar sind Versicherungen wie die Haftpflicht-, die Risikolebens- oder die Berufsunfähigkeitsversicherung, weil sie große finanzielle Risiken absichern, die schlimmstenfalls in den finanziellen Ruin führen können“, so Philipp Wolf, Versicherungsexperte der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. „Kleinere Schäden, die aus Rücklagen oder dem Einkommen beglichen werden können, wie bei Brillen- oder Handyschäden, müssen hingegen nicht teuer versichert werden.“ Auch die Reisegepäckversicherungen oder die Insassenunfallversicherungen sind meist überflüssig, da sie viele Leistungsausschlüsse beinhalten oder im Schadensfall oft nur den Gebrauchtwert erstatten.

Um Versicherungsbeiträge zu sparen, gibt die Verbraucherzentrale folgende Tipps:

  • Wer die Zahlungsweise von monatlichen auf jährlichen Beiträge umstellt, kann bis zu 6 Prozent der Versicherungssumme sparen.
  • Durch die Erhöhung des Selbstbehalts etwa bei der Kaskoversicherung oder Wohngebäudeversicherung lässt sich ebenfalls Geld sparen.
  • Bei älteren Autos macht ein Wechsel von der Vollkasko- auf die Teilkaskoversicherung Sinn, bei sehr alten Autos ist eine Kfz-Haftpflichtversicherung oft ausreichend.
  • Bei der Hausratversicherung ist die Glasversicherung meist verzichtbar. Das macht den Vertrag ebenfalls kostengünstiger. Das neue Fahrrad lässt sich in dieser Versicherung preiswerter gegen Einbruchdiebstahl mitversichern als eine separate Fahrradversicherung.
  • Durch einen Preisvergleich lässt sich feststellen, ob es günstigere Anbieter gibt. Ein Wechsel kann zum Ablauf des laufenden Versicherungsjahres erfolgen. Die regelmäßige Kündigungsfrist beträgt drei Monate, bei der Kfz-Versicherung üblicherweise einen Monat.

Fragen rund um Versicherungen beantworten die Expert:innen der Verbraucherzentrale an ihrem kostenlosen Erstberatungstelefon unter der Rufnummer (06131) 2848-122 (montags von 10 bis 13 Uhr und mittwochs von 14 bis 17 Uhr) oder in einer kostenpflichtigen persönlichen Beratung. Terminvereinbarung ist erforderlich.

Informationen und aktuelle Versicherungschecks bietet die Verbraucherzentrale auf ihrer Internetseite. Die Stiftung Warentest veröffentlicht in Finanztest regelmäßige Versicherungsvergleiche in vielen Sparten.


VZ-RLP

 

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