Sicher im Internet - Handy, Tablet und PC schützen

Status: 25. March 2026

Cybercrime betrifft längst nicht mehr nur eine geringe Anzahl von Menschen. Wie Sie sich vor Datenklau, Viren und unsicheren Netzwerken schützen können, lesen Sie hier.

Im Januar 2026 wurden bereits rund 4,61 Millionen neue Schadprogramm-Varianten bekannt. Dieser bedenkliche Trend von ständig neuer Schadsoftware in hoher Frequenz lässt sich so bereits seit Jahren beobachten. Bitkom gibt außerdem an, dass in der deutschen Wirtschaft durch Cybercrime-Angriffe zuletzt rund 202 Milliarden Euro Schaden im Jahr entstanden ist. Besonders Fälle von Erpressung, herbeigeführten Systemausfällen oder Betriebsstörungen sind deutlich angestiegen. Immer häufiger werden auch Verwaltungen, wie Polizeien oder Infrastruktur des Bundes angegriffen.

Viele dieser Cybercrime-Attacken betreffen Unternehmen, aber auch Privatpersonen geraten ins Visier von Kriminellen. Und je besser sich die Unternehmen in Zukunft schützen, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass die Kriminellen in den kommenden Jahren verstärkt Privatpersonen angreifen werden.

Zugenommen haben insbesondere Fake-Shops, mit KI generierte Phishing-Emails und Deep-Fake-Anrufe, mit denen Cyberkriminelle an Ihre Daten sowie an Ihr Geld wollen. Mit einigen Verhaltensweisen können Sie es den Cyberkriminellen es aber schwerer machen: Schützen Sie Ihre Accounts und Passwörter, seien Sie vorsichtig beim Online-Shopping und verhalten Sie sich richtig bei versuchten Cybercrime-Attacken oder Social Engineering. Wo möglich, nutzen Sie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Wie das alles geht, lesen Sie hier.

Accounts & Passwörter

Sie haben das richtige Passwort eingegeben, aber auch nach mehreren Versuchen wird Ihnen noch eine Fehlermeldung angezeigt. Auch die Wiederherstellungsmail kommt nicht an.

Wenn Kriminelle Zugriff auf Ihren Account erhalten und Sie sogar aussperren, müssen Sie schnell handeln. Je nachdem welcher Account betroffen ist, könnten Ihre Daten sonst schnell missbraucht werden.

4 Verhaltens-Tipps im Alltag

Schon ein paar Verhaltensweisen im Alltag können es den Kriminellen deutlich erschweren.

 

 

Nicht auf unbekannte Links und Anhänge in E-Mails oder SMS klicken

 

 

 

 

 

 

Online-Käufe und Banking nur mit 2FA und nicht in öffentlichen WLAN-Netzwerken

 

 

 

 

 

 

Unterschiedliche Passwörter für alle Accounts

 

 

 

 

 

 

 

 

Regelmäßig Software Updates durchführen und Antiviren-Programme aktuell halten

 

Online-Shopping

Beim Online-Shopping ergattern Kriminelle oft besonders fette Beute. Schließlich geben Sie bei wenig anderen Prozessen im Internet so viele sensible Zahlungsdaten preis. Webseiten schmücken sich daher mit Gütesiegeln und Bewertungen – von denen aber nicht alle echt sein müssen. Denn auch Fakeshops sehen mittlerweile täuschend echt aus.

Geben Sie auf solchen Webseiten Ihre Daten ein, könnte es schon zu spät sein. Denn in Fake-Shops getätigte Transaktionen lassen sich nur schwer zurückbuchen und sollten die Kriminellen Ihre Kreditkartendaten haben, hilft nur eins: sofort sperren lassen. Wie Sie sich vor Fakeshops schützen, welche Zahlungsmethoden Ihnen beim Online-Shopping zur Verfügung stehen und auf was sie sonst noch achten müssen, lesen sie hier.

Die SOS-Karte zum Online-Shopping

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Verbraucherzentrale haben eine Notfallkarte für den Ernstfall erarbeitet.

  • Was tun, wenn die Ware nicht ankommt?
  • Wie gehe ich vor, wenn eine Fremde Person über meinen Account bestellt?
  • Wie erkenne ich einen Fakeshop?
  • Wie schütze ich meinen Online-Account?

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Datensicherung & richtiges Verhalten bei Cybercrime-Attacken

 

Ihr Computer oder Mobilgerät verhält sich eigenartig oder zeigt Ihnen nur noch eine Fehlermeldung an? Möglicherweise werden Sie sogar aufgefordert Geld zu überweisen, um wieder auf Ihr Gerät zugreifen zu können.

In manchen Fällen handelt es sich wahrscheinlich nur um einen technischen Defekt. Auch Schadsoftware kann aber ein solches Verhalten Ihres Gerätes auslösen. Erpressungsversuche gehören bei Kriminellen inzwischen zu den gängigen Methoden.

Damit Ihre Daten stets gesichert sind - egal ob es sich um eine Cybercrime-Attacke handelt oder der Computer wegen eines technischen Defekts kaputtgeht, müssen Sie regelmäßig Ihre Daten sichern. Wir zeigen wie Sie das unkompliziert machen können, aber auch wie Sie Cybercrime-Attacken erkennen und wie Sie sich dann verhalten sollten.

Die 3 - 2 - 1 Regel für die Datensicherung

 

Führen Sie regelmäßige Backups nach dieser Regel durch, um Ihre Daten im Ernstfall sicher zu wissen.

Es sollten mindestens drei Kopien Ihrer Daten vorhanden sein.

 

 

 

 

 

 

Speichern Sie die Kopien auf zwei unterschiedlichen Medien.

 

 

 

 

 

 

Bewahren Sie eine Backup-Kopie an einem externen Speicherort auf.

 

 

 

 

Ausführliche Infos zur Datensicherung

Social Engineering

Die E-Mail mit dem Betreff "Ihr Account wurde gesperrt" verunsichert Sie zunächst. Denn schließlich haben Sie bei dem Online-Shop tatsächlich einen Account. Reagieren Sie jetzt aber nicht vorschnell.

Kriminelle können in der digitalen Welt auf eine Vielzahl von Tricks zurückgreifen, um Sie dazu zu bewegen, Ihre Daten freiwillig oder über gefälschte Eingabemasken preiszugeben. Online müssen Sie deshalb immer genau darauf achten, woher Nachrichten stammen. Lassen Sie sich nicht verunsichern. Wie Sie sich am besten vor Social Engineering schützen, erfahren Sie hier.

 

Podigee URL

KI-generierte Audio- oder Videoanrufe

Immer öfter werden Personen mit KI-generierten Stimmen angerufen. Hier wird sich als ein enger Vertrauter ausgegeben und häufig die Überweisung oder Übergabe von Geld an der Haustür gefordert. Häufig wird dies mit dem sogenannten Enkeltrick verbunden. Die Betrüger spielen hierbei vor, ein Verwandter befinde sich in einer hilflosen Lage und benötige dringend Ihre Hilfe. So können Sie darauf richtig reagieren:

  • Prüfen Sie immer zunächst die Rufnummer, die Sie anruft, sollte diese eine ausländische Vorwahl, zum Beispiel + 43, haben, sollten Sie skeptisch werden, ebenso wenn mit einer unterdrückten Rufnummer angerufen wird. Die Kriminellen rufen nahezu immer aus dem Ausland an oder schalten andere Rufnummern vor, sogenanntes Spoofing.
  • Bitten Sie den Anrufer am Telefon zu bleiben und nehmen Sie Kontakt zu Ihrem Verwandten auf. Häufig legen die Kriminellen hier bereits auf.
  • Oder stellen Sie dem Anrufer Fragen, die ausschließlich Ihr Verwandter beantworten kann. Auch damit können Sie den Betrüger aus der Reserve locken.
  • Übergeben Sie niemals Geld an der Haustüre und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
  • Tätigen Sie keine Überweisungen, auch nicht an angebliche Polizeidienststellen oder Staatsanwaltschaften, diese würden so etwas am Telefon nie fordern. Überweisungen, die einmal getätigt sind, können in der Regel, anders als bei Lastschriften, nicht zurückgeholt werden.

Tipps und Informationen zum Schutz vor KI-generierten Audio- oder Videoanrufen:

Love-Scaming

Auch wird die Künstliche Intelligenz inzwischen eingesetzt, um möglichst echte Chats durch Chat-Bots zu erzeugen. Hier wird oft über einen sehr langen Zeitraum von Betrügern eine enge Beziehung aufgebaut mit dem Ziel, den Opfern viel Geld zu entlocken. 

Prüfen Sie, welche Plattformen Sie für die Partnersuche nutzen. Häufig gibt es schon negative Erfahrungen im Internet zu bestimmten Plattformen. 

Vermeiden Sie Partnerbörsen, die kein deutsches Impressum aufweisen, da die Kriminellen häufig aus China, USA oder Russland agieren. Nutzen Sie Partnerbörsen, die einen Echtheits-Check durch Personalausweis verlangen. 

Tipps und Informationen zum Thema Love Scamming

Checkliste: Schutz vor Cybercrime

Hacker:innen bleiben draußen!
Sichern Sie Ihre Zugänge zu Online-Accounts mittels sicheren Passwörtern, Passwortmanager und Zwei-Faktor-Authentisierung.
Sicherheitsmaßnahmen gegen Datenverlust sind eingerichtet!
Führen Sie regelmäßig Backups nach der 3-2-1 Regel aus.
Abwehr gegen Viren, Trojaner und Co steht!
Führen sie regelmäßig Software Updates durch und überprüfen Sie Ihr System regelmäßig mit einem aktualisierten Antivirenprogramm.
Digitale Verhaltensgrundregeln werden angewandt!
Öffnen Sie keine unbekannten Links und Anhänge. Führen Sie Online-Käufe und Banking nicht in öffentlichen WLAN-Netzen durch, sondern nur auf Geräten, die mittels Zwei-Faktor-Authentisierung abgesichert sind. Jeder Online-Account sollte ein eigenes Passwort erhalten.

Die Grafiken auf dieser Seite sind im Rahmen eines vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz geförderten Projekts entstanden.