Symptome googeln: Vorsicht bei gesundheitlichem Rat aus dem Internet

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Ob Krankheiten, Behandlungen oder Medikamente: Immer häufiger wird Rat auch im Internet gesucht. Dort ist die Qualität aber teils nicht gesichert. Unsere Checkliste hilft, Informationsangebote einzuschätzen. Beachten Sie: Ein Blick ins Internet kann grundsätzlich keinen Arztbesuch ersetzen!

Das Wichtigste in Kürze:

  • Wer sich im Internet informiert, erhält einen schnellen Überblick - läuft aber auch Gefahr, eine eigene Erkrankung zu verharmlosen oder überzubewerten.
  • In Diskussionsforen unterscheidet sich die Qualität der Beiträge ganz erheblich. Und selbst Expertenforen dürfen nur allgemeine Ratschläge geben.
  • Wir bieten eine 9-Punkte-Checkliste, mit der Sie einschätzen können, ob eine Internetseite verlässliche Informationen liefert.
Stethoskop auf einem Tisch neben einem Laptop
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Wer im Internet nach Antworten auf Fragen zur Gesundheit sucht, der trifft schnell auf Foren, Preisvergleiche und auf Seiten, auf denen allgemeine und spezifische Informationen zu den verschiedensten medizinischen Bereichen angeboten werden.

Bei einer solchen Recherche sollten Sie äußerst vorsichtig sein.

  • Die Qualifikation derjenigen, die einen Rat geben, schwankt im Netz ganz erheblich.
  • Oft stehen wirtschaftliche Interessen hinter Informationen zur Gesundheit – zum Beispiel wenn Pharmafirmen Seiten betreiben oder Geld für Werbelinks an diejenigen fließt, die über Produkte und Arzneien informieren.
  • Die Qualität der verschiedenen Internetseiten unterscheidet sich stark. Daher ist es wichtig, diese Informationen mit Bedacht zu behandeln. Unsere Checkliste unten hilft, Internetseiten zu Gesundheitsthemen auf ihre Transparenz und Verlässlichkeit zu prüfen und erkennen zu können, ob es sich dabei um seriöse Anbieter handelt. Eine Diagnose per Internet, die ohne einen persönlichen Kontakt gestellt wird, ist in Deutschland nicht ohne Grund verboten. Das Internet kann keinen Arztbesuch ersetzen.

Auf welchen Seiten sich Gesundheits-Infos im Netz finden

Informationsseiten

Sie liefern einen schnellen Überblick und warten vielfach auch mit Hintergrundwissen zu bestimmten Krankheiten und Behandlungen auf. Dadurch können Sie sich zum Beispiel auf ein Arztgespräch vorbereiten. Es besteht jedoch auch die Gefahr, auf fehlerhafte Information zu stoßen; das kann dazu führen, dass man seine eigene Erkrankung über- oder auch unterschätzt.

Diskussionsforen

Oft werden den Nutzern in Diskussionsforen Beiträge zu verschiedenen Themengebieten angeboten, zu denen sie Fragen stellen und Stellungnahmen verfassen können.

Die Teilnehmer tauschen sich in der Regel unzensiert aus. Die Qualität ihrer Beiträge unterscheidet sich sehr stark. Deshalb ist es schwer, ein pauschales Urteil über die Richtigkeit und den individuellen Nutzen zu fällen. Das Risiko, fehlerhafte und schädliche Informationen zu erhalten, können Sie durch unsere Tipps erheblich einschränken.

Expertenforen

Haben Nutzer eine konkrete Frage zu ihren Beschwerden, können sie sich im Internet an ein medizinisches Expertenforum wenden. Als Anbieter treten Verbände, Verlage oder Pharmafirmen auf. Die Fragen und Antworten sind in der Regel auch für alle anderen Nutzer frei einsehbar und über Suchmaschinen auffindbar. Deshalb sollten Sie echte Namen und jegliche Informationen, die auf Sie hinweisen, nicht von sich preisgeben.

Behalten Sie im Hinterkopf, dass die Antworten der Experten allgemeine Informationen sind und sich nicht immer auf Ihre Situation anwenden lassen. Da die Experten keine individuelle Therapie empfehlen können, ist es stets ratsam, bei Unsicherheiten zum Arzt zu gehen.

Internet-Preisvergleiche

Auf diesen Webseiten werden Preisvergleiche zu verschiedensten Produkten angeboten - auch zu Gesundheitsartikeln und Arzneien. In der Regel führen Links direkt in die Shops der jeweiligen Anbieter, sodass Sie sogleich auf die gewählten Produkte zugreifen können. Diese Angebote finanzieren sich teils aus dem Geld, das die Shops für die Werbelinks zahlen. Einige Anbieter räumen Kunden die Möglichkeit ein, Produkte zu bewerten und Erfahrungsberichte zu den Artikeln im Netz zu veröffentlichen.

Diese Webseiten wirken auf den ersten Blick oft wie allgemein zugängliche Diskussionsforen; in Wirklichkeit geht es jedoch meist um Werbung für bestimmte Produkte. Deshalb ist bei der Recherche nach Gesundheitsinformationen auf solchen Seiten besondere Vorsicht angebracht.

Zwar bieten Internet-Preisvergleiche einen Überblick über das Produktangebot; es ist aber zu beachten, dass dieser nicht unbedingt alle Angebote auf dem Markt einschließt. Meistens ist unklar, nach welchen Kriterien Produkte ausgewählt wurden und ob deren Bewertung unabhängig ist. Diese Portale sind nicht zu vergleichen mit unabhängigen Preisagenturen, die für Kunden kostenpflichtig nach dem günstigsten Preis für ein bestimmtes Produkt suchen.

Tipps zum Umgang mit Gesundheitsforen

  • Ermitteln Sie den Betreiber der Internetseite: Schauen Sie auf der Homepage danach, wer für das Forum verantwortlich ist. Foren von wissenschaftlichen Instituten, Selbsthilfegruppen, Krankenkassen oder Ärzteorganisationen bieten meistens seriöse Informationen.
  • Prüfen Sie die Angaben eines Autors kritisch: Verlassen Sie sich nicht auf Angaben anderer Nutzer. Das Forum dient dem Austausch von Erfahrungen; für richtige Angaben kann daher nicht garantiert werden. Wer sich an ein Expertenforum wendet, sollte im Vorhinein prüfen, ob der Experte auch die entsprechende Qualifikation hat, um eine fundierte Antwort geben zu können.
  • Verlassen Sie sich nicht nur auf eine Quelle: Ganz gleich von wem eine Information aus dem Internet stammt und wie überzeugend sie ist: Sie sollten bei allen Fragen, die Ihre Gesundheit betreffen, immer eine zweite Meinung einholen. Dabei empfiehlt es sich, nicht weiter im Internet zu suchen, sondern den eigenen Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen. Hilfreich ist, sich die konkreten Fragen vorab zu notieren, um sie gezielt stellen zu können.
  • Achtung bei der Weitergabe persönlicher Daten: Geben Sie bei der Anmeldung zum Forum und bei der Kommunikation im Forum so wenig persönliche Daten wie möglich an.
  • Verwenden Sie eine gesonderte E-Mail-Adresse: Damit vermeiden Sie, dass Sie unnötig Werbung auf Ihre persönliche E-Mail-Adresse erhalten.

Infografik Gesundheitlicher Rat aus dem Internet

Checkliste: neun Kriterien für Transparenz und Verlässlichkeit

1. Wer ist Anbieter der Gesundheitsinformationen?

Name, vollständige Adresse und eine Kontaktmöglichkeit per Telefon oder per E-Mail sollten leicht auffindbar und gut lesbar angegeben sein.

Hintergrund

Lesen Sie gerne anonyme Briefe? Meist gibt es "gute" Gründe, warum der Schreiber seine Identität verbirgt. Wir sind der Meinung: Wer nichts zu verbergen hat, kann auch sagen, wer er ist. Eine Kennzeichnung, wer der Anbieter der Informationen ist, stellt für uns daher eine grundlegende Voraussetzung für die Seriosität einer Informationsquelle dar. Der Zugang zu diesen Informationen sollte darüber hinaus über einen direkten Link von der Homepage leicht auffindbar sein.

►Tipps

Die Angaben finden sich in den Rubriken "Impressum" oder "Wir über uns". Keinesfalls sollte man sich mit einer Postfach-Adresse abspeisen lassen. Vorsicht ist auch geboten, wenn als einzige Kontaktmöglichkeit eine gebührenpflichtige Nummer zur Verfügung steht.

2. Welche Ziele und wirtschaftlichen Interessen verfolgt der Informationsanbieter?

Es muss deutlich werden, ob es sich um einen kommerziellen Anbieter handelt oder nicht. Bei kommerziellen Anbietern sollte die Branche (z.B. Arztpraxis, Pharmaunternehmen) erkennbar sein. Ansonsten sollte erkennbar sein, welche Ziele vom Anbieter verfolgt werden. Insgesamt sollten diese Angaben von der Startseite aus ohne Schwierigkeiten zu finden sein.

Hintergrund

Für die Bewertung einer Information spielt es eine besondere Rolle, welche Interessen derjenige verfolgt, der die Information anbietet. Will etwa ein Anbieter seine Produkte oder seine speziellen Therapien verkaufen, wird er diese "ins rechte Licht rücken". Das kann unter Umständen auf Kosten der Sachlichkeit und Wissenschaftlichkeit gehen. Machen Sie sich also ein Bild über die Ziele, die der Anbieter verfolgt, und behalten sie diese im Hinterkopf, wenn Sie seine Informationen lesen.

3. Wer ist der Autor oder der fachlich Verantwortliche der Information?

Es sollte für Sie deutlich werden, wer für den Inhalt der Gesundheitsinformation fachlich verantwortlich ist und welche Qualifikation der Autor bzw. Verantwortliche besitzt. Dies gilt insbesondere für Seiten, deren Anbieter Sie nicht kennen und deren fachliche Kompetenz Sie nicht einordnen können. Reine Meinungsäußerungen oder persönliche Erfahrungen von Nicht-Fachleuten oder Patienten müssen klar als nicht "wissenschaftliche" Information gekennzeichnet sein.

Hintergrund

Die beste Information nützt Ihnen wenig, wenn Sie nicht wissen, wer sie erstellt hat und welche Qualifikation der Autor hat. Ist der Autor selbst nicht bekannt, kann auch der Hinweis auf eine Fachredaktion oder einen wissenschaftlichen Beirat hilfreich sein. Je weniger Sie über einen Anbieter von Informationen wissen, desto wichtiger ist diese Kennzeichnung.

►Tipps

Je spezieller die Information ist, desto kritischer sollten Sie nach dem Autor oder fachlich Verantwortlichen suchen. Handelt es sich also um eine Basisinformation, können Sie großzügiger sein als wenn Sie sich mit einer ganz speziellen, innovativen Therapie für eine schwere Erkrankung beschäftigen.

4. Wie schätzen Sie die Qualität der Information ein?

Werden für wichtige Aussagen Hinweise gegeben oder wissenschaftliche Quellen genannt, wo es weitere Belege für die Richtigkeit der Information gibt? Werden die zentralen Aussagen der Information nachvollziehbar dargestellt? Können Sie erkennen, ob es sich bei den Aussagen um wissenschaftlich bewiesene Informationen, Vermutungen oder private Meinungsäußerungen des Autors handelt?

Hintergrund

Die Qualität einer Information zu bewerten, ist sicherlich eine äußerst schwierige Aufgabe. Im Klartext: Hätten Sie das Fachwissen, um beurteilen zu können, ob die Information richtig oder falsch ist, würden Sie nicht danach suchen.

Dennoch gibt es einige Anzeichen nach denen Sie zur Bewertung der Qualität Ausschau halten können. Ist der Inhalt der Information für Sie nachvollziehbar dargestellt? Wird die Wirkungsweise beschrieben, wenn es sich um ein Arzneimittel oder eine Behandlungsmethode handelt? Werden Belege oder andere Quellen genannt, die die zentralen Aussagen der Information bestätigen? Werden bei Berichten über neue Forschungsergebnisse Quellen benannt, wo Sie Originalmaterial zu diesen Ergebnissen finden können?

Auch hier gilt: Je spezifischer die Information ist, desto genauer sollten Sie hinschauen. Bei allgemeinen Aussagen, beispielsweise zu Körperfunktionen, muss nicht jede Aussage mit einer eigenen Quelle belegt sein. Wird Ihnen eine innovative Therapie vorgestellt und auf die Forschung verwiesen, ist eine Quellenangabe jedoch unverzichtbar.

►Tipps

Es gilt als grundsätzliche Regel: Glauben Sie eine Information erst, wenn Sie sie bei mindestens zwei verschiedenen Informationsanbietern gefunden haben. Die Anbieter der Information sollten dabei unterschiedliche Interessen verfolgen (siehe Kriterium 2).

Auch die Angaben zu Beweisen oder Quellen sollten kritisch betrachtet werden. Einzelfallberichte sind grundsätzlich keine wissenschaftlichen Beweise und nicht jede medizinische Kapazität, die eine Information angeblich unterstützt, gibt es wirklich. Also gilt es auch hier sich zu fragen, ob die Angaben plausibel und nachprüfbar sind.

Hilfreich kann zur Bewertung der Information auch sein, ob diese Seite von Informationsanbietern empfohlen wird, die Ihnen bereits als seriös bekannt sind oder ob für die Seite ein anerkanntes Gütesiegel vorliegt. Hier ist beispielsweise das so genannte hon-Siegel der Schweizer Health on the net Foundation (www.hon.ch) zu nennen. Hierbei handelt es sich jedoch weitestgehend um eine "Selbstverpflichtung" der Anbieter, eine durchgängige Kontrolle der Seiten erfolgt nicht. Ein weiteres deutsches Qualitätslogo wird vom Aktionsforum Gesundheitsinformationssystem (www.afgis.de) nach einer Prüfung vergeben.

5. Wie beurteilen Sie die Darstellung des Inhalts?

Informationen dürfen nicht einseitig sein. Vielmehr ist eine ausgewogene Darstellung des Inhalts gefordert. Bei Informationen über Therapien oder Behandlungsmethoden müssen neben dem Nutzen weitergehende Informationen beispielsweise zu Risiken und anderen Behandlungsmöglichkeiten vorliegen. Gibt es unterschiedliche Meinungen in der Forschung, muss darauf hingewiesen werden.

Hintergrund

An der Ausgewogenheit einer Information können Sie schnell erkennen, ob es sich hierbei wirklich um eine "neutrale" Information zu einem medizinischen Thema oder doch eher um einen "Werbetext" handelt. Als ausgewogen ist ein Text dann anzusehen, wenn er beispielsweise nicht nur die Vorteile einer Therapie oder eines Produkts herausstellt, sondern auch auf Risiken hinweist, andere Behandlungsmöglichkeiten erläutert oder auch die Auswirkungen auf Ihren Lebensalltag darstellt. Hilfreich ist bei der Bewertung auch noch einmal ein Abgleich mit den wirtschaftlichen Interessen und Zielen des Anbieters (Kriterium 2).

►Tipps

Bei folgenden Formulierungen sollten bei Ihnen alle Alarmsirenen angehen: "Absolut nebenwirkungsfrei", "100%ige Wirkungsgarantie", "Allheilmittel" oder "nur kurze Zeit verfügbar" (vergleiche auch Kriterium 8). Bei Texten, die solche Formulierungen enthalten, handelt es sich in der Regel um Werbung.

Das gleiche gilt, wenn Sie den begeisterten Bericht eines geheilten Patienten lesen. Selbst wenn es diesen Patienten tatsächlich gibt, heißt es noch lange nicht, dass die Behandlung auch bei Ihnen wirkt.

Besonders kritisch sollten Sie auch sein, wenn man versucht, Ihnen Angst einzuflößen, beispielsweise wenn man Ihnen einzureden versucht, dass Sie an einer schlimmen Krankheit leiden werden, wenn Sie es versäumen, ein neues "Wundermittel" einzunehmen. Hier handelt es sich um unseriöse Werbung! Auch so genannte Verschwörungstheorien sind beliebt. Seien Sie grundsätzlich misstrauisch, wenn man Ihnen beispielsweise verspricht, Sie aus der "Unmündigkeit der Schulmedizin zu befreien". Hier sind dubiose Anbieter am Werk.

6. Wann wurde die Information erstellt?

Die Informationen müssen aktuell sein und es muss für Sie erkennbar sein, wann die Informationen erstellt bzw. aktualisiert wurden.

Hintergrund

Die beste Information nützt Ihnen nichts, wenn Sie nicht erkennen können, von wann sie stammt. Leider passiert es im Internet nicht selten, dass Seiten nicht mehr gepflegt und aktualisiert werden. Betrachtet man die Geschwindigkeit, mit der sich der Stand der medizinischen Forschung weiter entwickelt, werden sie nicht selten auf Informationen stoßen, die mittlerweile hoffnungslos überaltert sind. Ein Hinweis, von wann eine Information stammt, ist daher unverzichtbar.

►Tipps

Auch hier gilt: Je spezieller die Information, desto aktueller sollte sie sein. Handelt es sich eher um allgemeinere Informationen zu Gesundheit und Krankheit, können Sie beim Erstellungsdatum etwas großzügiger sein. Handelt es sich dagegen beispielsweise um eine Information zu einer neuen Krebstherapie, ist das Datum unverzichtbar, um erkennen zu können, ob es sich hier tatsächlich um eine "neue" Therapie handelt.

7. Wirkt sich die Information auf eine bereits bestehende Arzt-Patienten-Beziehung aus?

Bei Informationen muss, insbesondere wenn eine Selbstbehandlung empfohlen wird, deutlich gemacht werden, dass die Information eine Arzt-Patientenbeziehung nicht ersetzen kann. Bei ernsteren Erkrankungen muss darauf hingewiesen werden, dass ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt keine Therapieänderung vorgenommen werden sollte.

Hintergrund

Die Informationsangebote im Internet können durchaus den eigenen Wissensstand verbessern und sollten dazu auch genutzt werden. Jedermann kann relativ unkompliziert auch an spezielle fachliche Informationen gelangen, die früher den Fachkreisen vorbehalten oder nur in Fachbibliotheken einsehbar waren. Diese Möglichkeit der Wissensbereicherung macht den persönlichen Arzt-Patientenkontakt aber nicht entbehrlich.

Seriöse Internetseiten, die Patienteninformationen zu medizinischen Behandlungen veröffentlichen, sollten daher auf die Grenzen der Online-Information hinweisen und Ihnen sagen, in welchen Fällen Sie Ihren Arzt aufsuchen sollten. Weniger relevant ist dieses Kriterium für Seiten, die lediglich allgemeine Informationen zu Gesundheit und Krankheit geben und keine konkreten Handlungsanweisungen formulieren.

►Tipps

Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf die allgemeinen ärztlichen Ratschläge im Internet. Was für viele passt, muss nicht unbedingt auf Sie zutreffen! Der Rat aus dem Internet kann einen Arzt-Patienten-Kontakt nur ergänzen aber nicht ersetzen. Treffen Sie wichtige Entscheidungen für Ihre Gesundheit niemals ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt.

8. Erfolgt auf der Seite eine saubere Trennung zwischen Informationen und Werbung?

Die deutliche Trennung von Werbung und Information kann optisch durch unterschiedliche Fenster, Farbgestaltung, Schriften oder Ähnliches erfolgen. Möglich ist auch ein schriftlicher Hinweis wie "Anzeige". Werbung darf auf keinen Fall als wissenschaftliche Information "getarnt" werden.

Hintergrund

Das Internet wird vielfach als Werbeplattform genutzt. So mancher Anbieter versteht es, Werbung für eigene Produkte oder Therapien geschickt als sachliche Information anzubringen. Fallen Sie auf solche Tricks nicht rein! Gerade bei sehr einseitigen "Informationen" über ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Behandlungsmethode sollten Sie wachsam machen.

Sicherheit und Schutz Ihrer Daten:

Gibt es einen Online-Kontakt, bei dem Sie sensible Daten versenden? Handelt es sich beispielsweise um eine Online-Beratung oder ein Forum in dem Sie Angaben zu Ihrer gesundheitlichen Situation machen? Oder handelt es sich um einen Online-Shop, bei dem Sie Waren bestellen wollen? Dann sollten Sie sich auf jeden Fall für die Sicherheit und den Schutz Ihrer Daten interessieren. Weitere Informationen zum Thema E-Commerce entnehmen Sie bitte unserer Homepage in der Rubrik "Online-Handel".

9. Werden Datenschutzbestimmungen berücksichtigt?

Sind vertragliche Beziehungen vorgesehen, dürfen personenbezogene Daten ohne Einwilligung des Kunden nur soweit erhoben, verarbeitet und genutzt werden, wie es für den Vertragsschluss unbedingt erforderlich ist. Der Kunde ist vor Datenerhebung über Art, Umfang, Ort und Zweck der Erhebung und Verwendung der Daten und über die Widerrufsmöglichkeit einer Einwilligung aufzuklären. Auf die Datenschutzunterrichtung muss deutlich hingewiesen werden.

►Tipps

Leider informieren nicht alle Anbieter ausreichend über den Datenschutz. Wenn Sie nur allgemeine Fragen haben und keine sensiblen Daten versenden, ist eine Datenschutzunterrichtung weniger relevant. Ansonsten gilt: Überlegen Sie sich gut, was Sie im Internet über sich mitteilen.