25 Jahre Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen

Pressemitteilung vom
  • Die Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen feiert ihr 25-jähriges Bestehen.
  • Qualifizierte Architektinnen und Architekten haben seither rund 50.000 Beratungen durchgeführt, viele davon bei den Ratsuchenden zuhause.
  • Barrierefreiheit muss stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden und sollte beim Planen, Bauen und Modernisieren von Beginn an mitgedacht werden.

barrierefrei Bauen udn Wohnen - nicht nur im Alter
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Auf 25 Jahre erfolgreiche Arbeit blickt die Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen in diesem Jahr zurück. Zu den Gratulanten zählen die Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, sowie Gerold Reker, der Präsident der Architektenkammer Rheinland-Pfalz. Knapp 50.000 Beratungen zum barrierefreien Planen, Bauen und Wohnen haben die Architektinnen und Architekten der Landesberatungsstelle seither durchgeführt, davon in den letzten Jahren alleine mehr als 300 pro Jahr bei den Ratsuchenden zuhause. In 15 Städten in Rheinland-Pfalz gibt es inzwischen regionale Anlaufstellen. Träger der Landesberatungsstelle ist die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, Kooperationspartner die Architektenkammer Rheinland-Pfalz. Finanziell gefördert wird die Einrichtung vom rheinland-pfälzischen Sozialministerium.

„Im Laufe der Jahre hat sich die Landesberatungsstelle zu einer anerkannten Institution entwickelt, die aus der rheinland-pfälzischen Beratungsstruktur nicht mehr wegzudenken ist“, so Ulrike von der Lühe, Vorstand der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. „Unsere qualifizierten Architektinnen und Architekten arbeiten beständig daran, das Thema Barrierefreiheit verstärkt ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und bei allen Bauvorhaben mitzudenken.“

„Barrierefreiheit ist ein sehr wichtiges Thema für ein selbstbestimmtes Leben. Ganz nach dem Motto ‚Jeder kann dabei sein‘, ist es unser langfristiges Ziel, Barrierefreiheit in allen Bereichen zu ermöglichen“, so Sozialministerin Bätzing-Lichtenthäler. „Ich freue mich, dass das Angebot der Landesberatungsstelle so gut angenommen wird. Dabei beschränkt sich die Landesberatungsstelle von Anfang an nicht nur darauf, Anfragen von Ratsuchenden zu beantworten. Vielmehr war sie schon immer Netzwerker, Multiplikator und Impulsgeber. Ich gratuliere von ganzem Herzen zu 25 erfolgreichen Jahren“.

Mit Wettbewerben, Vorlesungen an Hochschulen, der Begleitung von Projektarbeiten von Architekturstudierenden und Schulungen von Handwerkern in Rheinland-Pfalz setzt sich die Landesberatungsstelle dafür ein, dass das Thema Barrierefreiheit sowohl bei der Planung als auch bei der Realisierung mitgedacht wird. Durch die Mitarbeit in landesweiten Gremien wie dem Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen Rheinland-Pfalz findet eine praxisnahe Netzwerkarbeit statt. Die Leiterin der Landesberatungsstelle hat unter anderem an der Erstellung der Broschüren „Barrierefrei Bauen - Leitfaden für die Planung“ (Link verlässt die VZ Seite) und „Barrierefrei Bauen - Empfehlungen für den Wohnungsbestand“ (Link verlässt die VZ Seite) mitgearbeitet.

Drei Frauen stehen vor einem Geschäft udn lächeln in die Kamera.

 Sabine Bätzing-Lichtenthäler (Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie), Ulrike von der Lühe (Vorstand der Verbraucherzentrale RLP),  Christiane Grüne (Leiterin der Landesberatungsstelle).

Bildschirm mit einer Präsentation.

Auch digital waren Gesprächsrunden möglich. Es ging natürlich um rund um das Thema Barrierefreiheit.

Frau sitzt mit Kopfhörer vor dem Computer und spricht.

Die Minsiterin gratuliert der Landesberatungsstelle zu 25 Jahren.

Frau sitzt mit Kopfhörer vor dem Computer und spricht.

Ulrike von der Lühe, Vorstand der Verbraucherzentrale.

Frau sitzt mit Kopfhörer vor dem Computer und spricht.

Die Leiterin der Landesberatungsstelle Christiane Grüne im Gespräch.

„Welche Bedeutung und auch Aufweitung das Thema Barrierefreiheit inzwischen erfahren hat, war uns allen bei der Gründung der Landesberatungsstelle wohl kaum bewusst,“ stellt Gerold Reker, Präsident der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, fest. „Umso mehr freue ich mich, dass wir heute weit über den Hochbau hinaus denken, wenn wir von ‚inklusivem‘ Planen und Bauen sprechen. Ganz selbstverständlich denken wir von der Innenarchitektur über den Hochbau bis zu den Freiräumen und der ganzen Stadt und vom Neubau bis zur Bestandsanpassung. So ist im März 2021 in Mainz Station einer bundesweiten Veranstaltungsreihe. Das Thema wird lauten ‚Inklusion und Wildnis‘. Daran, dass solche Themen heute selbstverständlich sind, daran hat die Arbeit der Landesberatungsstelle einen großen Anteil.“

„Mit unserem Angebot wollen wir das Bewusstsein der Gesellschaft für diese Thematik schärfen, denn Barrierefreiheit bringt Komfort im Alltag und Lebensqualität in jedem Alter. Wichtig ist es, Barrieren erst gar nicht entstehen zu lassen, vorhandene Barrieren abzubauen und ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen“, so die Leiterin der Landesberatungsstelle Christiane Grüne. „Unsere Beraterinnen und Berater leisten hierzu einen großen Beitrag und zeigen Ratsuchenden maßgeschneiderte Lösungen für ihre Probleme auf.“

Spitzenreiter bei den Beratungen ist die barrierefreie Umgestaltung des Badezimmers sowie der stufenlose Zugang ins Haus und die Überwindung von Türschwellen in der Wohnung. Fragen zu Hilfsmitteln, Neubauplanungen und Umbauten sowie mögliche Fördermittel stehen auf der Nachfrageliste ebenfalls weit oben. Neben der individuellen Beratung sensibilisierten und informierten die Experten der Landesberatungsstelle bisher die Öffentlichkeit auch mit rund 1.250 Vorträgen und Informationsständen.

Über die Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen


Beratungsthemen
Architektinnen und Architekten der Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen beraten zu allen Fragen des barrierefreien Bauens und Wohnens – vom stufenlosen Hauszugang, über die Umgestaltung von Badezimmer, Küche und Wohnbereich bis hin zu Hilfsmitteln und möglichen Fördermitteln. In vielen Fällen kommen Beraterinnen und Berater zu den Ratsuchenden nach Hause.

Standorte

Standorte, an denen die Landesberatungsstelle stundenweise berät, sind Bad Kreuznach, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Daun, Kaiserslautern, Ingelheim, Koblenz, Ludwigshafen, Mainz, Neuwied, Pirmasens, Saarburg, Speyer, Trier, Wittlich und Wörrstadt.

Informationen der Landesberatungsstelle zum Nachlesen

Barrierefrei ankommen!

Barrierefrei wohnen!

Barrierefrei duschen!

In Zukunft barrierefrei!

Die Geschäftsstelle der Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen ist in Mainz in der Seppel-Glückert-Passage 10 zu finden. Telefonisch ist sie unter 06131/22 30 78 zu erreichen. Weitere Informationen zur Arbeit der Landesberatungsstelle sowie Adressen und Telefonnummern der örtlichen Beratungsstellen finden Interessierte hier.

VZ-RLP

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

Die Landesberatungsstelle wird gefördert durch

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