Genug Betrug: Betrug bei „Kleinanzeigen“ & Co.
Wie erkennt man unseriöse Angebote beim Online-Kauf?
Das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz informieren über Betrugsmaschen und geben konkrete Tipps zum Schutz vor finanziellen Verlusten.

Das Kaufen und Verkaufen von Waren auf Online-Kleinanzeigen-Portalen werden immer beliebter. Die gute Nachricht vorab: Der Großteil der privaten und gewerblichen Verkäufer:innen agiert vollkommen seriös. Dennoch fallen immer wieder Betrugsfälle auf, bei denen Verbraucher:innen um ihr Geld gebracht werden.
Wie nutzt man den Käuferschutz bei Bezahldiensten richtig?
Wer auf Bezahldienste wie PayPal setzt, kann Zahlungen gezielt absichern. Wichtig ist dabei, für Einkäufe die Option „Waren und Dienstleistungen“ zu wählen. Nutzt man stattdessen die Funktion „Freunde und Familie“, entfällt der Käuferschutz. Bei Geschäften auf Kleinanzeigen-Plattformen bleibt man nur dann sicher, wenn man die vorgesehene Waren-Option auswählt.
Worauf achtet man beim System „Sicher bezahlen“?
Die plattformeigene Funktion „Sicher bezahlen“ bietet eine hervorragende Abwicklung direkt im Portal. Allerdings versuchen Betrüger:innen gelegentlich, Nutzer:innen über SMS oder E-Mails auf externe Webseiten zu locken. Wenn man die Regel beachtet, niemals auf externe Links zur Zahlungsbestätigung zu klicken und alle Eingaben ausschließlich innerhalb der offiziellen App oder Webseite vorzunehmen, bleibt man optimal geschützt.
Das Wichtigste in Kürze
- Kein Käuferschutz bei „Freunde und Familie“: Bei Bezahldiensten wie PayPal ausschließlich die Option „Waren und Dienstleistungen“ nutzen.
- Vorsicht bei SMS-Links: Die Plattform nicht verlassen, beim System „Sicher bezahlen“ tätigt man alle Schritte direkt im Chat der Plattform.
- Ausweiskopien bieten keine zusätzliche Sicherheit: Zugesandte Fotos von Ausweisdokumenten können aus Identitätsdiebstählen stammen.
- Misstrauisch bleiben: Ist ein Angebot zu gut, um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch.
- Wer sich noch umfassender schützen möchte, findet eine Übersicht weiterer Maschen sowie wertvolle Empfehlungen auf der Website der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.
- Kommt es dennoch zu Problemen, wendet man sich am besten umgehend an die Polizei. Eine Anzeige lässt sich einfach über die Online-Wache unter www.polizei.rlp.de/onlinewache erstatten.
VZ-RLP
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