Verpackung versus Realität: Was steckt wirklich im Müsli, Frischkäse & Co.?

Stand: 29. Juni 2026

Frühstücksprodukte im Mengencheck der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz

  • Mengencheck bei Frucht- und Nuss-Müsli, Frischkäsezubereitungen, Mandel- und Kokosdrink sowie Nusscremes 
  • Frucht-Müsli ist nicht gleich Frucht-Müsli: bei einigen sind getrocknete Trauben der Hauptbestandteil
  • Der Blick in die Zutatenliste lohnt sich, um den Anteil der wertgebenden Zutaten abschätzen zu können

Erdbeeren, Himbeeren & Co. auf der Packung: das muss angegeben sein 

Im Vergleich zu 2020 kosten Frühstücksprodukte vom Brötchen, über Milch bis zum Käse im Durchschnitt etwa 37 Prozent mehr.  Ein Faktor, der den Preis eines Produktes mitbestimmen kann, ist der Anteil an hochwertigen Zutaten, also zum Beispiel die Menge an Erdbeeren in der Marmelade. Diese Zutaten werden auf den Verpackungen mit Wort und Bild beworben, beispielsweise mit Abbildungen von Himbeeren und Erdbeeren auf einem Beeren-Müsli. Das damit verbundene Versprechen, das diese Beeren in einem nennenswerten Umfang enthalten sind, beeinflusst die Kaufentscheidung. Es zeigt sich jedoch, dass oft wenig der angepriesenen Zutaten in den Produkten enthalten sind – Hersteller also gezielt an diesen sparen. Um wirklich nachvollziehen zu können, wie groß der Anteil an Beeren ist, müssen Zutaten, die auf der Verpackung beworben werden, mit der prozentualen Mengenangabe in der Zutatenliste aufgeführt werden. Entsprechende Vorgaben dazu sind in der Lebensmittelinformationsverordnung geregelt, siehe Infokasten. Diese Regelung soll es Verbraucher:innen ermöglichen, beim Einkauf eine informierte Kaufentscheidung zu treffen. Doch eine repräsentative Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverband zeigt, dass Verbraucher:innen sich mehr Transparenz wünschen.  Demnach werden ausführliche Zutatenlisten mit konkreten Mengenangaben zu den einzelnen Zutaten als besonders geeignet für eine informierte Kaufentscheidung angesehen. 

Der Marktcheck der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz macht den Mengencheck für Müsli, Frischkäsezubereitungen, Nusscreme und pflanzliche Drinks.

  • Wurden die beworbenen Zutaten mit einer Mengenangabe ausgezeichnet?
  • Wie viel der wertgebenden Zutaten ist enthalten?
  • Welche Preisunterschiede offenbaren sich zwischen den einzelnen Produkten? 
  • Hängt der Preis mit der Menge der wertgebenden Zutaten zusammen?

     

Früchte-Müsli – delikate Beere oder doch nur Rosinen?

Etwa 7,7 Millionen Erwachsene in Deutschland essen täglich Müsli zum Frühstück. Früchte wie Apfel oder Aprikose und vielfach Beeren wie Himbeeren, Erdbeeren und Johannisbeeren sind auf den Verpackungen der Frühstücksmüslis zu sehen. In den gängigen Einkaufsstätten konnten 44 Früchte-Müslis mit einem durchschnittlichen Fruchtanteil von zwölf Prozent identifiziert werden (Abbildung 1).

Anhand der Zutatenlisten wurde deutlich, dass ein hoher Gehalt an Früchten meist mit einem hohen Rosinengehalt zusammenhängt. Gefriergetrocknete Früchte wie Himbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren und andere finden sich hingegen nur in geringen Anteilen in den Früchte-Müslis. In knapp einem Viertel der Früchte-Müslis kam Aroma zum Einsatz (Abbildung 2). Der Blick in die Zutatenliste lohnt sich, um das Müsli mit der besten Zusammensetzung zu finden.

Früchte-Müslis mit Rosinen kosten im Durchschnitt 6,30 Euro pro Kilogramm. Dagegen kosten Früchte-Müslis, die keine Rosinen enthalten, im Durchschnitt 7,50 Euro pro Kilogramm. 

Frucht-Müsli mit hohem Anteil an Rosinen

Fehlende Mengenangaben in der Zutatenliste

Für eine gut informierte Kaufentscheidung sollte ein mit Früchten beworbenes Müsli in der Zutatenliste eine Mengenangabe zu den einzelnen Fruchtsorten enthalten. Manche Hersteller geben jedoch nur die Gesamtmenge an Früchten an. Ein Beispiel hierfür ist das Alnatura Früchte Müsli mit einem deklarierten Früchtenanteil von 40 Prozent. (Abbildung 15) Aus der Zutatenliste geht nicht im Detail hervor, in welchem Umfang die jeweiligen Früchte enthalten sind. Ein weiteres Beispiel ist das Früchte Hafer Müsli von Kölln, in dem nur anhand der Position in der Zutatenliste zu erkennen ist, dass die Weinbeere, den mengenmäßig größten Anteil hat. (Abbildung 18).

Unterschied zwischen Rosinen, Sultaninen, Weinbeere

In der Zutatenliste finden sich getrocknete Trauben unter verschiedenen Begriffen:

Rosinen: Ist der Oberbegriff für alle getrockneten Weintrauben und wird an der Luft getrocknet, was bis zu sieben Tagen dauern kann.

Sultaninen: Bei der Sultanine wird zunächst die Wachsschicht entfernt, wodurch die Traube schneller trocknet. Aus diesem Grund sind Rosinen meist teurer im Verkauf als Sultaninen.

Korinthen: Korinthen werden aus dunklen Trauben hergestellt, wodurch der Geschmack kräftiger sein kann.

Weinbeeren: Aus Weinbeeren werden sowohl Rosinen als auch Sultaninen hergestellt. Dies ist meist ein Synonym für Rosinen.

Nuss-Müsli

Auch im Bereich der Müslis mit Nuss gibt es eine große Spannbreite an den Nussanteilen. Die 27 analysierten Nuss-Müslis enthielten im Durchschnitt zehn Prozent Nüsse, wobei der geringste Anteil bei zwei Prozent lag und der höchste bei 21 Prozent (Abbildung 21).

Der Marktcheck hat gezeigt, dass die Menge an Nüssen nicht im Zusammenhang mit dem Preis stand. Daher lohnt sich ein Vergleich der verschiedenen Nuss-Müsli anhand der Zutatenliste und des Preises besonders. Dennoch liefert das Premium Knusper Müsli der Sorte Honig Nuss von Lidl mit dem geringsten Grundpreis von 3,32 Euro pro Kilogramm den größten Nussgehalt. Gleich danach kommt das Bio-Nuss-Müsli der Marke EnerBio von Rossmann mit 21 Prozent Nüssen und einem Grundpreis von 7,38 Euro. Im Durchschnitt kosten die Nuss-Müsli 7,80 Euro pro Kilogramm. Auch in Nuss-Müsli wurde Aroma bei knapp einem Viertel der Produkte eingesetzt (Abbildung 22).

Mandel- und Kokosdrink – Wie viel Nuss ist enthalten?

Mandel- und Kokosdrinks zählen in Deutschland zu den vier beliebtesten Milchalternativen im Jahr 2025. In dem Marktcheck wurden 13 Mandeldrinks und fünf Kokosdrinks auf ihren Nussanteil untersucht. Durchschnittlich enthalten die Mandeldrinks knapp drei Prozent Mandeln. Der Mandeldrink mit dem geringsten Gehalt enthält 2,3 Prozent, der höchste Gehalt liegt bei sieben Prozent. Zwischen dem geringsten und höchsten Gehalt von Mandeln besteht damit ein 3-facher Unterschied. 

Im Durchschnitt kosten Mandeldrinks etwa zwei Euro, während das beste Preis-Leistungsverhältnis der Mandeldrink mit sieben Prozent Mandel und einem Preis von 2,69 Euro hat. Die Eigenmarken der Discounter von Lidl und Aldi sowie Edeka bieten einen Mandeldrink in Bio- Qualität mit einem Preis von unter zwei Euro den Liter an.

Interessanterweise hat der Kokosdrink der dm-Eigenmarke den höchsten Kokosnussanteil und gleichzeitig den günstigsten Grundpreis und somit auch das beste Preis-Leistungsverhältnis. Durchschnittlich enthalten die Kokosdrinks rund 7 Prozent Kokosnuss. Der Barista Kokosdrink von Alpro hat den niedrigsten Kokosnussanteil innerhalb der Stichprobe und zählt gleichzeitig zu den teuersten.

In jedem vierten Mandel- oder Kokosdrink sind Aromen enthalten (Abbildung 23).

Hier geht es zur Preis-Leistungsübersicht für Mandeldrinks.

Nusscreme – Volle Nuss oder volle Ladung Zucker?

Mandelmus, Nussnougat-Creme oder Erdnusscreme – die Vielfalt der Nussaufstriche am Markt ist riesig. Allein 60 verschiedene Produkte existieren auf Basis von Erdnuss, Pistazie, Mandel oder Haselnuss. Der Unterschied zwischen einem Mus und einer Creme aus Nuss ist gesetzlich nicht definiert, allerdings zeigt die marktübliche Verwendung, dass Mus meist ausschließlich aus Nüssen besteht, während bei einer Creme weitere Zutaten wie Zucker und Fette hinzukommen.

Insgesamt wurden 65 Nusscremes mit Erdnuss, Haselnuss, Mandel und Pistazie untersucht. Durchschnittlich sind rund 40 Prozent Nuss in den Produkten enthalten. Weitere gängige Zutaten sind Magermilchpulver, Palmöl, Zucker in Form von Agavendicksaft, Süßmolkenpulver und Dattelsirup. Etwa jede vierte Nusscreme am Markt enthält Aroma (Abbildung 24).

 

In der Kategorie Erdnuss, die streng genommen zu den Hülsenfrüchten zählt, befinden sich am Markt die Produkte mit dem durchschnittlich höchsten Fruchtanteil von 91 Prozent. Bei Haselnusscremes liegt der durchschnittliche Anteil hingegen nur bei 22 Prozent, bei Mandelcremes 34 Prozent und bei Pistaziencremes 25 Prozent. (Abbildung 25) Bei Erdnuss-, Mandel- und Haselnusscreme gibt es keinen Zusammenhang zwischen einem hohen Anteil an wertgebender Zutat und dem Preis. 

Beim genaueren Blick auf die Nährwerttabelle einiger Produkte fällt auf, dass Zucker einen großen Anteil ausmacht.

Haselnuss

Die 32 untersuchten Haselnusscremes enthielten im Durchschnitt ungefähr ein Fünftel Haselnüsse. Der Gehalt an Haselnüssen hat sich hierbei stark unterschieden. Die Haselnusscreme von dmBio besteht zu 50 Prozent aus Haselnüssen, wohingegen die Haselnusscreme von Mövenpick nur zehn Prozent Haselnüsse enthält. 

Haselnusscreme mit weiteren wertgebenden Zutaten wie Kakaopulver und -butter zählen in die Kategorie der Nougat-Produkte. Diese sollten den Leitsätzen entsprechend mindestens zehn Prozent Haselnüsse enthalten. Der Haselnussgehalt bei den untersuchten Nougatcremes lag im Durchschnitt bei etwa 16 Prozent. In der Milka Haselnusscreme hingegen befinden sich nur fünf Prozent der wertgebenden Nuss, dagegen liegt der Zuckergehalt bei 57 Prozent.

Pistazie

Die neun Pistaziencremes enthalten im Durschnitt 25 Prozent Pistazien, daneben weitere Zutaten wie Sonnenblumenöl, Magermilchpulver, Kokosnussöl und verschiedene süßende Zutaten wie Rohrzucker, Reissirup, Milchzucker, Agavenpulver. Der durchschnittliche Grundpreis für eine Pistaziencreme liegt bei knapp 30 Euro, wobei die Creme von der Marke Deluxe von Lidl mit einem Anteil von 45 Prozent Pistazien, das beste Preis-Leistungsverhältnis liefert. Insgesamt konnte ein Zusammenhang zwischen Pistazienanteil und Preis festgestellt werden, sodass ein höherer Pistazienanteil mit einem höheren Preis einhergeht.

Frischkäse mit Extra-Zutat – wie wenig darf es sein?

Naturbelassener Frischkäse besteht aus Milch, Sahne, Milchsäurebakterien und gegebenenfalls Salz.  Bei Frischkäsezubereitungen kommen noch weitere Zutaten zum Einsatz. Für den Marktcheck konnten zwölf Frischkäsezubereitungen mit weiteren wertgebenden Zutaten wie Papaya, Champignons oder Lachs, am Markt identifiziert werden. Die Auswertung umschließt jedoch nur elf der zwölf Frischkäsezubereitungen, da bei dem Produkt von Philadelphia mit Ziegenfrischkäse und Rosmarin keine Mengenangaben vorhanden waren.

Durchschnittlich enthalten die untersuchten Frischkäsezubereitungen etwa vier Prozent der beworbenen Zutaten. Wobei der Gehalt zwischen 0,3 bis zehn Prozent schwankt. Es gab keinen Zusammenhang zwischen dem Preis und der Menge der wertgebenden Zutat. Ein höherer Preis ist demnach kein Garant für einen höheren Anteil wertgebender Zutaten.

Der Grundpreis bewegt sich zwischen 6,34 Euro pro Kilogramm für die Frischkäsezubereitung mit Steinpilz-Champignon von Exquisa und 15,93 Euro pro Kilogramm für die Frischkäsezubereitung mit Kirchtomaten von Bresso.

In knapp einem Drittel der Frischkäsezubereitungen wird Aroma eingesetzt (Abbildung 26).

Fazit

Der Marktcheck hat gezeigt, dass es sich für Verbraucher:innen lohnt einen genauen Blick in die Zutatenliste zu werfen. Nur weil eine Produktaufmachung einen hohen Anteil an qualitätsbestimmenden Zutaten verspricht, heißt es noch lange nicht, dass diese tatsächlich auch in nennenswerten Mengen enthalten sind. Denn es macht für Verbraucher:innen einen Unterschied, ob eine Haselnusscreme aus 50 oder zehn Prozent Haselnüssen besteht oder ein Früchte-Müsli weniger als ein Prozent oder mehr als 40 Prozent Früchte enthält. 

Allerdings hat der Marktcheck auch gezeigt, dass es für Verbraucher:innen oft schwierig sein kann, die genaue Menge an qualitätsbestimmenden Zutaten in der Zutatenliste zu erkennen. Bei einigen Früchte-Müslis ist gut erkennbar, wie viel Erdbeeren oder Himbeeren im Müsli enthalten sind, bei anderen hingegen sucht man danach vergeblich in der Zutatenliste. Oft finden Verbraucher:innen nur eine Information darüber wie viele Früchte insgesamt enthalten sind. Wie hoch dabei der genaue Anteil an günstigen Rosinen oder edlen Beeren ist, bleibt offen. Diese uneinheitliche Kennzeichnungspraxis verwirrt Verbraucher:innen und erschwert einen Vergleich der Produktqualität. Die Hersteller sollten sich an die gesetzlichen Vorgaben der QUID-Regelung halten und Mengenanteile nicht willkürlich angeben. Nur so können ähnliche Produkte miteinander vergleichen und eine transparente Kaufentscheidung getroffen werden. 

Wie der Marktcheck zeigt, bietet die gesetzliche QUID-Regelung den Herstellern allerdings einige Möglichkeiten diese zu umgehen (siehe Infokasten). So muss unter anderem bei einem Zutatenmix im Produktnamen keine genaue Angabe der Mengenanteile erfolgen. Bei einem „Multifrucht“-Müsli ist daher die genaue Zusammensetzung der enthaltenen Früchte für Verbraucher:innen nicht erkennbar. 

Wir fordern daher, dass die Mengenkennzeichnung von Lebensmitteln in der Lebensmittelinformationsverordnung reformiert wird. Zutaten, die auf der Verpackung genannt oder abgebildet werden, sollten stets in Prozent in der Zutatenliste angegeben werden.  Darüber hinaus wäre eine besonders eindeutige und für Verbraucher:innen verständliche Regelung, wenn eine Mengenangabe für alle Zutaten ab einem bestimmten Schwellenwert verpflichtend wäre. 

Die vermeintlich beliebige Angabe von Mengen in der Zutatenliste weckt den Eindruck, dass einige Hersteller dadurch niedrige Anteile von hochwertigen Zutaten verbergen wollen. Darüber hinaus ist zu vermuten, dass Hersteller durch den Einsatz von Aroma einen bestimmten Geschmack intensivieren und den Eindruck eines höheren Anteils an qualitätsbestimmenden Zutaten erzeugen wollen. 

Für Verbraucher:innen empfiehlt sich stets ein Blick in die Zutatenliste, um sich von der Produktaufmachung nicht in die Irre führen zu lassen. Um Geld zu sparen und den Anteil an wertgebenden Zutaten selbst zu bestimmen, lohnt sich das hausgemachte Frühstück. So kann in der Erdbeersaison ein Müsli mit beliebig vielen Erdbeeren und ohne Aroma nach eigenen Vorlieben selbst zubereitet werden. Auch der Frischkäse kann schnell selbst mit Kräutern oder Gemüse verfeinert werden. 

Hintergrund

Die Erhebung der Produkte fand im Februar 2026 statt. Folgende Lebensmitteleinzelhandelsgeschäfte wurden mit einbezogen: Edeka, Rewe, Lidl, Dm, Aldi, Netto, Rossmann und Tegut. Als Produktkategorien wurden Frucht- und Nussmüsli, Pflanzendrinks, Frischkäsezubereitungen und Nusscremes ausgewählt. Insgesamt wurden 172 Produkte in den Marktcheck einbezogen.

QUID-Vorgaben (Quantitative Ingredients Declaration)

Artikel 22 der Lebensmittelinformationsverordnung regelt, wann Hersteller angeben müssen, wie viel von einer bestimmten Zutat in einem Lebensmittel enthalten ist. Diese Information hilft Verbraucher:innen dabei, Produkte verschiedener Hersteller besser zu vergleichen.

Die Mengenangabe ist erforderlich, wenn die Zutat:

  • im Namen des Lebensmittels genannt wird oder sie typischerweise damit verbunden wird
    (zum Beispiel: „Nusscroissant“ → Angabe des Nussanteils), 
  • auf der Verpackung besonders hervorgehoben wird, etwa durch Wörter, Bilder oder Grafiken
    (zum Beispiel: „mit roten Beeren“), 
  • wichtig für die Beschreibung des Produkts ist und es von ähnlichen Produkten unterscheidet
    (zum Beispiel der Eieranteil in Mayonnaise). 

Es gibt jedoch Ausnahmen. Die Mengenangabe ist nicht nötig, wenn die Zutat:

  • nur in kleinen Mengen zur Geschmacksgebung verwendet wird
    (zum Beispiel Gewürze oder Kräuter wie Kakaopulver auf Tiramisu oder Aromen in Chips), 
  • zwar im Produktnamen vorkommt, die genaue Menge für Verbraucher:innen aber nicht entscheidend ist und das Produkt dadurch nicht wesentlich von ähnlichen Produkten unterschieden wird. 
  • In einem Zutatenmix nicht besonders hervorgehoben wird (zum Beispiel Multifruchtsaft oder Nussmischung)

Wichtig ist: Der Begriff „kleine Mengen“ ist gesetzlich nicht genau definiert. Deshalb muss immer im Einzelfall entschieden werden, ob eine Mengenangabe erforderlich ist.

gefördert vom Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten (MLWUF) Rheinland-Pfalz im Rahmen der Landesinitiative