Lebensmittel-Verpackungen: Diese Anforderungen müssen sie erfüllen

Stand: 31. März 2026

Lebensmittel-Verpackungen erfüllen verschiedene Funktionen. Ihr Hauptzweck ist, das jeweilige Produkt vom Zeitpunkt des Verpackens über den Transport und die Lagerung bis zum Verzehr zu schützen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Lebensmittel-Verpackungen haben einen wesentlichen Einfluss auf die Kaufentscheidung.
  • Verpackungen für Lebensmittel können aus unterschiedlichen Materialien bestehen wie beispielsweise Papier, Glas, Kunststoff, Pappe oder Aluminium.
  • Immer mehr Menschen wünschen sich weniger aufwendig oder unverpackte Lebensmittel, wobei die Akzeptanz für Unverpacktes von der Art des Lebensmittels abhängt.

Wozu braucht es Lebensmittel-Verpackungen?

Die Verpackung eines Produkts beeinflusst die Kaufentscheidung erheblich. Sie trägt alle wichtigen Informationen der Lebensmittelkennzeichnung und macht Produkte unterscheidbar. In vielen Fällen ist sie außerdem praktisch verwendbar.

Doch der eigentliche Zweck einer Verpackung ist ihre Schutzfunktion, also zu verhindern, dass der Inhalt verschmutzt oder durch mechanische Einflüsse verändert wird. Ebenso hält die Produktverpackung Umwelteinflüsse wie Licht, Sauerstoff oder Feuchtigkeit vom Produkt fern. Dadurch werden ungünstige Prozesse wie ein Verderb durch Mikroorganismen, Aromaveränderungen, Fremdgerüche oder auch Vitaminverluste eingedämmt. Ziel ist es, ein sicheres Lebensmittel zu haben, das möglichst lange haltbar ist.

Lebensmittel-Verpackungen zählen zu den "Lebensmittelbedarfsgegenständen". Sie dürfen keine Stoffe auf Lebensmittel in Mengen abgeben, die die Lebensmittelsicherheit beeinträchtigen. Die allgemeinen rechtlichen Rahmenbedingungen für ihre Herstellung sind in der EU-Verordnung 1935/2004 festgelegt. Für bestimmte Materialgruppen, wie beispielsweise Kunststoffe, gibt es darüber hinaus umfangreiche Einzelvorschriften zu Herstellungsprozess und erlaubter stofflicher Zusammensetzung.

Anforderungen an Lebensmittel-Verpackungen: Das wollen Produktion und Handel

Aus Sicht von Produzenten und Händlern müssen Verpackungen von Lebensmitteln vor allem

  • ansprechend aussehen,
  • schadenfreien Transport ermöglichen,
  • standfest sein,
  • sich gut stapeln lassen,
  • leicht sein, um Transportkosten gering zu halten.

Anforderungen an Lebensmittel-Verpackungen: Das wünscht sich die Kundschaft

Aus der Sicht der Kundschaft muss eine Lebensmittel-Verpackung vor allem

  • umweltverträglich sein,
  • informativ sein,
  • das Lebensmittel schützen
  • sicher sein. Es darf keine schädlichen Substanzen an das Lebensmittel abgeben.
  • einfach in der Handhabung und praktisch sein

So erwarten Verbraucher:innen beispielsweise, dass sich eine Verpackung leicht öffnen und schließen lässt. Neue Produktentwicklungen stellen zusätzliche Anforderungen an Verpackungen. Fertiggerichte sollen zum Beispiel direkt in der Verpackung erhitzt werden können.

Unter Umweltschutzaspekten müssen Verpackungen zunehmend recyclingfähig oder schadstoffarm entsorgbar sein. Die Diskussion um die steigenden Müllmengen, die Verschmutzung der Meere mit Plastikmüll und die Problematik von Mikroplastik in der Nahrungskette führen dazu, dass der Wunsch nach weniger aufwendigen oder unverpackten Lebensmitteln wächst.

Unverpackte Lebensmittel werden nur teilweise angenommen

Die Akzeptanz für Unverpacktes hängt dabei jedoch von der Art des Lebensmittels ab. Beispielsweise wird loses Obst und Gemüse sowie Nüsse von einer breiten Masse der Kundschaft akzeptiert. Dahingegen werden beispielsweise Joghurt und Milchprodukte nur von einer Minderheit als Unverpackt-Konzept akzeptiert. Immer weniger Menschen kaufen ihre Lebensmittel in Unverpackt-Läden ein, die per Konzept Lebensmittel zum Selbstabfüllen anbieten.

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