Unsere verbraucherpolitischen Forderungen 2021 bis 2026

Stand: 12. Mai 2021

Die Zukunft im Blick - Sicher. Nachhaltig. Verbraucherfreundlich. Unsere 15 verbraucherpolitischen Forderungen auf einen Blick

Die Verbraucherzentrale hat einen Forderungskatalog mit 15 Kernforderungen in fünf Bereichen erarbeitet: Digitale Welt, Energie und Mobilität, Pflege und Barrierefreiheit, Lebensmittel und nachhaltiger Konsum sowie Finanzen, Verträge, Verbraucherbildung. Der Katalog deckt damit ein breites Spektrum an gesellschaftlich relevanten Themen ab.

Von Algorithmenkontrolle bis untergeschobene Verträge, von Altersvorsorge bis Mobilität, von Barrierefreiheit bis Verbraucherbildung – die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bietet mit ihrem Forderungskatalog Handlungsempfehlungen für viele Themen, die aus Sicht der Verbraucherinnen und Verbraucher jetzt und zukünftig relevant sind.

 Hier ist unser Forderungspapier abrufbar (PDF-Version).

Themenkarten: 15 verbraucherpolitische Forderungen zur Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2021

Digitale Welt

Digitale Teilhabe für alle Verbraucher:innen ermöglichen

Schnelles Internet für alle rheinland-pfälzischen Haushalte ist Grundvoraussetzung für die digitale Teilhabe. Darüber hinaus brauchen Verbraucher:innen aller Altersstufen gute Angebote zur Förderung der Medienkompetenz. Mehr

Algorithmen kontrollieren und Verbraucher:innen vor Diskriminierung schützen

Algorithmen bestimmen mehr und mehr über Chancen, die Verbraucher:innen im Alltag erhalten. Verbindliche Regeln und Transparenz schützen Verbraucher:innen vor Diskriminierung durch Algorithmen und künstliche Intelligenz. Mehr

Cybercrime und Online-Abzocke konsequent bekämpfen

Abzocke im Internet ist ein Dauerärgernis für Verbraucher:innen. Online-Abzocke muss konsequent bekämpft werden. Fake-Shops können durch eine Identifikationspflicht für Domaininhaber bei der Denic verhindert werden. Mehr

 

Energie und Mobilität

Kosten für Energiewende und Klimaschutz gerecht verteilen

Die Kosten der Energiewende und für ein umfassendes Klimaschutzkonzept dürfen nicht zu einer einseitigen Belastung der Privathaushalte führen. Die EEG-Umlage muss spürbar gesenkt werden und eine Rückerstattung der Einnahmen aus der ab 2021 vorgesehenen CO2-Bepreisung an die Verbraucher:innen muss eingeleitet werden. Mehr

Verbraucher:innen vor Energiearmut schützen

Privathaushalte mit niedrigem Haushaltseinkommen haben häufig vergleichsweise hohe Energiekosten. Sie müssen mit gesetzlichen Vorgaben besser vor Energieschulden geschützt werden. Mehr

Mobilität neu denken

Es braucht neue, innovative Mobilitätskonzepte, die sich an den Bedürfnissen von Verbraucher:innen orientieren und auch Menschen im ländlichen Raum Mobilität ermöglichen. Ein weiterer wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Verkehrswende ist eine bessere Ladeinfrastruktur für Elektroautos. Mehr

 

Pflege und Barrierefreiheit

Die unabhängige Patientenberatung zivilgesellschaftlich verankern

Eine unabhängige Patientenberatung als Regelleistung für alle Versicherten ist gesetzlich vorgesehen. Sie darf jedoch nicht – wie derzeit – in den Händen privatwirtschaftlicher Anbieter liegen, sondern muss wieder zivilgesellschaftlich verankert werden. Mehr

Pflegebedürftige finanziell entlasten und Pflegeversicherung zukunftsfähig machen

Pflegebedürftige, insbesondere in Pflegeheimen, müssen immer höhere Eigenanteile an den Heimkosten zahlen. Viele Verbraucher:innen können sich die hohen Kosten nicht mehr leisten. Deshalb sind dringend Reformen erforderlich, damit Pflegebedürftige finanziell entlastet werden. Mehr

Barrierefreies Bauen konsequent und richtig umsetzen

Barrierefreiheit muss bei Bauprojekten konsequent mitgedacht und umgesetzt werden. Barrierefrei-Konzepte für Wohn- und Nichtwohngebäude müssen von Anfang an erstellt und der Genehmigungsplanung beigelegt werden. Ihre Umsetzung muss fachgerecht kontrolliert werden. Mehr

Lebensmittel und nachhaltiger Konsum

Verbindliches Tierwohllabel einführen

Verbraucher:innen können bislang beim Fleischeinkauf nur schwer erkennen, ob die Tiere gut gelebt haben. Ein verbindliches, staatliches Tierwohllabel hilft Verbraucher:innen, auf einen Blick zu erkennen, aus welcher Tierhaltung ein Produkt stammt. Mehr

Missstände bei der Lebensmittelüberwachung beheben

Die Lebensmittelskandale der vergangenen Jahre zeigen die Missstände in der Lebensmittelüberwachung auf. Die Verantwortung für die Lebensmittelüberwachung muss statt bei den Kommunen wieder vollständig auf Länderebene liegen. Mehr Ressourcen für häufigere und intensivere Kontrollen sind unabdingbar. Mehr

Nachhaltigen Konsum einfach machen

Um einen nachhaltigen Konsum zu etablieren, sind klare und verbindliche staatliche Mindestkriterien für eine sozial und ökologisch verantwortungsvolle Produktion in allen Branchen notwendig. Produkte müssen außerdem auf lange Nutzbarkeit ausgerichtet sein, etwa indem sie reparaturfreundlich gestaltet werden. Mehr

Finanzen, Verträge, Verbraucherbildung

Verbraucher:innen vor untergeschobenen Verträgen schützen

Am Telefon untergeschobenen Telekommunikations- oder Energie-Verträgen muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden. Die Bestätigungslösung in Textform für jegliche am Telefon abgeschlossene Verträge über Dauerschuldverhältnisse ist überfällig. Mehr

Die Extrarente als private Altersvorsorge für alle einführen

Die private Altersvorsorge in Deutschland funktioniert nicht – denn die bestehenden Produkte sind teuer und unrentabel. Nur ein öffentlich organisiertes Standardprodukt für die private Altersvorsorge, das sich an den Interessen der Verbraucher*innen orientiert, sichert Verbraucher*innen fürs Alter ab. Mehr

Werbefreie Verbraucherbildung für Kinder und Jugendliche sicherstellen

Kinder und Jugendliche müssen bereits in der Schule für den Verbrauchalltag fit gemacht werden. Damit Lehrkräfte Verbraucherkompetenzen vermitteln können, müssen sie entsprechende Fortbildungen erhalten. Der Einfluss der Wirtschaft an Schulen muss begrenzt und transparent gemacht werden. Mehr